#2: Künstler Paul Schrader
Shownotes
Vom Anwalt zum international erfolgreichen Maler: Das ist die Geschichte von Paul Schrader. Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal ein eigenes Werk zu verkaufen? Wie sieht der Kreativprozess im Atelier aus? Kennt man eigentlich die Käufer seiner Bilder? Und: Welche Träume hat der Künstler noch auf seiner Wunschliste? Unter anderem über diese Fragen haben wir mit ihm gesprochen. Die Antworten? Hört selbst!
Hosts: Arndt Ziegler und Martin Werner Produktion: Ela Wildner Postproduktion: Waldemar Markin
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Christo Förster: Herzlich Willkommen bei Dein Erstes Mal, dem Man's Health Podcast. In diesem Podcast sprechen Männer über ein erstes Mal das sie individuell geprägt hat. Das erste Mal auf der Bühne, das erste Mal scheitern, das erste Mal ehrlich mit sich selbst sein. Ein Gespräch über Ängste, Glücksmomente, Ambitionen und mentale Stärke. Alle zwei Wochen mit prominenten Männern aus Sport, Kultur und Wissenschaft.
Arndt Ziegler: Sehr schön, sehr gut. Ich freue mich wieder sehr hier zu sein. Herzlich willkommen auch von mir zu Folge 2 unseres Podcasts. An meiner Seite der liebe Martin. Ich bin Arndt, Chefredakteur von Man's Health. Moin Martin. Moin Arnd, moin Paul. Hallo, lieben...
Paul Schrader: Danke, dass ich da sein darf.
Arndt Ziegler: Genau, Paul ist unser zweiter Gast, auf den wir uns wahnsinnig freuen. Ich versuche den mal vorzustellen und du darfst dich im Nachhinein dann wehren, wenn ich dich jetzt überverkaufe oder unterverkauf. Für mich ist aktuell Paul Schrade einer der angesagtesten und auch... Nicht mal ein böses Wort, gehyptesten Künstler Deutschlands, Maler Deutschlands und auf jeden Fall gerade jemand, an dem man in der Kunstzene nicht vorbeikommt. Werdegang total faszinierend vom Sprayer über Anwalt hin zum jetzt sehr angesagten Maler. Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit dir. Schön, dass du da bist. Vielen Dank, da will ich mich nicht gegenwerden. War das okay so?
Paul Schrader: Ich kann das nicht selber sagen, aber...
Martin Werner: Sehr gut. Also für mich hat sich das auch sehr gut angehört. Danke schön. Paul, bei uns ist es immer so, wir gehen immer mit einer Frage rein, die ein erstes Mal des jeweiligen Gastes behandelt. Bei dir dein erstes mal. Erinnerst du dich an dein erst mal, als du mit deiner Kunst Menschen bewegt hast, als du Emotionen geweckt hast? War das vielleicht schon mit 5, 6 Jahren oder kam das später? War es irgendwie ein Spray-Gebilde? Wie muss man sich das vorstellen? Hol uns mal.
Paul Schrader: Ich glaube, das Frühe beim Sprühen, da hatte man das noch nicht. Weil das ist ja so schnell, heimlich, im Dunkeln und dann bist du auch wieder weg. Dann diese Situation wie bei der Ausstellung, dass du mit dem Bild irgendwo stehst und die Leute kommen und das sehen, das ist beim Sprühenden anonymer. Also da hat man nicht so eine Wechselwirkung. Das kam erst später. Das kam. Bei den ersten Ausstellungen dann richtig. Aber davor natürlich in diesem Rahmen, wo man gemerkt hat, okay, da klickt irgendwas. Also nicht nur bei mir, weil ich bin immer der Erste im Studio, der ein Bild sieht und dann so lange dran arbeitet, bis es klickt. Also bis ich mich selber sehr wohl damit fühle. Und dass dieses Gefühl überspringt, habe ich dann erst so bei Freunden gemerkt. Das war so der erste kleine Rahmen. Und dann bei der ersten Ausstellung bei mir, das war gar keine Ausstellung, das war, ich habe witzigerweise vorhin auf meinem Telefon habe ich so eine Vorschau gekriegt von 2014, von der ersten Aufstellung bei mich zu Hause. Und da hat man es dann wirklich gemerkt.
Arndt Ziegler: Aber das war nur zur zeitlichen Ordnung. Das war vor deiner Zeit als Anwalt oder danach.
Paul Schrader: Das war genau in der Zeit als Anwalt. Ich habe 2012 angefangen zu arbeiten bei Osborne Clark in einer britischen Großkanzlei hier in Hamburg. Und habe 2018 gekündigt und 2019, Anfang 2018, Anfang 2019 bin ich raus und Ende 2018 habe ich gekündig.
Arndt Ziegler: Aber du musst doch schon, ich sage das direkt mal rein Hake, Martin, aber du musst auch da schon irgendwann diesen Moment auch als Kind oder als Jugendlicher gehabt haben, wo du gemerkt hast oder gespürt hast, wow, das macht nicht nur mir Spaß, sondern irgendwie funktioniert das und kommt das gut an. Oder hast du das immer nur für dich gemacht? Ich habe das Gefühl, dass alle Kinder gut...
Martin Werner: Also ich nicht um dich denken. Das war immer so von den Eltern, oh, das ist aber ein Kunstwerk geworden. Da kann ich mit Sicherheit sagen, dass es das nicht war. Deswegen glaube ich, das es auch gar nicht so einfach, das für sich herauszufinden, dass man...
Paul Schrader: Das ist super schwer, weil ich weiß noch, dass wir mit der Schule in der Klasse, keine Ahnung, vierte, fünfte Klasse waren wir in der Kunsthalle. Und dann durften wir da auch, hatten wir so eine Führung mit unserer Lehrerin und dann durfte wir da auch nach Hause malen und dann haben wir natürlich gesagt, oh, ist das jetzt auch so viel wert wie so ein Paul Klee, der da ausgestellt war. Und dann sagten die, ja, wenn vielleicht später mal, also das war irgendwie so witzig, ne? Aber du... Als Künstler hast du ja nie irgendwas geerbt oder so. Also du musst ja immer von Null anfangen. Insofern fängst du von NULL an und weißt das ja nicht. Also das ist ja alles eine neue Erfahrung. Ist ja nicht, als ob man einen Familienbetrieb übernimmt und weiß da schon, dass Ding läuft und ich kann das jetzt verbessern oder ich kann es vor die Wand fahren. Sondern man hat einfach gar keine Erfahrung und dann fängt es langsam an. Insoferen... Ich hatte immer eine Eins im Kunstleistungskurs, aber... Auch das ist ja... Also es hat mir einfach unfassbar viel Spaß gemacht und das war für mich dann, ich will jetzt nicht sagen normal, aber das war jetzt noch keine Reflektion, dass ich so toll arbeite da.
Martin Werner: Jetzt nochmal kurz zurück zu dem Sprühen. Wenn du gesprüht hast, kam da irgendein Feedback, dass andere Leute gesagt haben, oh das sieht gut aus, da mach da mal weiter oder war das einfach nur für dich?
Paul Schrader: Ja, wir hatten so eine Freundungsgruppe, die alle mit dabei waren und das war eigentlich immer eine witzige Zeit vor allem. Also wir haben uns abends getroffen, sind dann mit diesen klötternden Dosen im Rucksack durch die Straßen gegangen, haben Wände gemacht und das... Das war einfach richtig viel Spaß.
