#23: Musikproduzent Nico Plagemann aka KOLLEKTIV TURMSTRASSE

Shownotes

ADHS als Superpower? Musikproduzent Nico Plagemann über Kreativität, Zweifel und den neuen Sound von Kollektiv Turmstrasse

Was passiert, wenn man eine Diagnose nicht nur als Einschränkung begreift, sondern auch als Schlüssel zum eigenen kreativen Arbeiten?

In dieser Folge sprechen wir mit Nico Plagemann, dem Kopf hinter Kollektiv Turmstrasse, über elektronische Musik, künstlerische Freiheit und einen sehr persönlichen Blick auf ADHS. Nico erzählt, warum Musikproduktion und Musikhören für ihn fast einen meditativen Zustand haben, wie seine Diagnose ihm geholfen hat, sich selbst besser zu verstehen — und weshalb er ADHS nicht als Krankheit sieht, sondern als eine besondere Art zu denken, zu fühlen und kreativ zu arbeiten.

Natürlich geht es auch um seinen musikalischen Weg: von den ersten DJ-Erfahrungen über Vinyl, Haptik und die Magie physischer Musik bis hin zur Frage, warum Musik heute manchmal „wie Fastfood“ wirkt. Nico spricht offen über die Trennung innerhalb von Kollektiv Turmstrasse, über Neuanfang, Selbstzweifel und die Suche nach dem Sweetspot zwischen künstlerischer Integrität und Musikbusiness.

Ein zentrales Thema ist auch sein neues Label Post Hope Audio: ein Ort für Musik, die nicht dem Druck von Algorithmen, Trends und schneller Verwertbarkeit folgen will. Für Nico steht Post Hope für einen Punkt im Leben, an dem große Träume nicht aufhören, an dem man sich aber auch nichts mehr vormacht. Ein Label für Menschen, die zweifeln: an sich selbst, an ihrer Kunst, am Leben. Und die trotzdem weitermachen.

Links

Kollektiv Turmstrasse / Post Hope Audio Website Post Hope Audio: www.posthopeaudio.com Website Kollektiv Turmstrasse: www.kollektiv-turmstrasse.com Instagram: www.instagram.com/kollektiv_turmstrasse Facebook: www.facebook.com/kollektivturmstrasse Bandcamp: kollektivturmstrassemusic.bandcamp.com

Aktuelle Veröffentlichung Post Hope EP auf Bandcamp: kollektivturmstrassemusic.bandcamp.com

Credits

Picture by Victor Moreno Art Direction by Alisha Dabelstein Design

Kontakte

Booking: Daniel / Jackmode — daniel@jackmode.com Social Media: socialmedia@kollektiv-turmstrasse.com Head of Ops & Creative: Alisha Dabelstein — alisha@kollektiv-turmstrasse.com

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Dein erstes Mal, dem Mans Health Podcast.

00:00:06: In diesem Podcast sprechen Männer über ein erstes mal das sie individuell geprägt hat.

00:00:11: Das erste Mal auf der Bühne, das erste Mal scheitern und das erste mal ehrlich mit sich selbst sein.

00:00:16: Ein Gespräch über ängste Glücksmomente Ambitionen und mentale Stärke alle zwei Wochen mit prominenten Männern aus Sport Kultur und Wissenschaft.

00:00:29: unser heutiger Gast ist Nico Plagemann, den die meisten von euch wahrscheinlich kennen dürften als Teil des legendären Produzenten und Musikprojekts Kollektiv Turmstraße.

00:00:44: Wir haben uns auf eine musikalische Zeitreise von neunzehneunneunzig bis heute begeben.

00:00:49: Die Trennung von kollektiv-turmstrasse thematisiert aber auch nach vorne geguckt.

00:00:55: neues Label, Post-Hope was sehr spannend klingt.

00:00:59: Wir

00:00:59: haben mit Nico auch einen Teil gestriffen oder sogar ausführlich behandelt das Thema ADAS weil Nico jemand ist der sehr offen damit umgeht dass vor einigen Jahren das bei ihm diagnostiziert wurde und ja für viele für Martin und mich inklusiv ehrlicherweise war es immer noch so ein bisschen als hey das haben doch in erster Linie Kinder.

00:01:19: aber nein is nicht so und die gehört uns auf sehr Einungsvolle Art und Weise mitgenommen auf seinem Weg, auf seinem ADAS-Weg.

00:01:27: Wir freuen uns darauf wenn ihr rein hört und wünschen euch viel Spaß!

00:01:30: Mit der Folge... ...mit Nico Plagemann.

00:01:33: Moment mal da fehlt ja noch was.

00:01:35: Was fehlt denn dann noch?

00:01:36: Fehlt er nicht doch

00:01:36: was?!

00:01:37: Ah Tee du sagst es!

00:01:39: Es geht auch kein Intro ohne etwas ganz Besonderes.

00:01:42: Sag mal

00:01:43: ich glaube wir brauchen, ihr wisst es da draußen eigentlich hören die meisten Leute das nur deswegen Glocke Martin

00:01:51: Ich habe heute eine Glocke mitgebracht aus dem asiatischen Bereich, in die es da sehr verbreitet.

00:01:56: Viele von euch kennen das wenn ihr mal irgendwie einen Teil an Urbali oder so unterwegs wart.

00:02:01: ich mach's ja einmal kurz.

00:02:09: Für alle die nicht wissen was sie hinter schickt?

00:02:11: Was willst du unseren Hörerinnen und Hörern damit sagen?

00:02:14: Die Glocse aktivieren Freunde, damit dir keine Folge verpasst, supporten kommentieren und einfach Spaß haben!

00:02:23: wie mit der jetzigen Folge.

00:02:25: In diesem Sinne viel Spaß, macht's gut!

00:02:30: Freunde, Freunde, Freunde wir sind wieder da.

00:02:33: eine neue Folge dein erstes Mal Wie immer.

00:02:36: schön dass du an meiner Seite bist.

00:02:38: Arn Ziegler grüßt dich Arnd

00:02:40: Moin Martin ich freue mich sehr

00:02:43: und

00:02:44: das Trio komplett macht heute.

00:02:47: Nico Plagemann von Kollektiv Gummstraße.

00:02:50: moin Niko

00:02:52: Halli hallo Ich grüße euch.

00:02:53: Schön dass Du da bist.

00:02:55: Ja, danke für die Einladung.

00:02:56: Nico du hast gerade im Vorabgespräch gesagt, du bist ein bisschen aufgeregt.

00:02:59: Wir beide, Martin und ich sind ehrlicherweise auch ein bisschen nervös weil wir durchaus ja Kollektiv-Turmstraße hat uns eine ganze Zeit gerade so.

00:03:09: unsere Beginnzeit in Hamburg hat es uns doch sehr begleitet und geprägt.

00:03:15: Erste Frage von mir an dich ist so dein erstes Mal mit ein bisschen Glück würde ich jetzt, glaube ich auch an deiner Stelle sein.

00:03:25: Weil ich früher so zwischen fünfzehn und achtzehn eine grandiose Zeit als DJ hatte.

00:03:31: So auf vierzigsten Geburtstagen

00:03:33: bei

00:03:34: Freunden von meinen Eltern auf Abi feiern und da habe ich schon diverse Seele eigentlich zum Explodieren gebracht.

00:03:41: Wann war denn dein erstes Mal?

00:03:45: Auflegen vor Publikum!

00:03:47: Und wie war das?

00:03:49: Das ist eigentlich ne sehr spannende Geschichte weil es auch so ein bisschen gescheitert muss ich ganz ehrlich zugeben.

00:03:54: Heute darf ich das sagen, es ist jetzt bei schon dreißig Jahren nicht länger.

00:03:57: Ich habe tatsächlich schon von Anfang an eher Musik gemacht war gar nicht der DJ also eher so aus der Produzentenecke und es gab bei uns in der Gegend damals auch das muss Ende der Neunziger gewesen sein.

00:04:08: da gab es dann einmal im Monat einen Rave in einer alten Kirche unten im Keller oder der Klosterkeller mit einem neuen Kloster Und die Promoter, irgendwie war das eine kleine Community.

00:04:20: Es war früher eh mehr Subkultur und man kannten sich ja alle aus der Gegend.

00:04:25: Entsprechend kamen wir ins Gespräch.

00:04:26: Ich habe immer gesagt, dass ich so Musik mache in dem Ball.

00:04:28: Ich glaube, ich war richtig schlecht.

00:04:29: zu diesem Zeitpunkt noch, muss ich ganz ehrlich zugeben.

00:04:33: In diesem Jugendlichen Leicht sind sehr überheblich nicht überhebig aber so überzeugt von mir selbst.

00:04:38: Hey Mensch!

00:04:38: Wie wär's denn?

00:04:39: Kann ich mal bei euch gespielen im Klo?

00:04:41: Der hat dann gesagt, ja zeig doch mal was irgendwie so.

00:04:43: Dann hab ich denen ein paar Sachen gezeigt, da war nicht alles von mir.

00:04:46: Das ist eigentlich so der Entschuldigung.

00:04:48: Aber er fand das gut und hatte gesagt mach' das!

00:04:49: Und das war auch tatsächlich ... Ich glaube es waren neun-neunzig.

00:04:53: Achtundneunzehn, neunneunzig.

00:04:55: Der erste Live-Akt.

00:04:56: Ich war ganz schrecklich, glaub ich.

00:04:59: Ja, das war das erste Mal sozusagen vor Publikum.

00:05:02: Und es war gar nicht so... Der Reiz, der drin bestand eher die eigene Musik zu performen.

00:05:08: Gar nicht so dieses... Darstellen oder so, sondern ich hatte einfach Bock meinen Zaun zu spielen.

00:05:14: Damals schon.

00:05:15: Nimm uns da gerne einmal mit.

00:05:16: Acht neunzigneinundzig Musik machen auflegen wie muss man sich das vorstellen?

00:05:23: Ahnt hat es im Vorgespräch erzählt er hatte sein CD-Koffer noch dabei.

00:05:28: Wie war das damals also heute gefühlt?

00:05:31: jeder macht ein Playlist an und das Ding läuft aber Acht Neunzig Neunzehn.

00:05:34: wie haben wir da das abgehandelt?

