#22: Fußball-Weltmeister Lukas Podolski
Shownotes
Torjäger. Weltmeister. Publikumsliebling. Und bis heute einfach: Poldi.
In der neuen Folge von „Dein erstes Mal“ sprechen Martin Werner und Arndt Ziegler mit Fußballstar Lukas Podolski über die prägenden ersten Male seines Lebens – über die Momente, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist.
Poldi erzählt offen von seiner ersten großen Netflix-Dokumentation (ab 4. Juni), warum er dafür bewusst „die Türen aufgemacht“ hat und weshalb die Doku eben keine klassische Fußballer-Hochglanzstory werden sollte. Es geht um seine Kindheit in Polen, das Aufwachsen in einfachen Verhältnissen, seine Familie und die Mentalität, die ihn geprägt hat.
Natürlich spricht der Weltmeister auch über seine ersten Schritte in Bundesliga und Nationalmannschaft, seine besondere Freundschaft zu Bastian Schweinsteiger und die legendäre „Poldi & Schweini“-Zeit.
Besonders emotional wird es, wenn Lukas über den Bolzplatz spricht: verschiedene Nationalitäten, keine gemeinsame Sprache – aber alle verbunden durch Fußball. Genau dort habe er gelernt, sich durchzusetzen, Spaß zu haben und niemals aufzugeben.
Außerdem geht’s um:
- seine Liebe zu Fans, Stadionatmosphäre und Fußballkultur
- warum Fußball für ihn nie Druck, sondern immer Freude war
- seine Projekte abseits des Platzes, wie Mangal Döner und das Glücksgefühle-Festival
- die Frage, was ihn bis heute antreibt
Eine Folge voller Energie, Ehrlichkeit, Nostalgie und echter Fußballliebe.
Viel Spaß mit Lukas Podolski bei „Dein erstes Mal“.
Den Trailer zur Netflix-Doku gibt's hier: https://www.youtube.com/watch?v=maFmx260WKI
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen bei Dein erstes Mal, dem Mans Health Podcast.
00:00:06: In diesem Podcast sprechen Männer über ein erstes mal das sie individuell geprägt hat.
00:00:11: Das erste Mal auf der Bühne, das erste Mal scheitern und ehrlich mit sich selbst sein.
00:00:16: Ein Gespräch über ängste Glücksmomente Ambitionen und mentale Stärke.
00:00:21: Alle zwei Wochen mit prominenten Männern aus Sport, Kultur und Wissenschaft.
00:00:27: Unser heutiger Gast ist ... Und ihn schuldigen mich schon jetzt, aber es geht nicht anders.
00:00:34: Lu-lu-luckas Podolski!
00:00:37: Lu-Lu-Lukas Podolski ist bei uns!
00:00:43: Ich kann's nicht glauben.
00:00:45: Lukasz Podolsky-Holdy is' bei uns im Podcast zu Gast.
00:00:50: Manin?
00:00:51: Ist das nicht
00:00:51: krass?!
00:00:52: Ja, es wird weltmeisterlich ein absoluter Dönerexperte noch dazu... Highlight, absolutes Highlight?
00:01:01: Mehr geht nicht.
00:01:02: Wir freuen uns wirklich sehr, dass Pauli Bayerns ist und der Anlass ist unter anderem das eine Netflix-Doku über das Leben von Lukas Podolski auskommt.
00:01:11: wir haben mit Podolskine Gutesstunde gesprochen über sein Leben, seine Karriere, über Highlights stärksten und härtesten Gegenspieler.
00:01:22: Und habe ich total stolz, dass auch ein meiner lieblichen Spieler Torsten Lutscher Frings unterbringen konnte den er echt auch hart gefeiert hat.
00:01:29: das fand nicht super.
00:01:30: wir haben polli gefeuert.
00:01:31: so viel ist klar
00:01:33: ja und ich konnte endlich mal mit poldy unser aufeinandertreffen Ich glaube es war so zwei tausend vier zweitausend fünf aufarbeiten als ich für die aminer Die rechte abwehrseite bekleidet hab und poldi DIE linke offensiv Seite Für Den FC.
00:01:47: Rückblickend ging knapp für Poldi aus.