Arndt Ziegler: Was habt ihr so gesprayt? Motive, Schriftzüge, politische Äußerungen, was?
Paul Schrader: Nee, nichts politisches, aber eigentlich, jeder hatte so seinen Namen, man hatte eine Crew und dann das. Aber ist auch echt so lange her.
Arndt Ziegler: Egal, da bohren wir jetzt nach. Hat's denn von deinen Kumpels von damals noch jemand, ich sag mal, geschafft in der Kunstecke oder sind die alle irgendwo anders abgebogen?
Paul Schrader: Ein sehr guter Freund von mir, der hat 3D-Animationen studiert und ist so in diesem Thema Design sehr und viele andere habe ich auch aus den Augen verloren tatsächlich. Also wir waren so 13, als er es angefangen hat, so in dieser frühen Jugend und vielleicht so bis 17, 18, aber dann hat es ja wirklich aufgehört. Dann kam irgendwie das Abi und dann das Studium angefangen und dann das.
Arndt Ziegler: Wie ist das jetzt, wenn du malst? Wie haben wir uns das vorzustellen? Also wir hatten ja vor kurzem mal eine schöne Geschichte mit dir bei uns im Magazin auch, da konnten wir so ein bisschen in dein Atelier mal reinschauen. Wenn du loslegst zu malen, mit welcher Idee gehst du an Bild ran? Du hast, ich hab in der Vorbereitung auch einen Podcast gehört, du hast gesagt, eigentlich mit gar nicht so einer großen Idee, sondern du legst los und dann lässt du auf dich wirken, was da so kommt. Ist das wirklich so? Gehst du ohne jegliche Idee hin zu Bild?
Paul Schrader: Nein, eigentlich das, glaube ich, hast du da falsch aufgegriffen. Du musst schon eine konkrete Idee haben, sonst funktioniert es nicht, sonst kann man nicht loslegen. Was ich jetzt zum Beispiel habe, und ohne Idee stehst du halt da, da kannst du auch nichts machen, aber was ich jetzt habe, ist zu Hause ein Zettel, da steht weißer Grund, blaues Bild. Das ist erst mal mein Stichwort, da drunter ist sozusagen meine Idee gespeichert, also ich hab die Idee, das ist irgendwie so ein bisschen so ein griechisches Dorf, weiß getüncht, diese blauen Kuppeln, blaues Meer, das ist so die Farbwelt, die das nächste Bild haben soll. Und dann hast du eine Form im Kopf und dann kann man starten, also dann guckt man erst mal. Wie viel verschiedene Blautöne braucht man dafür? Was ist der Weißton? Wie kriegt man dieses Sonnenlicht vielleicht, was man so im Kopf hat eingefangen auf eine Leinwand, jetzt im grauesten allergrauen Hamburger Tage. Aber das macht halt Spaß, weil man so die Augen eigentlich zumacht, daran denkt und gar nicht mehr.
Martin Werner: Wo man eigentlich ist. Hast du das dann permanent bei dir? Also wenn du jetzt hier zu uns in Studio gehst, denkst du darüber nach, wie könnte ich vielleicht den Blauton da einsetzen und so weiter? Oder passiert das wirklich nur, wenn du sagst, ich geh jetzt ins Atelier, setz mich ran und dann ist der Fokus darauf? Oder hat man das die ganze Zeit mit im Gepäck, sag ich mal?
Paul Schrader: Nee, das kommt manchmal. Also was ich jetzt hab, sind so die Farbwelten. Und was jetzt noch fehlt, ist so ein bisschen die Komposition. Also wie kriegt das Bild eine Struktur? Also Bilder können runterfallen oder fliegen. Also wenn die KOMPOSITION nicht stimmt, dann sackt das ganze Bild halt zusammen. Oder zugleichmäßige Sachen. Also du brauchst immer so eine Symmetrie und Asymmetrie. Und das ... Kann man dann teilweise beim ... Machen oder man sieht das dann, ob eine Idee funktioniert oder nicht. Das geht dann eigentlich ganz schnell. Und da sind manchmal auch so Kleinigkeiten. Man kennt es vielleicht, wenn man ein Foto machen will, mit dem Handy, wie unterschiedlich das sein kann. Von Winkel zu Winkel, obwohl der gar nicht sozusagen ewig verändert ist, ist es das eine ein gutes Foto und das andere ein schlechtes. Also so ist das mit der KOMPOSITION eigentlich bei den Bildern auch.
Arndt Ziegler: Und dieser Moment, dass das Bild fliegt, so prozentual gesehen, bei wie vielen Bildern flieht dein Bild und bei wieviel fallen sie runter?
Paul Schrader: Also 90% fallen sie runter. Also du siehst wirklich, was du hier siehst, wenn so ein Bild dann gerahmt ist und ein Firmness drauf hat, das ist 90% Fehler und das sind 10%. Das ist die Spitze des Eisbergs. Also du arbeitest eigentlich die ganze Zeit und ...
Arndt Ziegler: Kann ich mir das so vorstellen, wie so ein kleines bockiges Kind, das dann so ein Papier so zusammenknallt und in die Ecke schmalzt? Du musst aber auch da so sagen, so enger.
Paul Schrader: Du musst aber auch da so sagen, so enger Management betreiben. Also dass du so sagst, okay, ich gehe jetzt zum Sport, ich lasse hier einfach alles liegen. Heute wird das nichts mehr. Ich treffe mich mit Freunden, ich geh in eine Bar, ich höre jetzt auf und einmal runterkommen und am nächsten Tag wieder weiter. Also es gibt ja immer so diesen Mythos, dass man da so mit einer Flasche Wein sitzt, fahre Zigaretten, vielleicht auch Joy. So ist das wirklich nicht. Also du musst echt fit sein oder jedenfalls ich. Weil das auch ein Handwerk ist. Und das funktioniert nur, wenn man wirklich mental und körperlich auch auf der Höhe ist.
Martin Werner: Und ich würde jetzt denken, wenn du jetzt weißt, das sind die 10%, die dann top rauskommen, versuchst du diese 10% zu erhöhen, dass du sagst, ich will dahin kommen, dass im Idealfall 20% top raus kommen, oder ist das... Ja, würde ich gerne. Das geht nicht. Ist nicht so, dass man das irgendwie optimieren kann, dass man jetzt sagt, natürlich ist das Ziel, jedes Bild dann am Ende des Tages vielleicht zu verkaufen, aber... Nee, das ist es gar nicht. Also das ist...
Paul Schrader: Ja, schon eigentlich diese Magic, die da passiert. Also wenn es klickt, dann ist das so ein tolles Gefühl, dass... Das ist eigentlich die Belohnung. Und du stehst da alleine im Studio und weißt...
Martin Werner: Das spürst du dann, das...
Paul Schrader: Das spürst du direkt, genau. Und das ist eigentlich die Belohnung für alles. Und auch nur wenn das passiert, springt dieser Funke über auf eine Ausstellung des Leute, sehen und auch gepackt werden. Also nur wenn du dich selber wirklich begeistern kannst, und das hat nichts mit monetären Faktoren zu tun, dann gelingt es dir, jemand anders zu begeisteren. Aber das eigentliche Ziel ist wirklich erst mal dich. Und wenn du... Dann dafür natürlich am Ende ein Bild verkaufen kannst, das ist super schön, weil man dann eben weitermachen kann. Der Anreiz, das zu machen, ist wirklich nur dieser Moment, wo es...