00:05:39: Das war eine sehr schöne Zeit an sich, weil du ja quasi im Kontakt warst mit Leuten um Musik zu entdecken.

00:05:48: Also du bist in Plattenläden gefahren und der Plattenladen selbst war schon so ein Filter an sich.

00:05:52: Der hat ja auch nur Sachen eingekauft die er dann irgendwie auch gut fand.

00:05:55: also man hatte ja schon von vornherein wenn du einen Platten Laden gehst einen gewissen Filter einfach durch den Platten laden selbst Und das hat natürlich extrem geprägt.

00:06:06: Das ist auch das, was ich heute extrem vermisse... Ich habe auch sehr viele Playlisten und so etwas aber ich hab da kaum noch einen natürlichen Zugang zu weil mir die Substanz fährt, auch die Haptik und sowas und man weiß dann, ah Mensch, da hatte ich ja die Playlist und da ist der Song drin, aber von früher.

00:06:25: Ich hab auch so viel Platten gekauft und auch CDs natürlich am Ende, aber das was wirklich überdauert hat ist das Fynül.

00:06:33: Also da steht immer noch... Das ist tatsächlich auch immer noch da!

00:06:35: Und das ist auch wo ich jetzt gerade wieder auch im Alter zurück komme.

00:06:38: Wo ich wieder mehr haptik möchte, wo ich wieder meer Seele in der Musik möchte.

00:06:43: Auch dass wir das angucken können, dass Cover sich Zeit nehmen für sowas.

00:06:46: Das ist ja alles nicht mehr da.

00:06:48: Musik ist ja so fast food mittlerweile Und da fehlt mir so ein bisschen... oder hab ich gemerkt, dass das mehr möchte.

00:06:56: Ich möchte viel mehr Zeit mit Musik verbringen und mich wieder mal auf die Couch setzen, das Plattencover von vorne bis hinten angucken, lesen was da draufsteht und sowas.

00:07:04: also wenn das die Frage beantwortet?

00:07:09: Nein, das war super!

00:07:10: Das Wort, ich finde dem Begriff Seele beim Thema Musik ist persönlich extrem wichtig und ich frage mich jetzt auch eine große Frage aber Wie kann man denn der Musik oder den Musikhörenden so ein bisschen wieder was von dieser Oldschool-Säle zurückgeben?

00:07:28: Das ist tatsächlich eine Sache, über die ich ganz viel nachdenke.

00:07:31: Ich glaube es geht ganz vielen musikinteressierten Menschen so wie... wie erreiche ich einfach mehr Qualität im Musikhören auch wieder?

00:07:41: und das geht halt in erster Linie natürlich über physische Tonträger.

00:07:44: gerade Vinyl ist natürlich extrem stark nach wie vor.

00:07:48: Das ist für die junge Generation gar nicht mehr so ein Thema.

00:07:52: So wie für uns, weil wir sind damit aufgewachsen mit diesem physischen Tonträger.

00:07:56: Jetzt fragt man meine Tochter, die ist jetzt zwölf.

00:07:58: Die hat da keinen Zugang mehr.

00:08:00: Für diese ist Spotify was ganz Normales oder weiß ich mal mit den Play-Listen.

00:08:04: Deswegen ... Wir sind auch ein bisschen Dinosaurier in der Hinsicht.

00:08:08: Aber das merke ich, dass auch die Generation im Techno-Bereich gerade wieder extrem anfängt auf Wertigkeit.

00:08:15: zusetzen, also tatsächlich dann Vinyl zu kaufen und weniger digital.

00:08:21: Also ich merke schon so einen gewissen Umschwung.

00:08:23: stark ist der sicherlich noch nicht einfach weil die großen Aggressoren, die halt Musik vertreiben wie Spotify

00:08:30: usw.,

00:08:31: einfach zu groß sind und viel zu große Macht auch haben in dem sie den ganzen Katalog an Musik anbieten können.

00:08:37: für ein Zehner im Monat ja aber so sehe ich das im Moment.

00:08:43: Du hast es gerade so schön gesagt, dass Musik fast food wird.

00:08:48: Wir haben hier zu Hause auch sehr viel Venyl und da kommen auch Freunde und fragen macht doch grad Spotify an oder über Sonos.

00:08:55: warum legst du jetzt die Platte auf?

00:08:57: Ich finde um das Bild zu wahren ist Venyl irgendwie das schöne Drei-Gänge-Menü.

00:09:03: man nimmt sich Zeit, man ist bewusst dabei Man setzt sich hin, konsumiert das Viel bewusster anstelle dann irgendwelche Spotify Places durchzuhemmern dann knart und zerrt das so ein bisschen auf der platte.

00:09:17: etwas ganz ganz besonderes ist aber auch wahrscheinlich die generation jetzt zu ende dreißig anfangen vierzig die vielleicht wieder dass von den eltern noch kennt und dahin zurück geht oder sagt das war vielleicht früher auch spannend oder ich kriege meinen eltern jetzt auch immer mal wieder so Platten geschenkt weil sie sich freuen, dass ich mich dafür interessiere.

00:09:34: Du sprichst aber gerade den großen oder einen der großen aggressoren Spotify an.

00:09:40: Für dich und deine Musik.

00:09:41: geht das dann überhaupt noch ohne Spotify oder brauchst du das auch, um stattzufinden?

00:09:47: Das ist eine ganz, ganz interessante Frage.

00:09:51: Weil letztendlich bin ich eigentlich jemand der kein Spotify-Fan ist also selber auch... Ich habe auch keinen Abo mehr bei Spotify.

00:09:57: Das hab' ich alles hinter mir gelassen eben auch weil für mich das ein Fastfood-Unternehmen ist Und die Kultur und was man als Künstler macht nicht gewertschätzt wird.

00:10:09: Es ist ja eine Unternehmenskultur, es ist ein Business-Unternehmen wo quasi Musik Geld generiert hat.

00:10:17: aber nichts mit der Kunst zu tun hinter der ich mich auch verstecke sage ich dir ganz ehrlich.

00:10:22: also Ich bin gar nicht der Business Typ.

00:10:24: Aber um zurück zum Thema zu kommen... Jetzt habe ich so ein bisschen den Faden verloren in die Richtung.

00:10:33: Gerade helfen wir noch mal ganz kurz auf die Sprünge.

00:10:37: Brauchst du Spotify, warum Präsident

00:10:40: zu sein?

00:10:40: Ihr braucht nämlich genau das Wort.

00:10:42: Ich brauche Spotify an sich nicht denn die Einnahmen, die bei Spotify für mich als Indie-Künstler rauskommen tatsächlich... Tropfen am heißen Stein sind.

00:10:53: Natürlich ist das ein Bonus, der mich auch freut und ich gehöre zu den Indie-Künstlern die tatsächlich mit Spotify auch irgendwie Geld verdienen.

00:10:58: Das nicht viel aber es kommt was rein.

00:11:00: also es ist nicht so dass das eine zehn Euro Rechnung ist Aber für mich immer jetzt gerade auch wieder mit dem neuen Release Mit dem neuen Label.

00:11:13: auch ist Spotify für mich kein Thema mehr.

00:11:15: Also Ich nehme keine Rücksicht mehr auf Spotify Art Musik zu veröffentlichen.

00:11:21: Also das ist eben zwei Minuten, dreißig Stück sein oder drei Minuten lang nur damit es halt in diesen Algorithmus-Pasta mit ausgespielt wird und so.

00:11:31: Das verweige ich also.

00:11:32: das mache ich nicht mehr.

00:11:33: Ich mach auch keine Radio Cuts.

00:11:36: wenn ich Musik mache dann ist es so wie es sein soll Und ich habe das Gefühl dass ist auch das was mich jetzt gerade befreit einfach auch zu sagen, ich scheiß einfach drauf was der Algorithmus jetzt von mir will oder was jetzt irgendwo hingehört.

00:11:53: Ich habe den Punkt erreicht dass ich das machen will, was ich möchte also gerade in der Kunst und Musik und da jetzt auch keine Rücksicht darauf nehmen wenn die Nummer halt acht Minuten neun Minuten lang ist ja dann ist doch das ist die Geschichte die ich erzählen will.

00:12:05: Und so sehe ich Spotify für mich.

00:12:07: Das ist natürlich eine Plattform auf der ich stattfinden muss in gewisser Weise auch.

00:12:12: das ist ja für Vertriebe auch immer ganz wichtig.

00:12:14: Spotify ist wie gesagt einer der größten Digitalen Musikvertriebe wie auch immer.

00:12:22: Und ich wäre mich da nicht gegen, das ist ein Part des Geschäftes aber ich nehme keine Rücksicht mehr auf die Art, wie ich da hätte Musik veröffentliche müssen und das reicht mir dann auch schon muss ich ganz ehrlich sagen also

00:12:37: Bevor wir gleich auch aufs neue Label natürlich kommen so auf was dein Zukunft von dir kommt einmal noch zurückgeblickt Blumstraße in Wismar.

00:12:50: Der Moment, als du und dein langjähriger Partner gemerkt habt das ist so unser Sound daraus könnte was werden?

00:12:57: Kannst du den mal beschreiben?

00:12:58: Kann sich an denen erinnern?

00:13:01: Den Sound gibt es ja nicht!

00:13:03: Das ist ja auch heute noch für mich das große Thema dass ich mich irgendwie schon in meinen Produktionen gefunden habe wie ich Sachen mache.

00:13:12: aber Sound, der jetzt irgendwie so eine bestimmte Richtung oder Genere ist.

00:13:17: Das ist halt das Verrückte, dass ich da sehr flatterhaft bin, höre dich mal fast behaupten und einfach alles was ich gut finde und mich triggert dann auch mache.

00:13:28: Und zu der Zeit war es natürlich schon eher so, dass wir sehr stark beeinflusst waren aus den ja Ende der neunziger Anfang der zweitausender Techno also Detroit Techno Dub Techno Alles was in diese Richtung kam damals Das war natürlich auch das, was wir in dem Moment produziert haben oder auch ich in erster Linie.

00:13:47: Und es war keine wirkliche Entscheidung weil das einfach für mich war so ein Tagesablauf.