00:01:49: Das muss ich ihm zugestehen, konnten wir schön fach sind.
00:01:53: War herrlich!
00:01:54: Vielen Dank!
00:01:56: Hört gerne gerne rein in die neue Folge.
00:01:58: Ihr seid auch ähnlich abgebogen.
00:02:02: also die Karriere von Poldy und dein ist vergleichbar.
00:02:05: du sitzt jetzt hier mit mir diesem Podcast.
00:02:08: Ich würde fast sagen dass du ein Tackenerfolgreicher warst.
00:02:11: Und damit unser podcast Achtung journalistische super Überleitung Noch erfolgreicher wird, dürft ihr gerne bei Spotify und Co abonnieren.
00:02:20: Und natürlich auch die Glocke läuten lassen!
00:02:24: Martin Lukas Podolski, welche Glockel läuten wir heute?
00:02:27: Ach ja ich hätte fast schon eine Trommel denn wenn da Trümmelsche geht... Hätte ich auch in den Gepäck.
00:02:33: aber Pauli Kölscheyung, was ist Kölle?
00:02:36: Kölle ist der Dom, er hat ganz viele Trommeln.
00:02:38: Wie geht der nochmal?
00:02:40: Die gehen folgendermaßen, Pauli kennt das.
00:02:44: Bumm!
00:02:48: Und wenn du ein Trömmelsche machen müsstest, wie wär das?
00:02:52: Ram-tam-tam.
00:02:53: Ram-tam-tam... Olli wir freuen uns und ihr freut euch.
00:02:57: Viel Spaß mit Lukas Bodolski.
00:02:59: Eine Kleinigkeit noch bitte wundert euch gleich nicht, wenn die Folge zu Beginn ein bisschen anders klingt als sonst.
00:03:05: aber das klassische Vorgespräch was wir immer mit unseren Gästen führen war bei Lukas Podolski einfach schon so typisch Olli dass wir es euch einfach nicht vorenthalten wollten und vorenthalten können.
00:03:18: Deswegen ganz viel Spaß, ein bisschen anderer Start als sonst aber freut ich auf die Folge.
00:03:23: Die wird ganz großartig!
00:03:27: Lukas?
00:03:29: Wir sind beim Toune.
00:03:30: Ja.
00:03:31: Sehr gut.
00:03:32: Es handelt
00:03:33: nur, dass ich dich sieze wenn du willst.
00:03:37: Eigentlich wäre das genau auf einem bestimmten Alter, obwohl du bist auch hier.
00:03:40: Ich
00:03:41: würde das eingebracht bei dir ernten.
00:03:42: Der Jogi hat es mir angeboten.
00:03:44: Aber ich war der einzige den glaube ich Dutzendorfte.
00:03:48: Ja, also von mir aus.
00:03:49: Also ja sieht so wer cool aber wenn du willst, wenn ich sicherer
00:03:52: bin.
00:03:53: Neutral easy
00:03:54: sehr gut.
00:03:55: was ich dir einmal sagen wollte nicht dass du dich wundest wir starten gleich rein.
00:03:59: Wir stellen dich nicht vor weil wir das bei uns im podcast immer so haben.
00:04:02: wir Stellen quasi in einer separaten tonspur vorab vor.
00:04:05: nicht dass Du dich Wunderst.
00:04:06: Ich meine bei dir ist der zittich so.
00:04:08: die meisten würden dich wahrscheinlich kennen.
00:04:10: trotzdem wir gehen gleich einfach rein okay?
00:04:12: Wir starten quasi unseren podcast.
00:04:14: Martin legt los und dann vielen Dank, dass du die Zeit nimmst.
00:04:17: Und wir freuen uns sehr!
00:04:18: Ja, ab jetzt habt ihr acht und vierzehn Minuten.
00:04:22: Dann wollen wir direkt losfeuern, damit wir genug mit dir quatschen können.
00:04:27: Also wir zählen einmal runter drei zwei eins go.
00:04:32: Und Vollgas.
00:04:33: Freunde, Freunde, Freunde.
00:04:34: Wir sind wieder da.
00:04:35: eine neue Folge da ein erstes Mal.