Martin Werner: Also auf der Suche nach dem Klick, könnte man sagen.
Arndt Ziegler: Hast du Angst davor, dass irgendwann der Mann nicht kommt? Also ich stelle mir vor, der Druck auf dich selbst. Also du entscheidest durch den Klick, den du spürst, ob das Bild funktioniert, ob es gut ist oder nicht. Was ist, wenn du 3, 4, 5, 6 Tage, 1 Monat, 1 halbes Jahr an einem Ding sitzt und es macht einfach keinen Klick? Hast du vor so einem Moment Angst? Gab es den schon mal? Ja, ich saß in New York.
Paul Schrader: Ich hatte da 2 Monate Zeit, eine Ausstellung vorzubereiten. Ich hatte das Studio und dann sitze ich da und habe keine Idee. Ich gucke gegen so eine Riesenwand und sitze da am Abend auf dem Boden und denke, ja... Aber du kannst es nicht bestimmen, das ist Kreativität. Bis jetzt sind immer noch Ideen gekommen. Ich hatte es ganz gut. Ich habe mal mit einem DJ gesprochen und der sagte auch, am Ende bist du eine Quelle und die sprudelt. Und bis jetzt hat sie noch nicht aufgehört.
Arndt Ziegler: Hast du Tricks, wie du die Kreativität... Nein, leider nicht.
Paul Schrader: Augen aufhalten.
Arndt Ziegler: Ich muss immer so schmunzeln. Jetzt kommt so eine Anekdote, Opa redet. Opa erzählt, als ich meine Volontärsausbildung gemacht habe, da hatten wir einen Volontärausbilder, der hat immer gesagt, wenn nichts kommt in eurer Reportage, dann gibt es Lyrikbeschleuniger. Und Lyrik-Beschleunige war bei dem immer, der hatte unten unter seinem Schreibtisch so eine Schublade und da hat er sich dann so Maria Krohn rausgeholt. Hatte davon 3 Schluck genommen und der meinte, dann lief es. So, der Lyrikbeschleuniger. Nicht, dass ich dich jetzt frage, ob du zur Flasche greifst beim Malen, aber gibt es andere Tricks, wie das quasi irgendwie... Also du sagst Sport, du gehst raus, nein, tust nicht, es muss einfach irgendwann kommen.
Paul Schrader: Ich bin relativ viel auf Reisen und das ist eigentlich ganz schön, weil du immer wieder was Neues siehst, aber du brauchst es gar nicht wegzuwerden. Also du kannst auch die Augen zumachen und dir was vorstellen. Ich glaube, darum kann ich so gut in Hamburg malen, weil das Wetter hier einfach so schlecht ist.
Martin Werner: Aber kann das dann, wenn du dir das vorstellst und die Augen schließt, kann das von Biss sein? Kann das mal ein Strand sein oder ein griechisches Dorf, wie du gerade sagtest oder ein Auto oder ist der Rahmen schon irgendwie, dass du sagst, natürlich geht das bei mir immer in die und die Richtung?
Paul Schrader: Genau, also bei mir ist es weniger konkret als so ein Farbspiel und so eine Farbwelt, so eine, eher eine Stimmung als jetzt ein konkretes Auto. Also zum Beispiel, wenn ich die Bilder in New York gemalt habe, sind da auch keine Wolkenkratzer zu sehen, aber was man hat, ist die Leinwand aus New York, die wieder anders ist, hat eine andere Haptik, die verhält sich wieder anders, es sind andere Farben, es sind andre Maße, du kriegst ja nur Inch, also das ist... Von dieser ganzen Aura irgendwie was anderes und du weißt ja natürlich, wo es gemalt ist, das finde ich eigentlich spannend, also das letzte war, in Tribeca hatten wir ein Apartment und da gab es ein kleines Kinderzimmer, da habe ich das Bett hochgeklappt an die Wand, dachte mal, wenn das jetzt runterfällt, da haben wir so zwei Bilder drauf und dann hatten die da eine Dachterrasse, oder es war keine Dachterasse, sondern es war ein Dach einfach unbebaut, da mussten wir mal hochschleichen. Und hoffen, dass einer keiner runter scheucht, aber das war cool. Und das ist alles irgendwie in den Bildern mit drin, obwohl es natürlich nicht mit drauf ist, aber es ist so.
Arndt Ziegler: Du hast mal gesagt, dass du keine Lieblingsfarbe hast, oder habe ich das wieder falsch verstanden? Nein, das ist richtig. Das habe ich richtig verstanden, weil es einfach so viele Norsen gibt. Jetzt frage ich mich, eher als Laie, wenn jetzt, also eine spannende Frage finde ich, wenn dir jetzt jemand sagen würde, du darfst bis an dein Lebensende nur noch drei Farben benutzen, welche wären das?
Paul Schrader: Du musst es ja einfach, dann nimmst du einfach die Grundfarben, dann kannst du ja alles mischen.
Arndt Ziegler: Nein, du darfst nicht mischen. Du darfst es nicht mische. Du darf es nicht misschen. Also du hast so ein Bild und hast immer so drei, ja genau das. Nein, Du darf keine neuen Farben entwerfen. Also quasi du hast drei Farben und mit denen musst du bis an dein Lebensende zurechtkommen, welche wären es?
Paul Schrader: Nein, aber ich finde auch, wenn man blau sagt, dann ist das ja nicht, es gibt ja 10 Millionen, 20 Millionen Blautöne. Können ich so einen Metallic Blau nehmen? Mein Papa hatte so einen Civic in den 80er Jahren wahrscheinlich, der hatte so ein Metallic-Blau, das fand ich echt cool. Also es geht so in die Richtung. Wenn man das Magazin hat, auf Seite... Wir können auch noch kaufen, das Juni-Magazin bitte. Denn ich würde die drei Farben nehmen, also so einen blau, so einen bärigen Ton und so einen gelb, aber zum Glück.
Arndt Ziegler: Es war ja nicht so limitiert. Also ist jetzt eine witzige Frage, aber kannst du das erklären? Also warum gerade die?
Paul Schrader: Ich habe keine Ahnung. Also ich glaube, Baske hat mal in so einem Interview gesagt, das habe ich gelesen, dass man immer unterbewusst zu denselben oder eher unterbewusst immer zu denseln Farben greift. Und das ist ja eine Wahl, die super komisch ist, weil das ist an nichts gebunden. Also es könnte ja genauso grün sein oder braun oder so. Also ich glaub, das ist wirklich hochgradig unterbewust.
Martin Werner: Hast du für dich irgendeinen persönlichen Schatz, irgendein Bild, wo du sagst, da hängt so viel dran, das würde ich niemals verkaufen, was nur für dich ist, um dir zu zeigen, was du da kreierst? Oder ist es... Ja und nein, also ich...