00:13:53: weiß ich habe ja auch einen normalen Job gehabt Ich hab ganz normal gearbeitet bin dann nach Hause gekommen und habe bis Nachts im Studio gesessen und habe auf die Uhr gegangen shit morgens wieder Termin müsste eigentlich mein Bett.

00:14:03: also das war ja schon immer mein Leben in gewisser Weise Und ich hab dann einfach nur irgendwann den Cut gemacht, dass ich gesagt habe so... Ich glaube das ist mein Hauptberuf.

00:14:13: Ich möchte das gerne für immer machen und zu diesem Zeitpunkt hat sich das denn auch schon ein bisschen kristallisiert.

00:14:19: Einfach die Freundschaft mit Christian damals und dieses Zusammenwohnen weil wir hatten ja die Turmstraße war quasi eine Riesen-WG das hat sich so von selbst gegeben.

00:14:31: Also unsere ganze Karriere, die Christian und ich eigentlich hatten, war nie geplant und nie darauf hin gerichtet dass wir irgendwie erfolgreich sind oder damit professionell Geld verdienen.

00:14:45: Das hat sich tatsächlich alles sehr fein und leicht ergeben.

00:14:50: also wir sind da so reingeschwommen Und deswegen kann ich mich gar nicht erinnern, wann es diesen Moment gab.

00:14:58: Dann hake ich jetzt noch einmal aber anders nach weil das finde ich total spannend.

00:15:00: wenn man sich selbst als Künstler keinem Sound so richtig zuordnet wie du sagst den einen Nico oder Kollektiv-Turmschrasse-Sounden gibt es nicht.

00:15:11: Wann merkt man denn ob ein Song gut ist?

00:15:15: Also Es gibt ja nicht so Parameter, nach denen ihr wahrscheinlich bemässt.

00:15:20: Weil wenn es nicht den einen Sound gibt und das eine Genre dann gibt's eigentlich auch nicht die Parameter die euch entscheiden lassen.

00:15:26: hey der ist uns gelungen.

00:15:27: Fühlt man das denn einfach?

00:15:29: Also wann war er keine Ahnung.

00:15:30: ich würde jetzt sagen aus unserer Sicht sorry I am late der größte Hit vielleicht der kommerziell größte vielleicht gäbe es auch noch für euch ein Anderen.

00:15:37: aber in welchem Moment merkt man joo dass is richtig gut

00:15:43: Das ist, das hast du direkt getroffen.

00:15:46: Auch Sorry I'm Late ist zum Beispiel ein sehr gutes Beispiel.

00:15:49: Das ist ein Stück was niemand mochte für mich.

00:15:52: Also allen denen ich das gezeigt habe, die haben, fanden es nicht geil!

00:15:55: Die konnten damit nichts anfangen so und aber in der Nacht im Studio als dass passiert ist.

00:16:00: also das Sorry I am Late ist ja auch so eine Unfallgeschichte.

00:16:03: da ist eigentlich aus einer Akkordfolge ist da die Baseline geworden.

00:16:05: und also es war wirklich so ne Nacht die einfach so passiert Und die ich auch liebe im Studio.

00:16:13: Wo nichts geplant ist, dann entsteht so was und ... Ich hab in der Nacht schon gewusst wow!

00:16:18: Ich lieb das Ding.

00:16:19: Also einfach durch diese ... Erst mal weil's wieder soweit weg ist von dem, was ich sonst gemacht habe.

00:16:25: Deswegen hat es mich extrem geflascht.

00:16:26: also das ist auch so ADHS typisch.

00:16:29: Was ganz anderes, was neues total geil.

00:16:33: Und ich hab das Stück lag ja bestimmt zwei Jahre bei mir auf der Festplatte schon rum.

00:16:37: Und wie gesagt, ich hab das paar Leuten gezeigt.

00:16:39: Auch den Christian und so.

00:16:40: Die fanden es alle nicht geil!

00:16:43: Ich habe das dann radikalerweise einfach alleine gespielt.

00:16:46: Eine Live-Show in London im Eck.

00:16:49: Den letzten Slot gehabt, bevor der Club zugemacht hat... Und hab halt Sorry I'm Late ganz zum Schluss gespielt.

00:16:57: Es waren vielleicht noch fünfzig Leute auf der Tanzfläche, aber die sind alle durchgedreht.

00:17:01: Also es war wirklich so ... Da brannte der Laden noch mal und hinterher.

00:17:05: Als ich dann abgebaut habe, als der Laden schon Licht an war, dann kamen bestimmt fünf, sechs Leute.

00:17:09: Was war das?

00:17:10: Einer vom Leben steckt ihm geschwunde Karte zu!

00:17:13: Und da wusste ich okay mein Gefühl hat mich nicht getäuscht.

00:17:16: Tatsächlich ist das im Moment auch gewesen.

00:17:19: wo ich heute weiß, es gibt so Stücke... mit denen bin ich nie zufrieden.

00:17:24: Und da weiß auch, dass es nicht das Level was Sorry I'm Late zum Beispiel hat.

00:17:29: also einfach... Das sind schöne Stücke.

00:17:30: die ist ein Gefühl.

00:17:32: und was sich so veröffentlicht oder was sich rausgebe von mir aber ich merke immer, da ist noch irgendwas fehlt noch oder irgendetwas ist nicht richtig ja?

00:17:43: Also ich habe nie das Gefühl dazu Frieden zu sein.

00:17:45: Sorry I am Late war so da und dann war ich auch so Ja!

00:17:50: Ist so.

00:17:51: Also da habe ich gar nicht mehr viel gemacht.

00:17:53: Und das merke ich jetzt wieder, jetzt komme schliesslich mal so einen kurzen Kreis weil es ist gerade das was jetzt gerade passiert auch mit dem neuen Level.

00:17:58: Ich hab mich quasi in der Richtung wiedergefunden.

00:18:00: und jetzt kommen wir zu dem Sound mich dahin wieder gefunden das zu machen was mir Spaß macht.

00:18:06: also jetzt nicht orientiert du hast jetzt hier live studio muss platten veröffentlichen damit das Geschäft läuft oder damit du jetzt hier Shows hast und Shows spielen kannst, Geeks hast.

00:18:16: Aber das ist das was mich geblockt hat als Künstler auch ganz viel also einfach dieses Gefühl zu haben abliefern zu müssen.

00:18:23: Und da war eine ziemlich harte Zeit auch sehr lange und in der Zeit habe ich tatsächlich zu mir selbst gefunden und gemerkt dass die Momente in denen ich Spaß hab im Studio Ergiebiger sind für mich, auch wenn es nicht in den aktuellen Zeitgeist, was auch immer passt heim.

00:18:47: Ist das, was mich dann zufrieden macht und die letzten Stücke sowie jetzt auch die neue Platte, die auf dem neuen Leben kommt?

00:18:54: Ich war lange nicht so zufriedend mit einer Platte.

00:18:58: Dass ich so mit einem Lächeln auf dieses Release warte quasi und gespannt bin, was die Leute sagen weil's auch ... Für viele wird es keine Überraschung sein, aber auch wieder eine.

00:19:10: Das freut mich einfach.

00:19:11: Da freue ich mich drauf.

00:19:12: und das ist dieser Kreis mit Sorry I'm Late wo ich wusste okay also für mich wusste geil.

00:19:23: und da gibt's noch zwei drei andere Stücke die mich so berührt haben in dem Moment wo sie fertig waren.

00:19:32: Jetzt komme ich noch mal ein Stück weiter, weil du gefragt hast nach der Messlatte.

00:19:36: Die Messlatter bin immer ich und ich orientiere mich natürlich an unerreichbarem sage ich dir ganz ehrlich.

00:19:44: also für mich sind Produzenten die aus ganz anderem Generes kommen oder Produzent Sechzig Jahre in den Musikgeschäft sind und große Pop-Leute produzieren.

00:19:57: Das sind für mich Vorbilder, an denen orientiere ich mich, an der Soundqualität, an dem was sie machen auch aus dem Technobereich natürlich.

00:20:03: aber Ich habe eine sehr hohe Messlatte für mich selbst weil ich das Gefühl hab dass sich immer danach strebe besser zu werden.

00:20:11: Ich möchte nicht stehen bleiben in diesem Sound.

00:20:13: deswegen ist es auch langweilig für mich immer wieder so ein gleichen Haus Was auch immer zu machen weil ich da die Entwicklung nicht für mich sehe.

00:20:22: So, ich möchte mich mit jedem Stück weiterentwickeln und das ist auch so wie Messellatte, die ich habe.

00:20:25: also es ist... Rick Rubin hat das so schön in seinem Buch geschrieben und ich hab das total gefühlt, weil ich das mein Leben lang schon gemacht habe.

00:20:35: Ich mach Musik für mich!

00:20:36: Also ich mache das jetzt nicht um euch oder Fans jetzt glücklich zu machen, wenn ich im Studiositze ist, dass reines Negroes und reines Gefühl und auch irgendwie Therapie von dem was ich mache Und so gehe ich damit auch um.

00:20:53: Ich würde gerne direkt daran anknüpfen, wenn du so Knaller rausgebracht hast und du hast selbst gesagt, du bist deine höchste Messlatte aber auf der anderen Seite gibt es ja noch die Industrie, die dann verlangt das nachzuliefern und das ist vielleicht auch das was du gerade sagst dass immer gleiche.

00:21:08: Du hast das einmal abgeliefert mach nochmal sowas das funktioniert und dann bist du in diesem Kreislauf drin.

00:21:16: War das vielleicht auch am Ende ein Grund jetzt nochmal sich neu zu erfinden, noch mal neu aufzustellen und jetzt zu sagen, wisst ihr was Leute?

00:21:23: Ich will jetzt das machen, was mir wieder Spaß macht.

00:21:26: Ich will wieder zu mir kommen!

00:21:28: Es ist gar nicht mal eine neue Erfindung.

00:21:30: ich glaube es ist eine Rückbesinnung auf das, was ich bin, wer ich bin.

00:21:37: Und du hast es gerade mit den Majors auch so schön angesprochen Habt ja schon von Anfang an gemerkt Das passt auch sehr gut zu dem ADHS-Thema, dass ich ja gar nicht in dieses Schema von so einem Ablieferkünstler kasse.