00:04:38: Piede mal an meiner Seite an Ziegler.
00:04:40: Moin Arndt.
00:04:41: Hi Martin ich freue mich sehr.
00:04:43: Und heute ein ganz besonderer Gast.
00:04:46: Ich habe mal nachgedacht, Lukas wir haben uns vor den zwanzig Jahren schonmal persönlich gesehen auf dem grünen Rasen im Bielefeld... Was habt ihr schon verloren
00:04:55: oder?
00:04:56: Ja du sagst es tatsächlich die Anekdote dazu.
00:05:00: Das war U-Ninzen Bundesliga.
00:05:02: Aminer gegen Köln.
00:05:03: Frank Schäfer dein Trainer sagt Lukas eine Aktion noch kommst du runter sagst du Trainer eine Bude mache ich noch.
00:05:11: Du machst die Bude und gehst runter.
00:05:13: Es geht
00:05:14: nicht wahr?
00:05:16: Leider fünfeinens Köln.
00:05:18: Aber wo haben wir gespielt, bei uns in Kölnen?
00:05:20: Im
00:05:23: Bielefeld?
00:05:24: Ja man hat schon gesehen dass du ein bisschen mehr kannst als andere
00:05:27: Und wir beide standen auf dem Platz?
00:05:29: Wir stehen auf dem Blatt.
00:05:30: Okay Du als welcher Position?
00:05:33: Rechts außen
00:05:36: Da haben wir gegeneinander gespielt oder ich habe links gespielt.
00:05:38: Ja, aber du hast das nicht so mit dem Verteidigen also.
00:05:45: Wolltest du damit sagen?
00:05:46: Wir
00:05:48: fangen mal an mit der Folge
00:05:51: von
00:05:51: podcast.
00:05:52: Ich kann mich daran erinnern, wann es war.
00:05:57: Schön, dass du da bist Lukas!
00:05:58: Vielen Dank für deine Bitte.
00:05:59: Danke euch.
00:06:00: Danke auch.
00:06:01: Podcast heißt Lukas dein erstes Mal.
00:06:06: Bevor wir abschweifen in Regionen die wir nicht wollen.
00:06:09: Erste Mal Netflix-Doku, weil deswegen strengen wir ja auch.
00:06:14: Wie kam es so auf die Idee?
00:06:16: Wie ist das entstanden?
00:06:17: Warum eine Doku über Lukas Podolski?
00:06:20: Ich hatte während meiner Kerre immer wieder Anfragen auf dass jetzt Doku ist was TV angeht oder Stream oder ist jetzt kein Doku?
00:06:28: aber viele habe.
00:06:29: ich kriege auch mal wieder an Fragen um Buch zu machen Biografie und so weiter Immer wieder in den letzten Jahren.
00:06:36: Das war einfach eine Kette, also ich hatte Bock drauf nochmal zu zeigen die letzten Jahre der Karriere.
00:06:42: Das Team was mich begleitet hat, die Anfrage später die Termine mit Netflix das alles hat mich überzeugt.
00:06:50: wo wir gesagt haben so lasst uns das Ding starten und los geht's!
00:06:55: Ich bin selber gespannt wie das wird, was da drin ist.
00:07:00: es gibt viel Material Und ich bin gespannt, ist ja immer auch bei Filmen oder generell was schmeißt man raus.
00:07:10: Da bin ich gespannt wie das am Ende wird.
00:07:12: und alles andere wie immer bei mir einfach machen geradeaus loslegen nicht viel überlegen sondern einfach drauf und bin gespannt was draus geworden ist.
00:07:25: Wie lange wurdest du da begleitet?
00:07:27: Also wie lange haben die Dreharbeiten, ich weiß wahrscheinlich immer so ein bisschen nebenbei.
00:07:31: Aber wie lang hat das alles gedauert?
00:07:32: Ja, es waren
00:07:32: mal Abständen!
00:07:35: Natürlich hat sich vieles in Polen abgespielt hier bei wo ich jetzt aktuell spiele oder wo ich aktuell lebe.
00:07:42: Wir waren auch mal in Japan, wir waren in der Türkei und so weiter also schon immer wieder über längeren Zeitraum mich begleitete.