Paul Schrader: Ich würde eigentlich alle Bilder behalten, aber dann ist man halt einen falschen Beruf und dann wird man auch irgendwie so ein Messi. Und man braucht auch wieder weiße leere Wände, um weiterzumachen. Aber es gibt ein Bild, was ich in New York gemacht habe, das war so ein besonderer Moment. Das ist bei mir in der Küche und das wird nicht verkauft oder ich sag mal erst mal nicht. Aber das ist so das eine, was Ich habe.
Arndt Ziegler: Wenn das ein besonderes Bild ist für dich. Ich vermute so deine Freunde oder deine Familie, die vermutlich, so viele hab ich noch gar nicht über deine Familie oder so erfahren, die werden ja vielleicht deine Fans sein und deine größten... Ich hoffe. Du hoffst. Schenkst du denen ab und zu Bilder?
Paul Schrader: Also meine Mutter hat ein Bild und meine Schwester hat zwei, glaube ich, ja. Aber eigentlich verschenke ich keine Bilder auch nicht an Familie. Okay. Weil das nimmt halt kein Ende. Also Familie, gute Freunde und so weiter und so fort. Da muss man einfach strikt sein.
Martin Werner: Aber du hast auch mal gesagt, du machst keine Auftragsarbeiten. Also wie kommt man dann dazu, dass du sagst, das Bild ist jetzt genau das Richtige für meine Mutter oder das ist das, was ich meiner Schwester schenke?
Paul Schrader: Da haben die mir so in den Ohren gelegen.
Arndt Ziegler: Was ist das für ein Bild, was deine Mutter hat? Konkret.
Paul Schrader: Ich finde es gar nicht mal so... Es war eigentlich eher eine Skizze, aber sie wollte es unbedingt behalten. Und dann habe ich gesagt, ja gut. Und ich muss sie ja immer noch haben. Also das hängt da seit vier, fünf Jahren ungerahmt. Ja, sieht man mal was für ein Sohn ich bin.
Arndt Ziegler: Das meinte ich nicht.
Paul Schrader: Und meine Schwester hatte ein Bild. Und die war in Argentinien ein Jahr lang. Und das Bild stand noch bei mir. Dann habe ich es irgendwann verkauft. Da war die richtig sauer. Hat sie auch nicht abgeholt. Und dann hat sie danach eins gekriegt. Und dann fand sie noch eins so schön.
Arndt Ziegler: Hat sie das, glaube ich, auch gekriegt.
Paul Schrader: Abstrakt, large scale. Also es sind ja große Arbeiten und abstrakt. Aber darunter kann man sich unter den zwei Begriffen jetzt auch noch nichts vorstellen. Was es, glaube ich, ganz gut trifft, sind so abstrakte Farbwelten. Aber auch das könnte ja jetzt ehrlicherweise alles sein. Schwierig. Das gut ist ja, man hat ja immer das iPhone dabei. Und dann kann man sagen, wenn Leute fragen, was machst du eigentlich? Dann kann man es immer mal zeigen. Die größten Bilder, um sich das mal vorzustellen, sind drei Meter mal zwei Meter. Also drei Meter ist wirklich riesenlang. Das ist länger als so ein großes Auto. Und das ist dann halt eine Riesenfläche. Und die kleinen Arbeiten sind ein Meter mal 1,40. Das ist auch nicht klein. Das ist schon ein großes Format. Und dann gibt es so ein mittleres Format, auf dem ich gerne arbeite, ein Meter 50 mal zwei Meter. Und gut, all die Zahlen, da kann man sich jetzt auch nichts vorstellen. Ich glaube, man muss sich einfach mal angucken.
Martin Werner: Ich habe mich im Vorfeld gefragt, ich beschäftige mich auch immer mal so ein bisschen mit Kunst. Und da habe ich mir gedacht, wann ist Kunst eigentlich Kunst? Also kann man oder beurteilt das eigentlich am Ende des Tages jeder für sich selbst, weil ich jetzt zum Beispiel aus dem Urlaub irgendein Andenken mitbringe und für mich entscheide, das ist für mich jetzt Kunst. Gibt es irgendwie eine Definition oder kann das irgendjemand bestimmen?
Paul Schrader: Nee, ich glaube, das kann niemand bestimmen. Ich glaube, es gibt so ein paar Kriterien, wie neu ist die Idee, die man da macht. Aber am Ende ist es natürlich, müsst ihr ja vorstellen, wir sind alle Menschen, die auf die Welt gekommen sind und irgendjemand denkt sich mal was aus und die Leute folgen dem dann oder eben nicht. Und es ist, glaube ich, so eine Mehrheitsentscheidung vielleicht auch. Also... Ja, aber das darf auch jeder für sich selbst entscheiden. Ist, glaube ich, ganz schwer. Also, wie Beuys sagt, alles ist Kunst. Da kann man vielleicht noch ein bisschen differenzieren. Aber das ist eine gute Frage, das kann ich auch nicht sagen.
Arndt Ziegler: Gibt es eine Stimmung, in der du am besten malst?
Paul Schrader: Ja, wenn ich Zeit habe, so einen ganzen Tag frei, ohne Termine im Atelier und die Idee dazu. Das ist eigentlich das Schönste. Was natürlich oft ist, entweder hat man keine Idee oder man hat so einen zerstückelten Tag. Also um zwei Stunden zu malen brauchst du eigentlich sechs Stunden. Das habe ich meiner damaligen Freundin immer erklärt oder so versucht zu erklären. Um zu malen, dann brauche ich zwar jetzt nicht sechs Stunden, aber ich brauche die sechs Stunden doch irgendwie, um in diesen Flow reinzukommen. Und da geht wahnsinnig viel Zeit irgendwie so nebenbei verloren, die aber wichtig ist. Also, das ist keine Fließbandarbeit. Man fängt da an und hört auf nach einer Stunde und hat dann das, was man machen wollte, sondern das ist so ein freier Prozess, den man auch gar nicht so steuern kann. Wo man wirklich viel verplempern muss, also auf eine gute Art und Weise.
Arndt Ziegler: Jetzt ist die Zeit, was du sagst, das eine. Aber was ist bei dem Thema Emotionen? Also ist das so, hast du auch mal schon mal richtig wütend ein gutes Bild gemalt oder traurig? Oder ist das eher, was so sagst? Na ja, meine Kunst ist eher so, ich möchte fröhlich, ich möchte positiv sein, deswegen mag ich es, wenn ich gelöst bin und male, oder?
Paul Schrader: Also traurig geht es sehr gut.
Arndt Ziegler: Wütend.
Paul Schrader: Bin ich hoffentlich, oder eigentlich nicht so oft, also wütend, glaube ich, geht nicht. Also, ist man sauer auf irgendwas, dann traurig geht gut, weil du bist alleine, das ist eigentlich auch eine schöne Ablenkung, du kommst da irgendwie in deine Welt rein. Aber meistens ist man eigentlich ganz zufrieden, würde ich sagen, nicht unbedingt glücklich. Also glücklich ist er dann so. Irgendwas Schönes ist passiert und du hast so ein Glücksgefühl, aber so eine gesunde Base Level Zufriedenheit ist, glaube ich, das Beste.