00:21:54: Also ich bin ja niemand der jetzt da Sitz und zehn Stücke in der Woche macht oder sowas.

00:22:00: Ich hab Freunde die können das!

00:22:01: Und sie sind doch richtig gut in dem ... Weißt du?

00:22:04: Da bin ich ja auch neidisch drauf also... Aber so bin ich gar nicht.

00:22:07: Ich bin hier als Typ und für mich ist diese Musik Also das ist ja ein unglaublicher Trigger für mich, also seitdem ich die Musik für mich entdeckt habe auch in dieser Produktion.

00:22:21: Ist es ja etwas was mich unglaublich interessiert und wo ich fokussiert bin und Ruhe finde?

00:22:26: Und also auch

00:22:28: Druck

00:22:29: ablassen kann.

00:22:30: in gewisser Weise und Das würde sich so stehen lassen glaube Ich auch

00:22:36: weil du jetzt schon zweimal das Thema ads angesprochen hast würde ich da genau Jetzt an dieser Stelle einmal drauf zu sprechen kommen weil du jemand bist der damit sehr offen umgeht, der auch davon erzählt.

00:22:46: Das ist bei dir relativ spät diagnostiziert wurde.

00:22:52: Jetzt ist ADHS ja oft eine Krankheit die so mit dem Thema Zappelfillip-Syndrom eher Kindern zugeschrieben wird.

00:23:00: und jetzt nur für diejenigen, die ADHS irgendwie so kennen aber nicht so genau wissen ich muss mir auch eh direkt so aufschreiben das steht für Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörungen So dass es ADHS.

00:23:13: Kannst du da mal so ein bisschen deinen ADHS-Wegs skizzieren und vor allen Dingen dann auch erklären, warum du da so offen mit umgehst?

00:23:22: Und was das für dich als Künstler auch bedeutet.

00:23:25: Ja es ist ganz ehrlich... Das ist ein Thema, was natürlich mein Leben unglaublich verändert hat einfach wegen der Spätdiagnose.

00:23:35: Wann genau war das?

00:23:36: Wann wurde das diagnostiziert?

00:23:37: Das ist jetzt noch gar nicht so lange her.

00:23:38: ich meine jetzt vier Jahre!

00:23:42: Das Problem ist, für viele klingt jetzt so vier Jahre.

00:23:46: Diese vier Jahre in denen habe ich erst damit gelernt umzugehen.

00:23:50: also ich hab jetzt nach vier Jahren das Gefühl ich habe eine Stabilität in meinem Leben auch mit dieser Neurodiversität.

00:23:57: und das große Problem ist ja wie gesagt oder was jetzt schon viel kommuniziert wird es gar nicht dass Neuro-Diversität Und es gibt auch ADS, also das bin ich.

00:24:07: Ich bin halt der Typ Träumer.

00:24:09: Es gibt ja nicht nur überaktive Leute sondern bei mir ist die Aktivität im Kopf.

00:24:12: Also ich stehe morgens schon auf und hab Radio und nebenbei zwei Sprecher laufen, die mir Gedanken zu schießen... Das ist wie so ein Bubble-Bars kannst du dir vorstellen.

00:24:20: Da sitzen gerade mal noch in jeder Gedanke so eine Blase, die platzt und die kommen plötzlich so.

00:24:25: Das ist halt so mein ADS und das ist natürlich ne Beeinträchtigung, Wenn man das nicht weiß, er ist gar nicht mitbekommen.

00:24:33: Aber was dadurch passiert ist ... dass du dein Leben lang anfängst dich zu verstecken und das hat ganz krasse Auswirkungen auf deine mentale Gesundheit gerade wenn du das viele Jahre lang machst.

00:24:46: Warte

00:24:47: mal ganz gut!

00:24:47: Also wann versteckt man sich?

00:24:48: Wenn man nicht weiss, dass man es hat?

00:24:50: und auch Schutz weil man's nicht versteht oder was... Richtig

00:24:53: Du hast in diesem ADHS ... also in deinem ADHS Kopf verstehst du ja nicht, wenn du die Diagnose hast und ich weiß warum das so ist.

00:25:03: Da stehst wir nicht, warum andere Menschen Leistungsfähre sind, warum anderen Menschen organisierter sind, sich mehr merken können – was auch immer!

00:25:11: Und damit misst du dich die ganze Zeit.

00:25:13: Egal ob es in der Schule ist, damit fängt's ja dann an oder woanders ist.

00:25:17: Die Stärken von ADS sind ganz woanders.

00:25:20: Das komme ich gleich noch mal drauf zu.

00:25:21: aber das große Thema sind ja die Schwächen eigentlich in unserer Gesellschaft eigentlich sehr viel auffälliger sind, weil eben neurodiverse Menschen ganz andere Bewusstseins- und Filtermechanismen haben.

00:25:38: Das fängt ja damit an dass unser Filter einfach nicht so feindfühlig ist wie bei neurotypischen Menschen.

00:25:44: das heißt also sehr viel neues egal was es für uns immer beeint, das beeinträchtigt unseren Fokus, beeintrechtigt alles mögliche dazu Die vielen Gedanken, die man im Kopf hat.

00:25:55: Auch unser Interview heute ist ein gutes Beispiel.

00:25:57: für mich war ... Das war mein Thema.

00:26:00: Ich bin heute mal aufgestanden und wusste dieses wichtige Podcast mit euch.

00:26:06: Deswegen meine ich, ich war auch ein bisschen aufgeregt

00:26:08: usw.,

00:26:09: nicht dass es jetzt was extrem Besonderes ist, aber es ist die Kommunikation mit euch wie ich umgehe oder spreche.

00:26:15: Und das ist halt bei ADHS ganz schlimm.

00:26:20: wenn du's nicht weißt misst du dich die ganze Zeit damit und du versteckst dich quasi damit, indem du zum Beispiel in sozialen Umfeld, wenn alle gut drauf sind oder was auch immer das auch mitspielt.

00:26:33: Obwohl du vielleicht lieber ein introvertierter Typ bist?

00:26:37: Und du kupserst die ganze zeit und das machst du mit Planung, mit Organisation, mit Menschen und irgendwann ... Wenn du zu Hause bist, bist du total erschöpft!

00:26:49: Wenn du dann für dich zu Hause bist, bist du erschöpft und bist depressiv weil du gar nicht weißt warum.

00:26:57: Du jetzt so erschöpfst bist und gar keine Kraft mehr hast aufzustehen.

00:27:00: das entwickelt sich über viele Jahre und ist das größte Thema eigentlich dass man diese neue Diversität und es ist ja oft ein Spektrum zwischen ADAS, ADS Autismus also da gibt's ja mehrere Spektren.

00:27:13: Da sind unsere Gesellschaft noch nicht soweit dass sie feinfühlig mit solchen Menschen umzugehen.

00:27:21: Das werfe ich jetzt niemandem vor, weil das auch eine Art von ... Ja, diese Neuridiversität ist ja noch nicht lange erforscht und noch nicht lang wirklich akut.

00:27:34: Man kannte es halt wie gesagt von Kindern schon in den Achtzigern so ein bisschen und dann wurden Tabletten gegeben.

00:27:39: aber heute weiß man ja dass das ja nichts Schlechtes ist.

00:27:41: also es ist eigentlich nichts was man jetzt typischerweise behandeln muss ADHS-Gehirne einfach eine andere Art haben zu denken.

00:27:49: Sie sind viel lösungsorientierter, kreativer, in der Hinsicht und sie brauchen halt immer einen gewissen Trigger, der sie interessiert.

00:27:56: aber dann sind die auch wie ein Wolf und du beißt dich da voll ins Thema und dann weißt du alles.

00:28:02: also es ist so verrückt Es hat ganz viele Schattenseiten durch unser gesellschaftliches Leben weil du selber nicht regulieren kannst und erklär mal jemanden einfach sorry weil ich ihn jetzt vergessen habe, sondern weil ich einfach durch mein ADRS es vergessen hab.

00:28:23: Also was dazwischen kam und das passiert ja ständig, dass

00:28:26: du dich... Ich hake einmal kurz ein!

00:28:30: Wenn man das dann immer hört, erklär das mal einem.

00:28:33: Warum kann man's denn nicht erklären?

00:28:35: Also Sinn ist die Großgesellschaft noch nicht so weit, dass man diese Erklärung gibt.

00:28:42: Nee, es wird nicht ernst genug genommen.

00:28:43: Weil das ist ja keine Ausrede und natürlich ist es immer so, oh jetzt kommt auch meine Frau ... Ist ja nicht alles ADS und das ist vollkommen richtig.

00:28:53: Aber es geht ja darum Menschen auch manchmal... Das ist was ich total reflektiert habe.

00:28:58: Ich versuche Menschen einfach ganz wirklich zu informieren, was gerade bei mir los ist im Kopf warum ich überfordert bin oder warum das jetzt gerade nicht geht.

00:29:08: weil das ist ganz wichtig.

00:29:10: Du sitzt in einem Meeting, das ist zwei Stunden lang und nach forty-fünf Minuten ist meine Kapazität aber am Ende.

00:29:16: Dann kann ich auch die nächsten anderthalb Stunden oder ich sag mal die Stunde, die ja noch folgt gar nicht mehr mitmachen.

00:29:22: Also dann lieber gucken, hey Leute können wir mal kurz fünf Minuten Brain-Pause machen einfach so?

00:29:26: Ich bin gerade ein bisschen überfordert, so kurz Notiz machen, einen Tee trinken was auch immer und dann redet man weiter.

00:29:31: Das sind so Sachen, die neurotypische Menschen können.

00:29:33: Die können zwei drei Stunden in dem Meeting sitzen oder was auch ever und dann geht das alles und hinterher machen sie ihre Arbeit weiter.

00:29:39: für uns Aber der S-Menschen ist das oft sehr, sehr schwierig.

00:29:42: Also gerade so viel aufzunehmen und dann zu filtern und mitzunehmen usw.

00:29:49: Das heißt?

00:29:49: Wenn ich das jetzt richtig verstehe... ...ist das dann sozusagen angeboren?

00:29:53: Das heißt du hast schon Jahrzehnte damit gelebt bis dann irgendwann irgendjemand von außen gesagt hat Niko geh mal da und dahin Und er hat das diagnostiziert.