00:07:52: Ich bin gespannt, was daraus wird.
00:07:54: Also ich hab die Türen aufgemacht.
00:07:57: Jetzt liegst du an den Machern, was wir daraus gemacht haben also... ...ich habe die Türe weit aufgemachten und bin gespannt was draus wird.
00:08:08: Wenn Du sagst, Du hast die Türen aufgemachtet?
00:08:11: Man kennt Dich ja auch als jemand der sehr offen umgeht über sein Privatleben einfach ein ganz offener Typ ist.
00:08:19: Jetzt mal aber abgesehen von dir.
00:08:22: Hast du denn das Gefühl, es gibt da Charaktere, Personen aus deinem privaten Umfeld, die dir im Rahmen dieser Doku so ein bisschen die Show stehlen könnten?
00:08:30: Ich hab da sowas gehört von ganz lustigen Tanten, die sich so äußern...
00:08:35: Ja ja ja schon!
00:08:37: Wie ich gerade gesagt habe, ich bin ja ... ich hab das ganze Material natürlich auch noch nicht gesehen.
00:08:41: Ich bin gespannt auf das Ganze am Ende und ich glaube schon dass da der ein oder andere vorkommt, wo man dann auch bisschen drüber lachen kann.
00:08:52: Weil ich habe im Vorfeld gesagt, ich will keine klassische Doku machen, wo dann... ...von den Grünen Van sitzen und erzählen was für ein toller Mensch der Poldi war und wie super er ist und so weiter.
00:09:08: Dann zeigt man seine ganzen Tore Highlights erstes Torer und FC und alle seine Stationen Und am Ende ist die Doku fertig.
00:09:17: Ich habe einmal gesagt, wenn wir das machen zusammen dann will ich auch mal eine andere Seite von mir zeigen.
00:09:24: und wichtig ist dass vielleicht die Leute, wenn sie diese Doku anschauen, irgendwas mitnehmen aus dieser Doku.
00:09:29: Das ist natürlich auch wichtig weil die ganzen Highlights, die kannst du dir heute bei YouTube reinknallen und schreibst der Lukas Podolski Highlights.
00:09:36: Du hast auch die ganze Tore gezeigt.
00:09:38: daher ist es für mich wichtig oder würde mich freuen Wenn Leute, die diese Doku anschauen, irgendwas für sich rausziehen können auf das jetzt sportliches, privat oder im Thema Business.
00:09:50: Und da bin ich drauf gespannt.
00:09:51: Lukas, gab es denn während dieser Zeit, während der Dreharbeiten auch Momente wo du gesagt hast Boah!
00:09:56: Ich mach hier die Türen sehr weit auf aber das ist mir jetzt zu privat?
00:10:00: Das bleibt nur bei mir, bei meiner Familie.
00:10:03: oder war das wirklich... ...Lukas Podolski, dreihundertsechzig Grad?
00:10:08: Na ja eigentlich, ich hab die Türe wie ich gesagt habe aufgemacht und Klar, meine Frau ist auch mit dabei.
00:10:14: Meine Frau kennt man ja so nicht, die ist ja nicht in der Öffentlichkeit und ich glaube das Team hatte dann den Stress mit ihr und musste sich mit ihr einigen wie und was jetzt passieren kann.
00:10:28: Aber sonst glaube ich, wenn man sowas macht dann muss man noch offen für sein.
00:10:33: Da muss man auch sagen so begleitet nicht, lasst den Ton laufen, lass das Bildmaterial laufen.
00:10:40: und ich weiß jetzt nicht einer wo ich im Nachhinein gesagt habe hey Jungs was ihr die letzte Stunde hier gedreht habt war scheiße bitte raus damit.
00:10:48: sondern ich hab einmal gesagt dreht einfach macht mit, lasse den Ton Und schaut am Ende, dass der Film über diese neunzig Minuten einfach so geschnitten ist.
00:10:58: Dass er den Leuten gefällt und das war mir am Ende wichtig... ...dass man da nicht irgendwie in einen Film eingreift und sagt so Das muss raus!
00:11:07: Das muss rein.
00:11:09: oder jetzt die ganze Szene mit meiner Tante will ich nicht.