Arndt Ziegler: Aber kannst du mal einen Moment beschreiben, als du traurig so ein Bild gemalt hast? Also wenn ich traurich bin, wäre das Letzte, was ich wollen würde, ist kreativ zu sein. Ja, kein Problem. Dann lenke ich mich mit irgendwas ab, oder im Zweifel lege ich mich nur hin und so. Und wenn du dann genug gelegen hast,
Paul Schrader: dann musst du mal aufstehen und dann... Also Ablenkung ist ja dann wirklich das Beste, aber gebe ich dir schon recht, also es ist jetzt nicht der beste Mut, um das zu machen. Aber es geht, es geht irgendwie. Also dieses, okay, ich raff mich jetzt auf und fang an. Also dieses Anfangen, Ablenken, sich eine neue Welt bauen. Und das ist tatsächlich krass, weil... Die Kunst und die Bilder und die Malerei, das ist schon meine größte Liebe. Also da muss erst mal ein Mensch auch mithalten können, der so wichtig ist wie so Malerei. Weil das so eine...
Martin Werner: Ja, so einen großen Teil des Lebens einnimmt. Ich finde das sensationell, wenn man das so sagen kann, dass man so seine größte Liebe gefunden hat in etwas, so wie es bei uns jetzt hier der Podcast ist.
Arndt Ziegler: Was würde denn deine Partnerin dazu sagen, Martin, wenn du dir sagen würdest? Also das ist ja echt eine spannende Frage. Also ja, finde ich auch total cool, spüre ich das super, aber...
Paul Schrader: Du schließt ja niemanden aus, du kannst ja malen und...
Arndt Ziegler: Gut. Aber das Blödsgefühl, was dir das Malen gibt, ist schwierig, wenn ich es richtig verstanden habe, dass dir das eine Person gibt. Richtig. Nee, das jetzt auch nicht.
Paul Schrader: Okay. Klar. Ja, ja. Das sind zwei andere Arten von Blödsgefühlen, die auf Parallel gehen. Aber es macht mir unfassbar viel Spaß, so im Studio einfach so einen Tag freie Zeit zu haben und dann kannst du dich auch abends treffen. Also das kannst du ja alles zusammen mixen. Aber das ist schon eine Riesenbereicherung, wenn man im Leben irgendwas macht, was einem so richtig Spaß macht. Also oder wo man... So einen Inner Drive hat, das ist, glaube ich, das richtige Wort. Das geht leider auch nicht aus. Also du kannst auch im Urlaub sein und dann bist du zwei Wochen mal off, aber danach springt das sofort wieder an. Oder auch eigentlich währenddessen. Also das ist so eine schöne Qual.
Arndt Ziegler: Das ist total beneidenswert, finde ich, wenn man von sich behaupten kann, dass man sowas hat. Ich glaube, das haben nicht alle.
Martin Werner: Das haben eher ganz wenige. Also dass die sagen, ich mache das, was mir wirklich Spaß macht und ich liebe das, wofür ich jeden Tag aufstehe. Jetzt mal Familie und Co ausgeklammert. Aber dass du einen Job hast, der dich so erfüllt, dass du jeden Tag sagst, ich setze mich damit auseinander und das ist das, was ich machen will, finde ich sensationell.
Arndt Ziegler: Wir sind ja jahrelange Podcast-Profis und deswegen hat Martin jetzt einen super Übergang zum Thema Job geschaffen. Und da müssen wir natürlich jetzt einmal, weil uns das natürlich auch echt interessiert, zu dieser Cut, den du in deinem Werdegang hast. Da müssen wir einmal darauf zu sprechen kommen, weil für uns ist so gibt es nichts Gegensätzlicheres als diesen kreativen Spray-Kopf, der dann irgendwann sagt, jetzt werde ich vom kreativem Rebellen plötzlich zum Wie sage ich das denn jetzt vorsichtig? Eher analytischen Rechtsanwalt. Also wieso? Ich wollte eigentlich Journalist werden.
Paul Schrader: Also eigentlich wollte ich Pilot werden. Ich hatte diesen Test bei Lufthansa bestanden, zwei Tage Assessment Center, hatte aber zu viele Punkte in Flensburg. Das ging dann nicht hin. Und dann ist man schon raus? Dann ist man raus, ja. Ernsthaft? Und dann hätte ich vier Jahre warten müssen, bis die Punkte da verfallen sind. Und dann wollte ich Journalist werden. Und dann sagte mir ein Freund, der Vater, der war bei der Zeit Redakteur und der sagte, ich studiere irgendwie Geschichte oder Jura oder sonst wie was. Und dann dachte ich, ja gut, dann studiere ich Jura. Wusste aber nicht, was auf mich zukommt. Als kreativer Mensch eigentlich. Also ein hartes Studium, gerade wenn man so ein bisschen freier denkt und nicht so sehr schematisch. Und ich hatte dann aber angefangen, wusste gar nicht, was auf mir zukommt, habe das dann gemerkt. Und bin dann im dritten Semester nach Freiburg gegangen, weil ich in Hamburg das, glaube ich, nicht weiter gemacht hätte und dachte, ich schließe mich da jetzt ein und mache das. Und bin dann wiedergekommen, habe meine Doktorarbeit an Max-Planck-Institut geschrieben. War dann irgendwie so weit in dem Ganzen und habe dann noch das Referendariat gemacht. Und dann haben alle angefangen, als Rechtsanwälte zu arbeiten.
Arndt Ziegler: Habe ja auch als Rechtsanwälte angefangen. Aber du scheinst ja auch gut gewesen zu sein. Das klingt jetzt so, wie habe ich mal gemacht.
Paul Schrader: Das ist mir sehr schwer gefallen, weil ich eben kreativ denke und nicht so schematisch. Ich glaube, wer schematische denkt, bei mir war immer alles durcheinander. Aber du kannst das natürlich lernen mit sehr viel Zeit und Aufwand und Fleiß. Geht da schon. Und dann war ich auch gut. Und was dann in der Kanzlei am Ende spannend ist eigentlich, dass das Juristische kannst du dann oder musst du können auf dem Level. Und wenn du dann aber noch kreativ bist, dann mögen die Mandanten irgendwie ganz gerne. Und du kannst so Sachen ganz gut reinfühlen. Und ich war gut in Prozessen. Also ich habe viel Prozessrecht gemacht. Und das hat mir immer Spaß gemacht. Und dann, wo es eigentlich gleich ist oder ähnlich, also sagen wir, alles Jura hast du auf der Festplatte drauf, dann hast du eigentlich nur ein Text und du schreibst ja. Und du kannst den schön schreiben oder nicht so schön. Und das war dann eigentlich die Arbeit. Also so eine Perlenkette aufbauen und das eigentlich literarisch fasst. Und das ist gar nicht so weit weg von der Kunst.
Arndt Ziegler: Das ist jetzt mal ein Shoutout an alle Rechtsanwälte da draußen. Genau, cool. Ja, ich habe auch ein paar Kumpels. Die Anwälter sind hier, werde ich das mal zu hören geben. Dann werden sie ihren Job nochmal besonders zu schätzen. Das wäre doch gut. Aber hast du denn, weil du sagst, der kreative Kopf, hast du den unterdrücken müssen während deiner ganzen Anwaltszeit oder hast du nebenbei gesprayed, gemalt? Ging das weiter nebenbei? Ich habe in der ganzen Zeit ein Bild gemacht.
Paul Schrader: Nee, ich habe in der Zeit war ich eigentlich untergetaucht, sozusagen kreativ.