00:30:03: Und zweite Frage war das für dich diese Diagnose dann zu haben?

00:30:07: also was Greifbares, was Belegbares zu haben?

00:30:10: dann wie der Brustöffner dazu gesagt hat, jetzt verstehe ich mich selbst endlich mal.

00:30:16: Ja, beides!

00:30:17: Also es war wirklich tatsächlich... Es gab eine Phase und das ging so in Anfang Covid bei mir los wo ich auch mich mit meiner Frau zusammen in sehr große Projekte reingehängt habe einfach.

00:30:30: Weißt du, wo wir ganz viele Sachen angepackt haben?

00:30:33: Und wo ich dann in diesen Projekten gemerkt hab wow Das wird mir alles zu viel.

00:30:38: Also ich krieg diese ganze Projektplanung, das ganze Management und irgendwie kriege ich gar nicht hin.

00:30:43: Und dann noch Musik machen und irgendwie dann noch Texte schreiben.

00:30:48: Ich hab mich da voll übernommen also so richtig doll!

00:30:51: Und das ging dann soweit dass ich einfach auch Tage hatte wo ich nicht ausstehen konnte.

00:30:58: Wo ich wirklich im Bett lag, ich kann nicht mehr.

00:31:01: Ich schaffte es nicht.

00:31:03: Es war mir alles so extrem... krank und deprimiert auch gewesen.

00:31:07: Ich hab das immer auf eine Depression geschoben, das ist das Schlimme!

00:31:09: Ich habe ganz viele Jahre in meinem Leben gedacht ich bin depressiv... Und die Depression entstehen eigentlich aus dem Zusammenhang dieses Versteckens was ich vorher schon gesagt habe also dieses ständige Kopen und sich immer wieder schlecht fühlen.

00:31:23: man redet sicher auch schlecht.

00:31:24: ja also man hat ja immer durch dieses verstecken sich anzupassen, hat man auch das Gefühl, man ist schlecht.

00:31:34: Man isst es gar nicht wert was man geschaffen hat und solche Sachen und das endet dann in der Depression.

00:31:39: bei mir.

00:31:40: durch diese spätdiagnose weiß ich das ja heute auch.

00:31:42: in einer früheren Behandlung wäre ich wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen oder hätte es gar nie soweit kommen müssen.

00:31:49: Und jetzt komme ich noch mal zurück.

00:31:51: also hab gedacht als ich bin depressiver beim Arzt habe mir antut depressiver verschreiben lassen und es wird aber nicht besser.

00:31:57: Also deswegen wurde ich ja auch nicht organisierter oder war es auch immer, weißt du was ich meine?

00:32:02: Es hat ja gar keinen Sinn.

00:32:05: Und dann war so ein Punkt wo mir ein guter Freund quasi gesagt hat dass er diagnostiziert worden ist und er bei mir ähnliche Verhaltensweisen feststellt.

00:32:18: und dann habe ich erst mal wie was ist ADHS überhaupt weiß also Wie meinst du, dass ich ADS ... Das haben doch nur Kinder.

00:32:24: Also so war ich halt auch und der hat dann nur auch nur ... Nee, informiert dich mal, guck mal bitte!

00:32:29: Und dann hat mein Gehirn natürlich angefangen zu rattern.

00:32:32: Dann hab ich erst mal die ersten Google und sowas, was man denn so findet?

00:32:35: Und dann ging's natürlich los.

00:32:37: Da habe ich wochenlang natürlich Deep Research betrieben und wusste relativ schnell nach einigen Stunden Research ja das wird sein.

00:32:45: Das macht alles total Sinn.

00:32:47: also es kamen dann plötzlich eine Erleichterung eigentlich auf weil plötzlich wusste okay ey Damit kann ich mich identifizieren.

00:32:54: Das erklärt halt auch diese ganzen fatalen Sachen, die passiert sind vielleicht in der Vergangenheit und so weiter und sofort.

00:33:01: Und wie das denn so ist bei ADHS?

00:33:04: Du willst halt auch immer dann sehr schnell weiterkommen, sehr schnelle Ergebnisse.

00:33:08: Das heißt, ich habe mich extrem reingehängt und hab alle Ärzte, die in meiner Umgebung waren anrufen, so schnell wie es ging ... Und konnte auch relativ, und das ist ein glücklicher Zufall gewesen.

00:33:17: Er hatte relativ schnellen Termin tatsächlich also es hatte vielleicht drei Monate Wartezeit oder sowas.

00:33:23: Das war ein ganz kompetenter Arzt der nur auf ADH spezialisiert ist eigentlich auf Kinder aber auch Erwachsene behandelt und bei dem war ich...

00:33:30: Und

00:33:31: das war natürlich erst mal muss ich ganz ehrlich sagen er hat mich natürlich erstmal so von oben herab behandelt.

00:33:35: was wollen sie hier eigentlich?

00:33:37: Da hab' ich gedacht oh Gott!

00:33:38: Also da habe ich wieder schlechten gehört.

00:33:40: Aber das war auch ganz bewusst.

00:33:41: hat er das gemacht um das zu testen.

00:33:44: Also der hat von der ersten Sitzung an, hat der mich getestet ob das wirklich so ist.

00:33:49: Weil das eben auch eine ... ich sag mal ADS oft ausgenutzt wird um entsprechende Magietabletten zu bekommen die dich dann schneller arbeiten oder besser arbeiten lassen.

00:33:59: Das ist ein Thema und entsprechend haben wir viele Sitzungen gehabt in denen wir gesprochen haben und er hat aber gemerkt okay es ist wirklich so, wir haben die Diagnose bekommen also ADS Typ II also Träumer.

00:34:14: Und dann hab ich gedacht, ja gut jetzt geht's mit Tabletten los.

00:34:16: Das war dann so wo ich gedacht habe okay jetzt ist der Punkt wo ich normal bin, wo ich dann als Mensch irgendwie ins Meeting gehe und krieg alles mit und dreiste die Welt jetzt um.

00:34:27: also wirklich so motiviert bin ich da in dieses Thema Medikamente gegangen weil ich mir dann wirklich ganz viel erhofft habe.

00:34:32: und das war halt dieser Traum der eigentlich ganz schnell geplatzt ist Weil zum einen ich festgestellt habe dass Medikamente in diesem Bereich harte Drogen sind, also das sind ja alles Aufputtschmittel mit Hülfinidad oder jetzt bei Evanze ist es quasi eine reine Amphetaminart.

00:34:52: Und was dann losgeht?

00:34:54: Ist so ne Art Eindosierung.

00:34:58: Also das heißt fängst erst mal an zu testen wo wirkt das Medikament wann wirkt dass?

00:35:03: wie wirkt Das und ich gehöre zu den Leuten die tatsächlich nur schlechte Erfahrungen hatten.

00:35:07: also für mich war das ganz ganz schlimm.

00:35:09: Ich habe wirklich ganz viel Hoffnung da rein gehabt Wie gesagt aber gehofft.

00:35:13: Es ändert mein Leben jetzt und es war alles aber nicht das, es waren Nebenwirkungen mir ging schlecht ich war wie ein Zombie.

00:35:23: Ich habe dann von einem Medikament auf das andere Gott sei Dank mit dem Arzt!

00:35:26: Das war alles super.

00:35:27: also muss ich sagen die Behandlung war toll.

00:35:29: Aber da sind ganz schnell wieder so.

00:35:33: oder da hab' ich ganz schnell gemerkt dass Al-Hallmittel und dieses Schnell ADHS Kurieren gibt's gar nicht.

00:35:40: Und in diesem Zusammenhang habe ich angefangen, viel reflektierter mit mir umzugehen.

00:35:45: Ganz viel zu lesen ganz viel mich einzulesen dieses Thema und hab festgestellt dass es auch das Medikamente natürlich ein wichtiger Teil sein können aber das erst mal bei dir anfängt.

00:35:58: also man muss bei sich selber anfängen auch wie ich sage so Mechanismen abzulegen.

00:36:02: Dass man eben im Meeting sagt sorry Leute ich brauche jetzt für einen Unfall.

00:36:06: Dass man eben sagt, sorry ich kann den nicht versprechen dass ich den Termin einhalte.

00:36:10: Lass uns das mal bitte auf Nächste verschieben.

00:36:14: Ehrlich sein mit dem Menschen um sich herum auch die Kommunikation dahingehend mit den Menschen mit denen man arbeitet zu sagen hört es zu Leute Ich hab ADS Die letzten... Das was wir gearbeitet haben.

00:36:25: und wenn da die Probleme waren jetzt wisst ihr warum es so ist lass uns bitte versuchen eine Möglichkeit finden wie wir in Zukunft einfach besser zusammenarbeiten können.

00:36:32: Und das ist der Anfang.

00:36:34: Und dann ging es auch eigentlich schon in die richtige Richtung.

00:36:38: Ich habe mich mehr mit mir selbst beschäftigt, mir Zeit für mich genommen für Dinge und die Medikamente natürlich weiter.

00:36:46: Dann versucht diese Einlösierung ... Die Einläsung bei mir um mal jetzt auf einen praktischen Punkt zu kommen hat gut zweieinhalb Jahre gedauert.

00:36:55: Also bis ich das Medikament gefunden hab und die Dosis, die mir wirklich hilft, denn es geht ja nicht darum dass du hier heil den ganzen Tagen rumläuft Oder wenn du zu wenig genommen hast, ist das oft auch genau das Gegenteil.

00:37:07: Also es passieren dann so ... Kann man schwer erklären?

00:37:12: Aber es sind so Nebenwirkungen, die unangenehm sind.

00:37:14: Kaltes Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, nebelartiges Gefühl im Kopf.

00:37:21: Und nur dieser Sweetspot ist eigentlich perfekt, diesen Sweetspott zu finden.

00:37:26: Wie viele Milligramm das jetzt sind?

00:37:27: am Tag sehr, sehr schwer und es gibt wie gesagt viele Medikamente, muss da einiges durchmachen.

00:37:33: Ich habe es Gott sei Dank geschafft und bin jetzt seit anderthalb Jahren quasi auf einem ganz tollen, eingestellten Level.