00:11:12: Oder mein Vater soll dann nicht vorkommen Sondern ich denke ich habe die Türen weit aufgemacht und dass da auch viel gezeigt wird was man vielleicht von mir noch nicht gekannt hat.
00:11:22: Du hast gerade deinen Vater angesprochen, wir haben auch schon so paar Zitate bekommen.
00:11:26: Deinem Vater sagt in der Doku Ich habe immer gewusst dass er es schafft Wenn du das jetzt nochmal so hörst Das von deinem eigenen Vater zu hören Was bedeutet dir das?
00:11:39: Ich finde das sensationell wenn Eltern sowas dann schon sagen und dass der Dass dein Vater dann sagt Er hat immer gewusst dass du das schaffst.
00:11:46: Wie fühlt sich das für dich an?
00:11:47: Es ist mir neu der Spruch.
00:11:49: Das hat er mir noch nie gesagt!
00:11:53: So, jetzt ist es soweit.
00:11:55: Bei mir war ja bis zu U-Ninzen nicht klar, wie der Weg weitergeht.
00:11:59: Damals war der Trainer beim FC Friedhelm Funkel.
00:12:02: Er hat jetzt komplett gar nicht auf die Jugend gesetzt.
00:12:03: Ich glaube, er hat nicht mal einmal beim Training oder bei den U-NEINZEN Spielen reingeschaut und zum Glück ist dann damals der Wechsel stattgefunden vom Frieder Funkel auf dem Marcel Kolla.
00:12:14: Und der hat dann in den ersten Wochen sich die Jugend angeschaut, wer läuft da so rum?
00:12:18: Wir sind die Spiele und mit der Berufung dann ins Trainingslager zu fahren nach Heneff wusste ich schon.
00:12:26: Ich habe einen Fuß schon drinne und dann liegt es an dir da in dem Trainingslage zu zeigen dass du bereit bist das du da drinnen sein willst.
00:12:34: Und davor klar wusste man immer, ich hatte das Talent auf den U-Seven und U-Ninzehn usw.
00:12:40: Aber da ist der Weg noch nicht zu Ende.
00:12:44: Und generell damals in der Zeit war es ja auch nicht üblich dass die Jungen wie heute hochgezogen wurden.
00:12:49: wir haben Fließband Heute ist das ja üblig.
00:12:52: Damals war das viel schwieriger sich da durchzusetzen.
00:12:55: Ich habe's geschafft Aber ich höre auch das erste Mal, dass mein Vater gesagt hat so.
00:13:01: Ich habe es immer gesehen aber natürlich er hat selber Fußball gespielt und hatte ein Auge drauf und hat mich meine ganzen Jungen begleitet seit der D-Jugend beim FC.
00:13:13: Der war fast bei allen Spielen, bei allen Turnieren und hat wahrscheinlich einen guten Blick gehabt für diese Situationen und hat gesagt so...der Junge schafft das!
00:13:24: Jetzt hast du gerade gesagt, dann wurde es ins Trainingslager eingeladen und da musste man einfach dasein.
00:13:28: Dieses Dasein wenn's drauf ankommt ist das was, was dir auch deine Familie von klein auf mitgegeben hast?
00:13:34: Du sagst ja, du kommst aus einer Bergarbeiterfamilie, du weißt was es heißt hart zu arbeiten oder sehr viel mitbekommen.
00:13:42: Deine ganze Familie musste sehr viel tun, sehr hart arbeiten.
00:13:45: war das was?
00:13:46: Was du einfach so mitbekommst dieses ich muss da sein wenns darauf ankommt.
00:13:51: Ja, also ich hab das.
00:13:53: Man hat diese Chancen und man muss einfach funktionieren und da sein!
00:13:56: Und ich habe diese Mentalität, diese Arbeiter-Mentalität, die hab' ich... Die habe ich irgendwie in den Genen.
00:14:03: Die hat meine Familie in den Genen und das ist bei uns naturell, dass wenn man irgendwas machen muss auf das jetzt mit Sport, Privat-, Familie oder Arbeit zu tun hat die Dinge werden umgesetzt und gemacht und man versucht es auch zu machen.