Martin Werner: Dann nicht so in dir geschlummert. Und das war eigentlich wie so ein Kochtopf, der dann irgendwann über brodelt, dass du sagst, ich muss hier raus, ich muss wieder Kunst machen.
Paul Schrader: Nee, das war eigentlich so, dass ich so beschäftigt war mit Examen und Lernen und Doktorarbeit schreiben. Ich bin dann immer gerne, wenn man Urlaub hatte oder so, in eine Galerie gegangen, in Ausstellungen gegangen. Also so Passivkunst, das hat mich immer weiter interessiert. Und dann habe ich, als ich angefangen habe zu arbeiten, in der Kanzlei so ein ganz normales Wochenende gehabt. Und dann hab ich wieder angefangen zu malen. Weil ich dann auf einmal wieder so Freizeit hatte. Also nach dem Feierabend war irgendwie, ich konnte gut immer den Computer zuklappen und war irgendwie dann raus und hatte abends so ein Feier Abend und auf einmal so eine verfügbare Zeit, wo du nicht so einen Lernstress hattest. Aber du musst dir vorstellen, auf dieser Examsvorbereitung, da schreibst du Probeklausuren noch am Samstag und Sonntag ist auch irgendwie Scheiße so halbfrei. Du hast immer so, ich hab noch nicht genug gemacht. Also da bist du immer unter Stress. Und das hatte ich dann beim Arbeiten nicht mehr. Und dann konnte ich wieder malen. Und dann ist das daraus.
Martin Werner: Und das hat dann immer mehr Fahrt aufgenommen oder wurde immer lauter, dass du irgendwann gesagt hast,
Paul Schrader: Scheiße, ich muss hier raus, ich... Nee, das auch nicht. Ich hatte dann nur auf einmal 2 Jobs nach 6,5 Jahren, wo ich das parallel gemacht hab. Also Kunst war am Anfang ganz klein, ganz viel Kanzlei. Und dann wurde Kunst immer größer. Sodass ich mir Urlaub genommen hab, oben zu malen. Und dann am Ende noch 80% gearbeitet hab, damit ich den Freitag frei hab, damit ich mehr malen kann. Hab teilweise Meetings in der Mittagspause gehabt. Leute wollten Bilder kaufen, ich war gar nicht erreichbar, weil ich natürlich das Handy im Flugmodus hatte, in der Kanzlei war. Und dann, das ist aber auch so eine Spirale. Wenn man irgendwas nicht kann, dann will man es natürlich umso mehr haben. Und dann hatte meine damalige 1. Galeristin eine Ausstellung organisiert. Und die war nach 4 Tagen ausverkauft. Und das war eigentlich so ein Punkt, wo ich dachte dann, hey, das wird so crazy. Und ich weiß noch, der 1. Punkt wirklich, wo ich... Richtig geflasht war, weil es ein Bild 4.000 Euro gekostet hat. Das war so... Das ist so viel Geld für ein Bild von... Ja. Das ist der Markt tatsächlich. Also der Sammler bestimmt, was er bereit ist, auszugeben. Aber jetzt nicht in einer 1 zu 1-Situation, sondern du hast ein Bild und 10 Interessenten. Und insofern, ja, ist so ein wirklicher Markt einfach, ja. Auf einer Auktion sieht man das eigentlich ganz schön. Dann sind am Anfang 10 Bieter vielleicht, dann sind es noch 5, dann hast du am Ende 3, dann hast vielleicht noch 2 und dann ist das der Endpreis am Ende.
Arndt Ziegler: Bei welchem Wert sind deine Bilder jetzt? Bei 70.000 habe ich das richtig gelesen oder sind sie...
Paul Schrader: Die großen sind bei 80.000 und die kleineren sind bei 30.000. Also 27.500 und die springen dann immer so nach einer Weile und die gehen jetzt auf 30.00.
Arndt Ziegler: Jetzt hast du gerade gesagt, dass die 4.000 sich schon unreal angefällt haben. Jetzt ist es bei 80.000. Was macht dieser Wert mit dir? Löst das noch was aus oder ist es so, hey, was soll ich machen? Das ist halt der Markt.
Paul Schrader: Und hoffentlich kommt da noch mehr.
Arndt Ziegler: Klar, irgendwann bist du dann bei so einem angekommen, auf so einem Niveau.
Paul Schrader: Ja, also ich glaube...
Arndt Ziegler: Na du, jetzt weiß ich nicht, genau. Oder vielleicht noch, aber ja, ich weiß.
Paul Schrader: Aber die, genau, das ist dann die Bewertung einfach der Arbeit und dafür hast du ja auch diesen Unterbau, der das... Also es ist etwas ganz Organisches, ne? Also fängt bei 4.000 an und geht dann so in kleinen Trippelschritten.
Arndt Ziegler: Kennt man als Künstler die Käufer der Bilder? Und dann... Oft, ja. Ja, oft und du musst ja jetzt keine Details nennen, aber was sind das so für Menschen? Was sind das für Menschen, die sich für 80.000 ein Bild von dir kaufen? Ist es eher jüngere, ältere, sind das vornämlich in Deutschland oder auch weltweit? Wie ist so dein Käufe?
Paul Schrader: Bilder muss man glaube ich immer in echt sehen, in der Regel hilft das jedenfalls und darum ist es ein bisschen lokaler Markt, ne? Also darum gibt es eine Ausstellung auch, oder gab es in New York zwei oder drei Ausstellungen. In Miami und in LA war jetzt die letzte im November. Da macht es Spaß diesen amerikanischen Markt aufzubohren, aber du musst dann halt auch vor Ort sein. Und das sind eigentlich Leute, ich würde mal sagen, so zwischen 30 und 50. Die in irgendwas gut sind, die irgendwo mit Erfolg hatten und ganz gemischt, was das jetzt auch ist. Und das ist ja das Letzte, was du brauchst. Also das braucht ja eigentlich keiner, aber ist natürlich auch Kunst. Also Kunst kaufen braucht ja jetzt keiner. Das ist ja anders als in den Supermarkt zu gehen und Brot und Butter zu kaufen, das braucht jeder. Aber Kunst ist sowas Überflüssiges, aber irgendwie auch sowas Schönes.
Arndt Ziegler: Aber Kunst macht ja glücklich, ne? Kunst löst was aus, Kunst macht im Zweifel das, was dich wohlfühlen lässt zuhause, die entsprechend finde ich ja jetzt nun mal gar nicht, dass das überflüssig ist. Nein, aber du weißt, was ich meine, es wäre das Erste, worauf man verzichten könnte. Vergleichen mit einer Reisdose oder einer Kartoffel, die ich brauche, ist schon klar, aber ich finde sowas ist in dahingehend total sinnig, wenn es positive Emotionen auslöst, ist es ja das Schönste, was es gibt.
Paul Schrader: Ja, und darauf ist ja auch unsere Gesellschaft und die ganze Menschheit eigentlich angelegt. Also wir essen ja nicht alle nur Reis und Vegetieren vor uns hin, sondern versuchen ja schöne Dinge zu machen. Ob es jetzt beim Sport ist, ein Fußballspiel anzugucken, was ja auch unnötig ist. Klar, ja genau. Aber das ist ja ein bisschen mehr als existieren und die Zeit, die man da ist, versucht man ja irgendwie so sinnvoll, schön und spannend auch zu gestalten.