00:37:41: Also ich hab das erste Mal in meinem Leben jetzt das Gefühl, dass funktioniert für mich sehr gut.

00:37:46: Ich kann mit meinem ADHS arbeiten, ich hab jetzt solche Meetings oder solche Podcasts wie mit euch, nämlich morgens halt meine Medikamente aber bin total fit kann das alles super bewältigen.

00:37:55: Das hilft dann am Ende schon, wenn der Sweetspot gefunden ist und man hat das für sich, das Medikament kann das helfen.

00:38:04: Ich nehme es auch nicht jeden Tag.

00:38:05: also wenn ich jetzt im Wochenende auf Tour bin und ich spiele DJs Shows da muss ich nicht fokussiert sein oder sowas.

00:38:11: Also da geht's eher um Kreativität denn das passiert auch.

00:38:14: die Medikamente killen auch in gewisser Weise Kreativity.

00:38:18: Du sitzt nicht mehr jetzt da Und es fließt so aus dir heraus, wie es normalerweise ist.

00:38:25: Es hat halt wirklich ... und so glaube ich, das ist ein neurotypischer Mensch auch.

00:38:28: Du hast einen Gedanken, eine Konzentration und dann arbeitest du das ab?

00:38:32: Das ist für mich als diverser Mensch das sehr merkwürdig.

00:38:38: Also nicht mehr Gedanken parallel zu haben oder so.

00:38:43: Aber

00:38:43: du hast ja mal gesagt, dass dir das durchaus auch zugutekommt, richtig?

00:38:47: In deiner Arbeit als Künstler dass dir das durchaus hilft.

00:38:51: Ich wollte dich damit ansprechen, du hast... Es gibt tatsächlich wenig positive Eigenschaften bei ADHS oder ich sag mal so, wenig Positive die die Gesellschaft wertschätzt.

00:39:04: Aber und ich hatte das Gespräch... Das

00:39:07: ist eigentlich eine ganz schön traurige Aussage.

00:39:09: ne?

00:39:09: Habe ich gerade mal kurz Sachen lassen.

00:39:11: Eigentlich ist es eine ganz traurigere Aussage zu sagen, es gibt wenig Positive, die die Gesellschaft wertschädt.

00:39:16: Das heißt es gibt Positive Die werden wir von der Gesellschaft nicht gesehen oder nicht wertgeschätzt?

00:39:23: Und ich verspreche dir, die Wende wird jetzt kommen.

00:39:27: Weil gerade so kreativ denkende Menschen... Das ist halt ADAS!

00:39:32: ADAS hat ein unglaubliches durch diese vielen Gedanken und durch diese Unverknüpftheit von Gedanken.

00:39:38: Das heißt du kannst springen von einem Gedanke zum anderen und es verknüpft sich dann am Ende trotzdem.

00:39:44: Das ist so eine Superpower, die du hast.

00:39:46: Du kannst also mit jedem Thema irgendwie umgehen und schaffst Verknüpfung.

00:39:50: Und deswegen ist Kreativität bei ADS so groß weil du Dinge viel vereinfühliger aufnimmst und Verknüpfungen ganz anders auch im Kreatifbereich ganz anders wahrnimmest und das auch wieder ganz anders verarbeitet ist.

00:40:06: Das, was jetzt in unserer Gesellschaft passiert ist, das neurotypische Jobs.

00:40:10: Und ich mach mal so eine Prognose und hoffe da klingt mich keine für.

00:40:13: Aber neurotypsche Jobs, die einen Sachbearbeiter abheftet oder einen Kundenbetreuer oder sowas sind Sachen, die werden sehr einfach durch KI-Agenten ersetzt werden können.

00:40:27: Das ist keine Prophezeiung, dass alle Jobs weggehen.

00:40:30: Das will ich damit nicht sagen!

00:40:31: Ich meine nur, wie in Zukunft viel mehr ... Ressourcen oder Menschen brauchen werden, die kreativ Lösungsansätze arbeiten.

00:40:40: Egal ob es jetzt im Coding-Bereich ist oder im Musikbereich oder wo auch immer.

00:40:44: Denn Kreativität ist ja nicht nur Musik oder Bildmalen.

00:40:48: Kreativity ist auch beim Coden oder Kreativities auch beim Hausbauen und das ist glaube ich eine Eigenschaft, die in Zukunft vielmehr gewertschätzt werden wird durch dieses sehr unbedarfte Umgehen mit Lösungsanätzen Also dieses reine Rumspinnen erst mal im Kopf und aber dadurch dann auch wieder sehr schnell Lösungen zu finden, die andere oder neurotypische Menschen vielleicht nicht in dieser Kreativität finden würden so schnell durch viel Arbeit.

00:41:18: Und das ist der Punkt!

00:41:19: Ich will das auch nicht zuspitzen, sonst nimmt man mir das nachher noch übel was ich hier alles sage.

00:41:23: Das will ich gar nicht.

00:41:25: Aber es gibt Vorteile, die Alia S tatsächlich hat.

00:41:26: und jetzt komme ich zurück auf mich.

00:41:28: Warum hat's ein Vorteil für mich?

00:41:29: Ich habe sehr schnell als junger Mensch mit dreizehn-vierzehn entdeckt dass Musik bei mir einen speziellen Trigger hat.

00:41:36: Also, das genau mein ADHS dadurch angesprochen wird und es mich frei macht.

00:41:40: Es lehrt meinen Kopf ... Ich kann nur über Musik oder was ich gerade produziere nachdenken.

00:41:47: Und es hat einen militativen Status quasi der da erzeugt wird bei mir.

00:41:52: Indem ich wie in ein schwarzes Loch falle, kannst du mich morgens um neun reinsetzen und um sechs Uhr komme ich raus und weiß eigentlich gar nicht, wie spät es ist weil ich so fokussiert intensiv arbeiten.

00:42:05: Und das sind so Sachen, die mir geholfen haben auch in dieser Karriere weil ich eben so passioniert da auch rangegangen bin.

00:42:15: Das ist für mich halt viel wichtiger war im Homestudio zu sitzen und Sachen auszuprobieren oder Musik zu machen als jetzt im Club tanzen zu gehen Fußball zu spielen oder das auch immer.

00:42:27: Das war halt mein Trigger, das meine ich und ich habe letztens auch in einem Interview schon mal gesagt Ich hab ja das Glück diesen Trigger gefunden zu haben.

00:42:36: Viele Menschen mit EAS haben das ja gehabt Und die wechseln den Job alle drei Monate weil sie sich nicht zu Hause fühlen Weil sie nicht wissen wo sie hingehören Weil Sie sich nicht angesprochen fühlen weil es nicht interessant genug ist Die wechselndes Hobby alle drei monate.

00:42:51: Und das ist halt, das Problem auch bei ADHS.

00:42:56: Wenn du diesen einen Fixpunkt nicht hast oder auch zwei dann bist du halt quasi lost in dem ganzen Thema.

00:43:04: und es ist ganz wichtig für Menschen wie mich ernst genommen zu werden auch an diesem Thema und auch Menschen die sich in so ein Hyperfokus reinversetzen können auch zu lassen und eben das zuzulassen.

00:43:20: Menschen wie uns halt Spaß und dadurch sind, sind wir auch fühlen für uns viel mehr gewertschätzt.

00:43:26: Dinge auch selbstständig vielleicht zu machen oder Lösungsvorschläge zu machen können und diesen Fokus zum Nutzen.

00:43:33: Und das meine ich auch mit dass oft solche Eigenschaften in unserer jetzigen Gesellschaft überhaupt keine Rolle spielen.

00:43:41: da gibt es ein zwei Stunden Arbeitsblock und wenn du da nicht fertig bist mit einer Arbeit hast dann Problem.

00:43:46: so aber funktioniert halt mit Menschen wie mir sehr schlecht er.

00:43:52: Du hast gerade diesen wichtigen Fixpunkt angesprochen, der ist bei dir jetzt auf einer gewissen Art und Weise weg.

00:44:01: Kollektiv Turmstraße hat sich getrennt du bist jetzt nicht mehr mit Christian zusammen.

00:44:07: kann man natürlich auch so wie du erzählst das für dich eher ein bisschen beängstigend weil jetzt nämlich den Fixpunkt den über zwanzig Jahre hattest weg ist oder es ist eine Art Befreiung für dich, jetzt alleine zu agieren und wenn ja warum?

00:44:22: Das ist eine sehr schöne Frage.

00:44:24: Also sowohl als auch.

00:44:26: Weißt du, zwanzig Jahre mit einem besten Freund quasi dieses Abenteuer zu teilen das ist was Besonderes.

00:44:35: Das sind einfach ... das ist ne Lebenserfahrung die wir gemacht haben.

00:44:39: Die können nicht viele Menschen von sich sagen das zu machen.

00:44:43: Die Länder die wir bereist haben, die Menschen die wir gesehen haben die Shows, die wir gespielt haben.

00:44:48: Das ist so viel Leben, was da drinsteckt.

00:44:54: Dass eben auch eine Trennung nie einfach ist.

00:45:01: Wir waren ja wie verheiratet.

00:45:02: Wir sind jetzt kein Paar gewesen, weil das so schön gesagt hat.

00:45:06: Es war wie eine Trennung von einem Ehepaar quasi.

00:45:09: Und es ist halt auch entsprechend schwierig dann manchmal, weil wir über die zwanzig Jahre uns so gut kennengelernt haben dass wir wissen wieder andere tickt und dann eben auch entsprechend drauf reagieren.

00:45:21: Ich kann nur sagen das mir das alles sehr viel bedeutet hat die ganze Zeit und auch die Freundschaft mit Christian und wir einfach jetzt an so ein Punkt waren wo Christian sich entschieden hat zu gehen.

00:45:35: Ich meine nicht mal wirklich Weil es ihm das alles nicht mehr Spaß gemacht hat, aber bei ihm haben sich auch die Lebenssituation verändert.

00:45:44: Frau und Kind!

00:45:45: Du bist jedes Wochenende unterwegs, Feiertage gibt's so gut wie gar nicht... Also der Job hat ja neben dem Positiven-Sagen aufgeliehen.

00:45:53: Negaschative Eigenschaften, die man so von aus nicht sieht.