00:14:17: Man sagt nicht nein, man zieht sich den Schwanz ein sondern man is da!
00:14:21: Man versucht es und generell wenn man diese Chance bekommt dann... Habe ich die Chance gerochen und gesagt, ich will jetzt hier bleiben.
00:14:30: Ich kann mich noch ganz genau erinnern an den ganzen Situationen als der Marcel Koller mich ins Büro gerufen hat.
00:14:35: Sojong kommt mit nach Ende für die vier-fünf Tage dann die ersten Trainingsanheiten
00:14:40: usw.,
00:14:40: da war es für mich nicht irgendwie hinsetzen still sein sondern das war Training raus und machen und das Beste draus machen!
00:14:49: den Fuß reinhalten, die Zweikämpfe gewinnen.
00:14:53: Reingrätschen dazu sein.
00:14:55: und ich kann mich immer wieder an die tollen Zitate meiner ehemaligen Mannschaftskollegen daran erinnern auf das jetzt Dirk Lottner-Matthias Scherz war
00:15:02: usw.,
00:15:03: wo die gesagt haben was ist das für ein Wahnsinniger aus der Jugend gekommen?
00:15:06: Und der rennt von links nach rechts!
00:15:08: Der Press, der Sprinte, der kämpft und genau diese Tugenden haben wir in der Familie in den Genen.
00:15:15: Aber ist denn dieses einfach machen?
00:15:18: Also das klingt so unfassbar herrlich einfach.
00:15:20: Wenn es so einfach wäre, würde sich ja wahrscheinlich jeder tun.
00:15:22: Aber hat dir das dabei geholfen?
00:15:25: eben diese Mentalität dieses einfach machen nicht viel nachdenken?
00:15:29: Eben auch Rückschläge einfach wegzusticken oder besser wegzustecken weil du eben nicht jemand bist der so viel grübelt und vielleicht nach einem schlechten Spiel sagt oh man wie war denn das?
00:15:39: und wer ist denken die Leute sondern einfach dann weiter gemacht hast
00:15:42: Hast du gerade gesagt, das ist natürlich nicht so einfach.
00:15:44: Sonst würde es jeder machen und jeder würde irgendwo in der Jugend in der Union Bundesligaspiel Profi werden.
00:15:50: wenn er jetzt irgendwie sagt auch der Poli hat gesagt okay wenn meine Familie hart arbeitet wenn sie sagen wir essen und zu fünft in einer Einzimmer Wohnung macht dann werde ich am Ende Profi.
00:16:01: Das ist so einfach nicht.
00:16:04: Wir sind damals anders aufgewachsen in unserer Generation, ihr wahrscheinlich auch als heute.
00:16:09: Das kommt noch mal dazu.
00:16:11: und alles andere hat sich dann bei uns als Familie entwickelt.
00:16:15: Und da sind einfach diese Tugenden die damals auf der Straße stattgefunden haben.
00:16:21: Damals gab es keine Smartphones weil sich bei meiner Oma an Polen da gab es drei Kanäle, die du im Fernsehen anschauen konntest.
00:16:29: Damals war das Leben für mich raus, Sport haben irgendwie Geld verdienen, irgendwie überleben und die Oma oder die Mama hat durch Fenster gerufen Lukas kommen Mittag essen und Lukas kommt Abendessen.
00:16:43: Das waren die einzigen Male wo ich die gehört habe und sonst war die Zeit draußen.
00:16:48: Natürlich hat man auch viel Blödsinn gemacht.
00:16:50: Man war mit seinen Freunden unterwegs Man hat Fußball gespielt und dadurch habe ich das wahrscheinlich.
00:16:57: Ich bin so aufgewachsen, und dadurch hab' ich das.
00:16:59: Und... ...ich kann nicht schließlich sagen, dass warum es diese Generation oder diese Tugenden heute nicht mehr gibt.
00:17:07: Weiß ich nicht!
00:17:07: Ist mir auch egal weil ich bin zufrieden wo ich herkomme wie ich groß geworden bin und ich erinnere mich immer noch sehr gerne an meine Kindheit zurück.
00:17:17: also ich würde nie um keinen Preis der Welt meine Kindheit mit der Kindheit von heute tauschen.