Martin Werner: Und ist den Käufern daran dann gelegen, dass die dich auch als Mensch, als Künstler kennenlernen wollen? Spielt das eine Rolle? Also ich kann nur sagen, das wäre ja noch ein Pluspunkt für dich. Sympathie ist ja noch mal ein Mehrwert. Wenn ich jetzt in die Galerie gehe und das Bild da hängen sehe, bekomme ich ja keine Zusatzinfos.
Paul Schrader: Ich glaube, viele Leute interessiert das. Also es gibt manche, die es nicht interessiert, die wollen das Bild haben und dann ist gut und das ja auch fair. Und viele Leute wollen aber mal im Studio vorbeikommen, sehen, wo es herkommt. Und das ist ja auch was ganz Langsames. Also man kauft jetzt nicht ein Bild, zack, wie bei Amazon ein T-Shirt oder so, sondern das dauert, man guckt sich das an, man kommt noch mal vorbei, man geht vielleicht noch mal essen. Also eigentlich ist das toll, weil man Leute so kennenlernt. Es gibt auch Künstler, die sagen, ich will eigentlich nur im Studio sein, malen und arbeiten. Und der Galerist soll verkaufen und ich möchte gar nicht mit Leuten reden. Ich finde das immer spannend, also mir hat das immer Spaß gemacht. Und ich habe das auch so aus der Kanzlei mit den Leuten, mit denen man da in Kontakt ist, ich fand das immer toll. Und der Job ist ja sowieso eher ein einsamer. Also wenn man im Studio, im Atelier steht. Und insofern finde ich diesen Switch ganz cool auf einer Ausstellung, dann die Leute zu sehen, dann hat man so einen zweigeteilten Job eigentlich. Und dann das Mittelding ist wahrscheinlich, dass es ein Studiobesuch ist und man abends essen geht. Das ist dann so im kleinen Rahmen eine kleine Ausstellung sozusagen.
Martin Werner: Ich habe noch eine Sache, die mir unter den Nägeln brennt. Du hast eben so einen kurzen Fußballvergleich angestellt. Ich komme aus dem Fußball und da gibt es dann halt deutsche Meisterschaft, Champions League, Weltmeisterschaft. Du hast von Werten gesprochen, dass das mal mit 4000 angefangen hat, jetzt bei 80.000 ist. Gibt es da so Ziele, wo man hin will? Gibt das so, dass du sagst, mein Traum ist es, einmal ein Bild für x 1000 Euro verkaufen? Nee.
Paul Schrader: Also das Einzige, was man natürlich als Künstler, wo man sich sehr darüber freuen würde, wäre, wenn man im Museum hängt. Aber das kann man nicht planen. Also das Museum fragt die Künstlern nicht andersrum. Und Monitär ist... Das ist nicht der Treiber sozusagen. Also der Treib ist wirklich das nächste Bild zu malen, was nachher wieder ins Studio zu gehen und das Beste zu geben und die Idee, die man hat, auf die Leinwand zu bringen.
Arndt Ziegler: Was ist, wenn das Beste, was du gibst, nicht reicht, um positive Kritiken zu bekommen? Bist du jemand, der sich negat...
Paul Schrader: Ja, das ist ja das Schöne, dass man es für sich selber erst mal macht. Und wenn man sich selber begeistert, dann kann man, glaube ich, auch da stehen und dann darf auch jemand anderes sagen, ich finde das nicht so gut. Und dann kannst du aber trotzdem mit geradem Rücken da stehen und sagen, ey, ich finde es geil. Und ich finde so, das genau war die Idee, so umgesetzt, das Bild fliegt für mich. Und dann ist das auch vollkommen okay, wenn jemand sagt, ich...
Arndt Ziegler: Aber das war ja vermutlich nicht immer so, oder? Das kannst du in deiner jetzigen Position sagen, wo du erfolgreich bist. Finde ich das jetzt erst mal leichter, das zu sagen. Warst du aber generell schon immer jemand, der relativ robust mit Kritik umgegangen ist? Oder gab es Zeiten, in denen du dich hast auch verunsichern lassen?
Paul Schrader: Ich hatte immer diese Scheuklappen auf, weil ich ja eigentlich diesen anderen Beruf noch hatte. Also ich habe das ja gar nicht gemerkt. Also ich saß ja in der Kanzlei und habe eigentlich was ganz anderes gemacht und hatte dadurch eine wahnsinnige Freiheit, weil ich nicht auf einen Sammler angewiesen war und machen konnte, was ich wollte. Das war einfach mein... Und da konnte mir das auch keiner kaputtreden. Und das war eigentlich ganz cool. Und ich glaube, diese Freiheit, die braucht man. Also dass man... Man darf das nicht für andere machen. Das funktioniert nicht. Das ist für einen selbst. Und solange man da selber glücklich ist, ist das das A und O. Und wenn es dabei passiert, dass man andere Leute begeistert, dann ist das schön. Aber das ist nicht selbstverständlich.
Martin Werner: Wir machen einen kleinen Ausflug mal in die digitale Welt. Du bist sehr aktiv auf Instagram. Da hat man direkt einen Einblick auf deine Bilder, kriegt so ein Gefühl dafür, wer ist Paul Schrader? Was macht der so? Also mich zieht das total an, weil ich sowohl dich als Person erlebe, kennenlerne und auch die Kunst sehe und kriege direkt einen Zugang für dich. Ist das ein wichtiges Tool, Instagram, dass man auch darüber Sichtbarkeit...
Paul Schrader: Ich glaube schon. Also das ist ja so was ganz Normales geworden bei Künstlern. Früher war das anders. Aber mittlerweile hat ja, glaube ich, jeder Künstler eigentlich einen Instagram-Account. Außer vielleicht... Also in Kiefer habe ich immer geguckt, der war... Also ein toller Maler, aber der Instagram-Acount ist sehr spartanisch. Aber dadurch hast du mal so einen ersten Zugang. Und was ich schön finde, ist, dass eigentlich... Auf Ausstellungen dann dieses Digitale ins echte Leben gehoben wird und dann die Leute wirklich kommen und sich die Bilder anschauen und sagen, ich habe das auf dem Handy gesehen, das sieht so ganz anders aus, weil drei Meter, das kannst du nicht abfotografieren. Das sieht... Also da kannst du auch einen Stuhl daneben stellen, das erkennt man nicht. Und dann stehst du da vor und wirst von so einem Bild wirklich so überwältigt. Und insofern ist das so ein Aspekt von...
Arndt Ziegler: Wo wir bei dem Thema digital sind, bist du jemand, wie es ja viele Künstler äußern, aus unterschiedlichen Gewerben, der so ein bisschen Angst auch vor KI hat? Dass irgendwann mal, also jetzt ganz böse gesagt, KI dich mal ersetzt, weil ich weiß nicht, wie weit KI dahingehend schon ist, aber wenn ich jetzt eine KI vernünftig prompte... Mit allem Futter von dir, mit allen Bildern, mit allen Farben, mit allem Und dann sag ich jetzt entwirfe mal das Neue in Blau. Gehaltener Bild von Paul Schrader und dann kommt da ein Bild raus. Ist das was, womit du dich beschäftigst?