00:45:59: Und es war vielleicht noch zwanzig Jahre an Christian der Punkt wo er die Passion dann nicht mehr stark genug war.

00:46:05: Das ist auch völlig in Ordnung.

00:46:06: Weißt du, was ich mein?

00:46:08: Und das meine ich.

00:46:08: Christian und ich sind ja auch in dem Projekt Kollektiv-Turmstraße so zusammengewachsen.

00:46:12: Ich war jetzt da der Produzent und hab die Mucke gemacht, weißt du!

00:46:15: Wir sind als Freunde da halt zusammen gewachsen... ...und der eine hat das gemacht, er hat die Mücke gemacht.

00:46:20: Christian hat sich um die Administration gekümmert.

00:46:22: also es war ja auch schön so ein Geben und Nehmen.

00:46:24: und deswegen komme ich jetzt auf die zweite Frage.

00:46:27: natürlich ist das nicht leicht wenn plötzlich ein wichtiger Teil weg ist oder die fünfzig Prozent wichtig, also weiß ich mal.

00:46:34: Die fünfzig prozent, die sonst eine andere gemacht hat und das ist ne Umstellung, die nicht einfach ist.

00:46:39: Und die... Das meine ich auch zum Beispiel auch in der Zeit wo ich gemerkt habe dass mich viele Sachen überfordern, die Christianeinfach für mich gemacht hat oder uns abgenommen hat.

00:46:51: Und das sind so Sachen die natürlich Zeit brauchen, die die Umstellungen brauchen.

00:46:57: Ich bin davon überzeugt guten Weg für uns gefunden haben, sowohl Christian als auch ich.

00:47:05: Ich bin froh dass sich das Projekt weiter machen kann weil es wie gesagt durch mich entstanden ist und auch ich auch das Gefühl habe das ist meine Lebensgeschichte, meine Diskografie die da auch drin steckt von der Musik.

00:47:18: Und weil auch oft die Frage kommt natürlich ja warum bist du kein Kollektiv mehr?

00:47:22: Ja das Kollektif war ja nie nur Christian und ich das muss man auch dazu.

00:47:25: Es gab immer ein Team im Hintergrund Das ist auch heute noch so.

00:47:29: Es gibt halt ein kleines Team im Hintergrund, was auch zu Qualitiv-Turmstraße gehört und was eben Team-Turmstraße ist.

00:47:36: Und ich bin jetzt irgendwie nur das eine Gesicht, es gibt jetzt kein zweites mehr.

00:47:43: Aber ansonsten hat sich ja musikalisch nicht viel verändert und für mich ist die Umstellung jetzt auch nicht so groß gewesen.

00:47:51: Musik oder Geeks, oder sowas anging.

00:47:54: Das war eher dann auch mein Gebiet.

00:47:57: Also von da habe ich das eher dann manchmal genossen Dinge jetzt im Live-Set so zu bauen wie ich.

00:48:06: Das ist ja auch in der Band musst du immer absprachen und der eine macht das seine Masse so.

00:48:10: Jetzt kann ich halt jetzt selber stimmen.

00:48:12: Ich bin nicht der musikalische Direktor Und das ist natürlich okay.

00:48:17: Oder es ist ein schöner Zug.

00:48:18: Mir macht das unglaublich viel Spaß live zu spielen.

00:48:23: Ja, aber das ist so ... ich sag mal... Das ist auch eine Lebensgeschichte, weißt du?

00:48:29: Wir haben uns als Freunde, beste Freunde kennengelernt und haben zusammen Musik gemacht, zwanzig Jahre um die Welt getourt, haben unglaublich viel erlebt, unglaublich viele erreicht.

00:48:41: oder Christian hat an einem Punkt beschlossen, dass war es jetzt für mich und das ist okay.

00:48:46: Und ich find's toll was Kollektiv Tomschrasse heute darstellt, also auch durch Christians Arbeit.

00:48:53: Also was wir beide erreicht haben in der Zeit?

00:48:55: Für dich geht jetzt konkret mit deinem neuen Label weiter.

00:48:59: Eigenslabel.

00:49:00: Post Hope hat das und die Frage brennt mir jetzt seit von zwanzig Minuten schon auf den.

00:49:05: Hat das jetzt diese Hoffnung, von der du vorhin sprachst?

00:49:08: war die quasi... ...die nicht erfüllte Hoffnung möglichst schnell eine Lösung für ADAS zu finden?

00:49:16: Und jetzt bist du aber in dieser nach der Hoffnungzeit.

00:49:18: ist das der Grund für den Namen ... das Labels?

00:49:22: Mhm.

00:49:23: Würd ich so mitnehmen,

00:49:25: als die genau... Was sagst du denn dazu?

00:49:26: Ja gar

00:49:27: nicht.

00:49:27: Genialistisch!

00:49:29: Aber auch nicht zu hundert Prozent.

00:49:31: Also es ist tatsächlich der Gedanke dahinter an einem Punkt in seinem Leben zu sein, in dem nicht die großen Träume aufhören aber wo man sich nichts mehr vormacht und man weiß wer man is'.

00:49:44: Ja also es geht eher darum Wenn du so wirklich ... Das meine ich, bin ja ADRS Träumer.

00:49:53: Mein ganzes Leben bestand da draus oder besteht immer noch daraus?

00:49:57: Ich hab ja Tagsdräume, ich träum von mich hin wie was mache welche Videos ich drehen möchte oder was auch immer.

00:50:04: also mein ganzes leben ist ja wirklich ein Traum.

00:50:06: deswegen auch Rebellion der Träuma ist auch der Titel vom Album zurückzuführen auf mich und da wusste ich nicht mal dass ich ADRS habe aber Krass, dann da auch schon wieder irgendwie die Connection war.

00:50:19: Man ist ein Träumer.

00:50:20: Ich wusste ja schon ich bin irgendwie anders und jetzt habe ich den Fahren schon wieder verloren.

00:50:27: Eigentlich

00:50:27: hast du meine Frage gut beantwortet?

00:50:29: Ich schließe direkt mit dem nächsten an.

00:50:31: Was

00:50:31: ist denn quasi der Traum, der mit deinem neuen Label einhergeht?

00:50:35: also warum machst Du das und was ist Dein größter Wunsch dafür?

00:50:40: Dieses Label... Also es ist nicht das erste Label.

00:50:42: Es gibt noch einen Label.

00:50:44: Not Sorry heißt das.

00:50:45: Da kam ja das letzte Album draus, Unity of Opposites und ... Das hab ich leider so ein bisschen verloren durch Unstimmigkeiten im geschäftlichen Sinne von denen ich halt als Künstler wenig Ahnung habe.

00:51:00: Anyway!

00:51:01: Und Post Hope ist jetzt quasi nicht nur mehr ein Lebel für mich wie Not Sorry.

00:51:06: Not Sorry war für mich eine Sandbox.

00:51:07: da wollte ich alles machen.

00:51:08: Dann kann dann auch mal wieder ein Sorry am Late kommen oder weißte egal?

00:51:11: Und Post Hop ist jetzt eigentlich eher was, wo ich andere Künstler featschern möchte.

00:51:17: Das heißt also, ich suche nach Menschen die wie ich sind... ...die sich nicht zu Hause fühlen, die sich in einem Genre irgendwie einordnen können,... ...die seit vielen Jahren zuhause ihre Musik machen und sich nicht trauen, etwas wegzuschicken,... ...weil der Mut nicht da ist, weil sie sich selber sagen, ich bin nicht gut genug dafür.

00:51:38: Das Leben ist halt wirklich für Menschen wie mich... Die Zweifeln an ihrem Selbsthaben, an ihrer Kunst.

00:51:45: An ihrem Leben was auch immer... Ich möchte das Aufhang becken für die verlorenen Seelen sein in diesem Musikbereich und Technobereich.

00:51:58: Ich möchte nicht den Posterboy haben der dann geil auf Tomorrowland spielt weil es passt!

00:52:02: So ich möchte den coolen Typen der in seinem Studio sitzt und den ganzen Tag Beats baut und niemand zeigt Weil er sich nicht traut.

00:52:12: Ich finde, das hört sich wahnsinnig romantisch und schön an.

00:52:15: Ist es aber auch ein bisschen riskant?

00:52:18: Das zu sagen... Keine Ahnung!

00:52:21: Jetzt melden sich hundertfünfzig verlorene Seelen und hundertdreißig von denen sind musikalisch so dass du sagst, wow, verlorenene Seele Hin oder her, aber musikalisch ist das gar nichts für mich.

00:52:34: und trotzdem sagst du jetzt ich nehme euch auf.

00:52:37: Nee es ist am Ende ist es schon noch ein Geschäft.

00:52:40: Es ist ein kuratiertes Lebel ganz klar also das meine ich genau.

00:52:44: Aber es geht schon um eine gewisse Qualität.

00:52:48: Die ist mir auch wichtig.

00:52:49: Und dass das ist auch das was ich jetzt natürlich nicht gesagt habe Das label ist jetzt nicht für jeden da.

00:52:54: Das label Ist nicht für Jeden da nur weil er jetzt noch divers ist oder sich nicht zugehörig fühlt.

00:53:01: Selbstverständlich bin ich auch für solche Menschen da, aber wenn das in das qualitativ musikalische Programm nicht passt dann bin ich natürlich weil es eben doch mein Level ist.

00:53:13: Aber das meine ich, es gibt so viele Musiker die unterschätzt sind und ich sehe das auf Spotify der hat tausend Plays und ich feier die Nummer total ab und denke mir so warum?

00:53:25: hat der nur tausend Plays.

00:53:27: Das ist so ein grandioser Künstler und das sind die Menschen, die ich suche, die halt schon wissen was sie tun, aber deswegen auch Post-Hope, die nicht mehr ... oder die nicht seit drei Monaten Ableton oder FOOTY Loops auf ihrem Rechner haben und sich ein paar Samples zusammenschrauben sondern die, die schon wirklich viele Jahre in ihrem Kosmos sind und da auch eine gewisse, diese sich selber gefunden haben, Post-Hope also Jetzt hoffen den nächsten Superhit zu schreiben oder was auch immer.

00:53:57: Vielleicht auch nicht die, die jetzt auf Social Media auf Instagram und TikTok versuchen anzuschieben und präsent zu werden und versuchen darüber irgendwie Reichweite zu generieren?