00:17:23: Ich würde immer die Kindheit, die ich damals hatte bevorzugen.
00:17:26: Wenn nicht meine Kinder sehe wie sie aufwachsen andere Kinder, andere Familien... ...ich würde immer wieder mein Leben und meine Kindkeit da
00:17:34: vorziehen.".
00:17:35: Sorry Martin!
00:17:36: Da muss ich jetzt einmal nochmal nachhaken.
00:17:38: Du lauerst schon aber das ist ja tatsächlich spannend so.
00:17:42: ich habe auch zwei Jungs sechs und elf.
00:17:45: Und ich frage mich schon, jetzt gerade auch bei dir Lukas, wenn du sagst, Du würdest es nicht eintauschen wollen?
00:17:50: Jetzt erziehst du selbst grade Kinder!
00:17:53: Versuchst du denn bewusst den die Werte, die du mitbekommst, auch mitzugeben und sie eben nicht in diesem... Ich nenne Sie mal ein bisschen vorhin Glaskasten groß werden zu lassen wo in keiner was kann?
00:18:05: oder nimmst du das die positiven Dinge einfach dein Leben und auch deine finanzielle Situation mitzugeben.
00:18:13: Wie schaffst du dich?
00:18:14: Natürlich
00:18:15: wäre, weil ich damals ... Ich hatte nix, da waren andere Mechanismen in der Familie auf der Straße.
00:18:22: Und ich kann Ihnen das selber nicht mitgeben.
00:18:25: Ich kann nur über mich sprechen!
00:18:26: Ich kann dir nur Werte mitgeben, die ich beigebracht bekommen habe, aber auch über die Zeit, als Fußball aktiv war oder jetzt auch als Businessman, was ich so die letzten Jahre so gelernt habe.
00:18:41: Das kann nicht weitergeben aber ich kann ihn jetzt nicht irgendwie meine Kindheit beibringen oder erklären.
00:18:46: schon ein bisschen.
00:18:47: Aber ich weiß auch dass sich meine Kinder nie eins zu eins das Leben haben werden wie ich damals Oder auch irgendwie das sehen können wie es damals war.
00:18:58: Also dafür hat sich die Welt und die Menschen und alles viel zu weit nach vorne entwickelt Und das kann man nicht aufhalten.
00:19:06: Aber klar versuche ich den Zuhause so meine Werte, die ich habe und auch damals beigebracht bekommen habe zu vermitteln.
00:19:13: Aber weiß auch direkt im Umkehrschluss das wird schwer umzusetzen oder fast auch nicht möglich
00:19:19: sein.".
00:19:20: So jetzt will ich noch mal zurück nach Heneff weil ich kenne das so klar vollziehen.
00:19:24: Lukas du kriegst dann den Anruf und kannst mit ins Trainingslager.
00:19:28: Das war bei uns in Bielefeld war es immer Klosterforte Da war es dann Rüdiger Kauf, Matze Hein und Detlef Dammeyer waren da so die Matthias Scherz und Co.
00:19:37: Da dabei zu sein war absurd!
00:19:40: Man dachte man kommt jetzt so langsam an.
00:19:42: Wann hast du gemerkt bei den Profis?
00:19:44: Warte mal ich kann hier mithalten Ich kann das wirklich schaffen, ich kann wirklich den Step zum Profi gehen.
00:19:51: Ja damals waren noch irgendwie die U-Ninzen Kabinen und Jugendkabinen relativ nahe an den Profes am Geysburgheim.
00:19:58: Da gab's doch nicht diesen neuen Kabinen.
00:20:00: Und man hat dann immer wieder diese Profis getroffen, also damals noch Bode Ökna und die ganzen Zeit auf dem Parkplatz.
00:20:07: Man hat gelauert, man hat Autogramme gesammelt... Ich wusste immer an den Katerkomten lagen immer so Bälle, die die Profis immer unterschreiben mussten usw.
00:20:16: Mir hat das irgendwie gefallen!
00:20:17: Ich wollte irgendwie dahin.
00:20:18: Ich hatte immer irgendwie die Motivation in diese Kabine da reinzugehen oder auch diese Bälle zu unterschreiten.