Paul Schrader: Also ich bin da fest davon überzeugt, dass das geht und dass da auch ein schönes Bild rauskommt. Aber was bei der Malerei ja so schön ist, ist dieses Analoge. Also das wirklich, wenn du ins Museum gehst und stehst vor dem Picasso, dann stand der da vor und hat seine Nase irgendwie an die Leinwand gedrückt und hat den Pinsel aufgetragen. Und das, diese Aura, ist ja, was das Bild wertvoll macht. Also wenn du dir die Mona Lisa anguckst und weißt, da war Leonardo da Vinci. Und hat das in der Renaissance in Italien gemalt. Das ist doch krass. Und natürlich könntest du da den Himmel jetzt noch blauer machen mit KI oder die noch schöner oder wie auch immer. Aber Kunst ist ja eigentlich dieser Moment, wo Künstler und das Medium irgendwie so zusammenkommen. Und wenn du ein Kunstwerk dir anschaust, dann ist es immer auch vom speziellen, starken Charakter oder jedenfalls ein markanter Charakter, der das gemacht hat. Ob das ein Van Gogh war, ob das ein Picasso war, ob das da Vinci war. Man hat oder Basquiat, Warhol, Saitombli. Man hat immer den Künstler mit dem Werk zusammen. Also ich glaube, dass KI natürlich das Werk kann, aber ohne Aura. Und ehrlicherweise die KI-Bilder, jetzt da sind ja alle schön, aber sie sind ja langweilig. Also das ist ja jetzt schon sofort eingetreten, dass es so eine Langeweile ist in so einer perfekten Schönheit, perfektes Rendering. Ich glaube, es wird krass, aber ich habe da eine geringe Sorge.
Arndt Ziegler: Also ich drückte da auf jeden Fall die Daumen. Also bei allen Künstlern, ehrlicherweise. Alles, was kreativ passiert. Ich habe mal ein Interview gemacht mit Sebastian Fitzig, mit dem Krimiautor an dem Deutschen. Und der meinte auch, also er markiert mittlerweile seine Bücher. Das steht hinten drin. Garantiert ohne KI-Einsatz. Und er sagt schon, dass... Er auch Bücher gelesen hat oder Teile auszugegelesen hat, die einfach auch gut waren. Und ich glaube, je nach Kunst, vielleicht Musik oder Schriftstellerei oder... Deine Art der Kunst ist noch mal unterschiedlich, aber ich bin sehr gespannt, was da noch passiert. Auf jeden Fall, aber für mich auch. Diese Aura, dieses Besondere, dieses Menschliche dahinter ist in meinen Augen auch nicht zu ersetzen.
Paul Schrader: Was ich jetzt mal gemerkt habe, ist, du nimmst ein Bild oder du hast ein Bild an der Wand hängen, machst einen Snapshot und hast das eigentlich relativ krumm abfotografiert. Und dann kannst du das aber in chat.jpt geben, sagst, mach mir das bitte gerahmt in einer Galerie in New York. Und dann kommt ein Top, also das gleiche Bild, das Bild ist nicht KI generiert, aber dann kommt einen Top-Ausschnitt von... Wie das Bild in der Galerie in New York hängt. Also bräuchte es eigentlich keine Ausstellung mehr da zu machen, wenn du es für Instagram brauchst. Aber es sieht trotzdem irgendwie künstlich aus. Und die Leute waren ja auch nicht da. Aber das fand ich schon krass, was da geht. Und dann kannst du sagen, das Ganze bitte in der Galerie, in LA, und da steht deine Palme vor der Tür.
Arndt Ziegler: Und sieht aus, als ob es in LA ist. Hast du, Paul, irgendwas so vor dir, was dir so auf der Seele brennt, hier auch noch mal so loszuwerden? Also was sind deine Projekte demnächst? Was steht so an bei dir? Worauf können wir uns freuen?
Paul Schrader: Ich hoffe, Zürich kommt jetzt irgendwie im Herbst. Und Wien würde ich auch sehr gerne machen. Hamburg steht noch so ein bisschen auf der Kippe, ob das dieses Jahr noch was wird. Sonst nächstes Jahr. Und dann ist das Jahr auch schon wieder rum. Das ist Wahnsinn.
Arndt Ziegler: Denkst du gar nicht weiter als?
Paul Schrader: Ich denke immer so drei Monate sehr konkret. Und ich habe mir jetzt über den Sommer so ein bisschen Zeit im Atelier genommen, dass ich Ende September anfange mit den Ausstellungen. Also im August musst du nichts machen, weil da sind die Leute weg, ist zu heiß. Und dann so Ende September wird es wieder ein bisschen voller. Und dann finde ich das eigentlich ganz gut. Kann ich jetzt so die Sommermonate schön arbeiten, mache das auch ganz entspannt, so ist jedenfalls der Plan. Und dann kommt zum Herbst, vielleicht werden es drei Ausstellungen, so bis Weihnachten. Und dann Januar, Februar, da denke ich jetzt noch gar nicht dran.
Martin Werner: Wir denken jetzt leider an das Ende, was uns bevorsteht. Paul, vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank, dass du da warst. Wir schließen immer mit einer Frage, die sich auf das erste Mal bezieht und zwar auf das erste Mal, worauf du dich in Zukunft noch freust. Ja, das weiß ich nicht.
Paul Schrader: Die erste Ausstellung in Zürich vielleicht, da freue ich mich drauf. Da muss ich mal kurz überlegen.
Arndt Ziegler: Darf auch sonst weg von deiner Kunst sein, wirklich was, wo du denkst, okay, ich gucke mal nach vorne. Wenn ich das in nächsten Jahren zum ersten Mal mache, da freue ich mich richtig drauf. Gibt es da was?
Paul Schrader: Ich würde super gern mal in Paris malen, einfach ein, zwei Monate, vielleicht auch sechs Wochen reicht schon in Paris. Malen, das wäre vielleicht ein gutes erstes Mal.
Arndt Ziegler: Was hat dich bisher daran gehindert, das zu tun? Irgendwie der Kalender. Okay, aber und was erhoffst du dir davon, einfach weil Paris Paris ist mit der Geschichte, mit der kunsthistorischen Geschichte? Oder hoffst das da besondere Einflüsse auf dich einfließen? Oder warum gerade?
Paul Schrader: Ich habe einfach mal Lust, da zwei Monate zu leben und dann da zu arbeiten. Und ich finde das eigentlich immer ganz spannend, weil wenn du einfach nur zwei Monate da bist, ohne Auftrag, ist ein bisschen, also dann, so kriegt man eigentlich einen ganz guten Alltag in eine neue Stadt rein. Wenn man da malen kann, dann kann man vormittags malen, kauft Leinwände, Farben, muss man jetzt zurechtfinden. Und dann geht man abends irgendwie aus und dann. Hat man eigentlich so einen Alltag, obwohl man da ja gar keine Wurzeln hat in so einer Stadt. So hat das in New York ganz gut funktioniert.
Arndt Ziegler: Heute toll mit Paris. Vielen Dank für deine Zeit. Danke Paul. Das war ein sehr spannendes, inspirierendes Gespräch. Vielen Dank. Danke, dass du uns so nah an dich angelassen hast. Vielen Dank! Sehr gerne.
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