00:54:05: Oder auch nicht können!

00:54:07: Die Leute dies also wie ich zum Beispiel... Ich bin kein Social-Media Typ.

00:54:10: Bei mir macht das ja jemand.

00:54:12: Also meine Frau oder ein Team übernehmen das.

00:54:14: Ich mache natürlich schon noch die Fotos aber Ich finde, ich bin kein extrovertierter Typ.

00:54:18: Ich kann mich gar nicht auf Social Media wirklich wohlfühlen weil mir fehlt das Extrovertierte dazu und da gibt es noch ganz viele andere Künstler die müssen's dann aber auch... Und das meine ich ist gehört ja zu dem Business dazu dass irgendwie zu machen damit dich überhaupt jemand wahrnimmt und deswegen die Frage war oder das was du gesagt hast war genau richtig die sich da nicht wohlfühlen dabei.

00:54:44: Das ist das Klientel und Musiker, die ich

00:54:46: suche.".

00:54:47: Aber ich finde es extrem bitter ehrlicherweise dass das Musik früher viel mehr Zeit hatte.

00:54:54: Erfolgreicher sein konnte.

00:54:57: nur mit der Musik... Du wusstest zum Beispiel gar nicht wie sieht der Künstler aus oder die Künstlerin aus?

00:55:01: Damals im Radio hast du gehört ja gut oder ja schlecht für dich empfunden.

00:55:04: heute hörst du überall an jeder Ecke Wenn du kein Social Media hast oder da nicht acht Stories am Tags machst und drei Posten, den neuen Song oder dein Release bewirbst.

00:55:16: Und dann sagen neunzig Prozent, fünfneinzig, neunneinzehnte Labels ja dann passst du hier nicht rein?

00:55:22: Dann können wir gar nicht erfolgreich werden!

00:55:25: Ja weil es eben auch um...und das ist ja schon immer so gewesen.

00:55:29: Musik ist ja auch Geschäft.

00:55:31: Das darf man jetzt auch nicht unterschätzen.

00:55:32: Es ist ein Riesengeschäft so.

00:55:34: Aber ich darf mir als Indie-Künstler und als Indielabel erlauben Das ist nicht als Geschäft zu sehen.

00:55:40: Und das ist ja der Ausnahmepunkt, ich seh mich nicht als nächstes Warner oder Universal sondern ich möchte als Indie-Lebel quasi eher die Power, die ich jetzt habe auch als Indiekünstler nutzen um andere mit anzuschieben und denen die Möglichkeit geben dass es auch.

00:55:57: die Philosophie von Posso geht ja nicht nur darum Das ist jetzt Leute Suche, die ausgestoßen sind oder wie man es auch immer nennen will.

00:56:06: Das ist ein Kernprinzip.

00:56:07: aber das geht auch darum dass der Künstler bei meinem Label entscheidet möchte er auf Spotify veröffentlichen.

00:56:15: Möchte ja auf YouTube.

00:56:18: Also ich möchte auch komplette Entscheidungsgewalt drüber, wo möchte er öffentlich werden?

00:56:25: Wo möchte er auftreten.

00:56:26: Wie soll sein Social Media-Auftritt dazu aussehen?

00:56:29: Möchte er eine Kampagne dazu?

00:56:35: Ich sehe es viel wichtiger als Label jetzt eher so ein Art Mentor zu sein der mitführt und da aber auch in die Richtung geht ... als Kunst zu sehen und nicht als Produkt.

00:56:51: Ja, okay!

00:56:52: Und das ist so die Kernaussage für mich dazu... Warum macht man ein Label?

00:57:00: Weißt du, ich will das nicht entschuldigen, es ist auch Geschäft.

00:57:03: Ich muss auch einen Vertrieb bezahlen oder was auch immer.

00:57:05: Das gehört ja auch Gelder dazu.

00:57:08: Aber wie gesagt, es is für mich nicht der Hauptgrund jetzt ein erfolgreiches Label zu bauen.

00:57:13: Der Erfolg kommt durch die Künstler, die du veröffentlichst.

00:57:16: am Ende Ja.

00:57:17: Das kannst du manipulieren, aber ich will das gar nicht!

00:57:20: Ich möchte dass es organisch wächst und da suche ich auch die Künste... Und witzigerweise hat jetzt gerade die Demo-Adresse freigeschickt und das Postfach war wirklich voll.

00:57:29: Es war total schön.

00:57:30: Das Aussehen habe mich richtig gefreut.

00:57:32: Und Niklas mein Freund und Partner hier auch bei Postup Audio der hat sich schon die Zeit genommen alles durchgehört und da sind schon richtig tolle Sachen dabei.

00:57:42: also es ist nicht so, dass jetzt die Demobox voll läuft.

00:57:47: Wir haben wirklich Glück und ich freue mich da auch richtig drauf.

00:57:50: Das nächste Release, auch jetzt nach mir kommt von einem guten Freund Thore aus Hamburg ein unfassbar toller Künstler der halt nicht für den Dancefloor arbeitet aber so unfassbaar schönes Sound machte und ich freu mich auf seine Platte fast noch mehr als auf meine jetzt weil das der erste quasi externe Künstlerin ist und der mir auch ans Herz gewaßt ist.

00:58:07: auch so ein wunderbar lieber Mensch.

00:58:09: einfach so herzlich.

00:58:11: Ja, wo man einfach merkt der ist viel zu feinfühlig auch in diesem Business eigentlich zu bestehen.

00:58:21: Und ich bin da genauso und deswegen passt das jetzt schon super mit Tore zum Beispiel und es hoffe ich geht mit den anderen Artes aus.

00:58:29: Dann wünschen wir dir auf jeden Fall nach deiner eigenen...und das finde ich total wichtig dass man eine eigene Definition von Erfolg hat Nach der eigenen Definition ein erfolgreicher Start und dann einen geilen Weg für dein Label.

00:58:40: Und kommen dann jetzt schon zur letzten Frage unseres Podcasts.

00:58:43: Schade!

00:58:44: Immer die gleiche ist,

00:58:45: ja?

00:58:45: Ja das könnte ich auch nicht.

00:58:49: Wir schließen das tatsächlich immer und das ist aber oft eine Frage... ...die in der Beantwortung je nachdem wir zu Gast haben etwas länger dauern kann.

00:58:56: Kann es mich mal gespannt was ist denn das erste Mal bei dir auf dass du dich in Zukunft freust?

00:59:03: ein neues erstes Mal?

00:59:07: Bei meiner Frau und mir steht ja noch ne Hochzeit an.

00:59:09: Oh hi

00:59:10: Und ich glaube, das ist auch jetzt so eine große Sache auf die ich mich tatsächlich freue.

00:59:17: Wir warten schon eine ganze Weile darauf, dass wir es irgendwie hinbekommen und ich glaube meine Frau auch und da freue ich mich auf jeden Fall drauf.

00:59:26: aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin mittlerweile auch so Mensch Ich habe sehr viel Vorfreude überhaupt auf Dinge.

00:59:33: also ich hab angefangen oder ich bin wieder so ein Mensch der sich Immer freut auf Dinge auch sowieso, so wie es auf das Interview heute.

00:59:39: Ich war ja nicht aufgeregt weil ich keine Vorfreude hatte, sondern weil ich mich auch gefreut habe da drauf mit euch zu quatschen und von daher, das gebe ich gerne mit.

00:59:45: also einfach mehr Freude und Vorfreud ist sowieso gut.

00:59:49: Ganz geil!

00:59:49: Also cool... Die zweite Hochzeit wir haben letztens mit Raph Kamorra drüber gesprochen.

00:59:54: Wir hatten uns schon zur Hochzeit eingeladen, also Nico.

00:59:57: Ja dann nehmen wir uns natürlich auch auf unsere auch.

01:00:01: Aber ich hab noch keinen Datum Leute, das kann ich noch nicht sagen.

01:00:04: Oder?

01:00:04: Entschuldige

01:00:05: Der Film, die Hotsetz-Crasher.

01:00:07: Den gab's doch

01:00:08: ne?

01:00:09: Die Weddingcrasher!

01:00:10: Seid ihr so?

01:00:11: Ich

01:00:11: bin ja... Martin ist so Typ Owen Wilson und ich denke mal wie weit er

01:00:15: kommt.

01:00:18: Großer Film, wirklich kennt ihr, habt ihr den Film noch vor Augen?

01:00:21: Ich muss ja wirklich sagen, ich gehöre zu den Menschen, ich mag Owen Wilson Filme.

01:00:25: Ich liebe ihn.

01:00:26: Ja?

01:00:26: Ich liebe

01:00:26: ihm.

01:00:27: Ich finde den auch und der Weddingcrasher ist schon gut.

01:00:29: Martin also ey, wie tässt das ein

01:00:30: Geschäftsmodell?!

01:00:31: Wenn das jetzt wieder erwarten nicht so weitergehen sollte hier mit dem Podcast Dann werden wir Weddingcrasher, finde ich gut.

01:00:37: Ich meine das Geschäftsmodell gibt es tatsächlich in Amerika schon!

01:00:40: Ich meine ich hatte sowas gelesen dass du Leute engagieren kannst die Hochzeitspartys crashen.

01:00:45: Aber mit welchem Ziel?

01:00:48: Sowohl als auch...ich weiß nicht.

01:00:49: vielleicht als Fun oder auch als unnette Geste vielleicht.

01:00:53: Das weiß ich nicht.

01:00:55: Wenn's jetzt

01:00:55: in Deutschland noch nicht gibt hier die offizielle Bewerbung.

01:01:00: Kannst du das als Label ja auch?

01:01:02: Dann mache ich mit ich macht an den Hochzeits DJ der richtig verkackt.

01:01:07: Ganz genau.

01:01:08: Sehr schön Niko.

01:01:09: vielen, vielen Dank.

01:01:09: das hat großen Spaß gemacht mit dir.

01:01:13: Und ja alles Gute für dein Label und ich freue mich auf alles was da kommt.

01:01:17: Ich freu mich bei euch gewesen sein und vielen vielen Danke liebe Grüße.

01:01:21: Macht's

01:01:21: gut tchau

01:01:23: tchau.

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