00:20:23: Darum hat mir das gefallen damals, dass es nicht komplett getrennt war, dass du als Jugendlicher Immer diesen Geruch von den Profis hat es in der Nase.
00:20:32: Du warst nicht in der Kabine, aber du hast das irgendwie gespürt.
00:20:36: und dann damals mit dem Anruf vom Marcel Koller mit dabei ins Trainingslager... Da war für mich jetzt nicht irgendwie schock, woher bist du bei den Profi?
00:20:44: Jetzt bist du da mit deinen, sag ich mal Idolen die dir vor ein paar Monaten noch nicht kannten.
00:20:52: Bist du jetzt mit dabei?
00:20:53: Aber für mich war einfach nur so, du bist hier und du musst liefern!
00:20:57: Da war keine Schockstarre Sondern ich weiß noch ganz genau, wie ich im Training Gas gegeben habe.
00:21:02: Also vielleicht war ich von mir auch selber überrascht aber... Aber ich war da!
00:21:06: Ich wusste, ich muss funktionieren und ich wusste manchmal in dem Leben hast du nicht viele Chancen Und wenn du da vier Tage bei den Profis bist dann musst du das irgendwie auf bestmögliche Art nutzen weil dafür gibt dir die Trainer die Chance.
00:21:19: also kannst jetzt sich sagen so ich fahre dahin und hab bisschen Picnic und hab dreimal am Tag Essen und alles noch kostenlos und schlafe noch in einem guten Bett.
00:21:28: Sondern für mich war die Zeit auf dem Platz wichtig.
00:21:31: Und da habe ich Gas gegeben und anscheinend hat es den Trainer ohne Leuten gefallen, und ich war beim ersten Rückgründenspiel direkt in der
00:21:38: Stadtölf.".
00:21:40: Was ist genau das was du sagst?
00:21:41: Also früher war es eine andere Zeit.
00:21:42: also wenn du da als Jungschauer hochgekommen bist, dann gab's auch die Zeiten bei uns im Bielefeld Dabut zu auch mal gut über die Klinge springen lassen, da die Ellbogen rauszuholen... Dabei zu bleiben?
00:21:52: Das war schon schwer, fand ich.
00:21:53: Ich hab bei mir einen Phänomen bis heute, ich komm überall in der Kabine klar!
00:21:56: Also wenn so ein Typ, ich habe nirgendwo streit, ich bin nirgends woher aus der Kabinen, glaub' ich, wenn du jetzt irgendwie meine Ex-Spieler fragst, egal auf welchen Vereinen die werden nie sagen, ey boah, der Pauli war ein Arschloch oder sowas... Und das war auch immer so ein Charakter von mir, auch in den jungen Jahren.
00:22:11: Dass ich irgendwie auch diesen Humor hatte diese Leichtigkeit und so weiter.
00:22:16: Und dass es schnell in der Kabine auch drin war bei den Jungs.
00:22:19: Manchmal ist es ja so du kommst an dich suchen dich da hoch Wirst getreten von den Älteren und damals noch, hey was liegst du hier beim Physio?
00:22:26: Geh mal schnell runter usw.
00:22:28: Das war bei mir nie!
00:22:29: Und das hat glaube ich auch so mit meinem Charakter zu tun dass ich mich schnell in die Gruppe irgendwie reinfinden konnte Dass ich da war, dass ich mit ihm geflachs hatte, dass sich irgendwie den Gefühl gehabt habe, ey ich bin... Ich komme zwar von der Jugend aber ich bin ein Teil von dir.
00:22:43: Zeig mir wie das geht.
00:22:45: Bringen wir es bei Was soll ich machen?
00:22:47: und so weiter.
00:22:48: Und die Jungs haben schnell gemerkt, da ist einer, der ist anders als vielleicht den anderen Jugendlichen dessen Teil von uns.
00:22:55: Ich saß dann später mit denen in der Sauna drinne wo du früher vielleicht sagen hey kleiner geh mal schnell raus jetzt ist erstmal die älteren Du kannst irgendwie noch nach Feierabend kannst alleine in die Sauna reingehen sondern ich habe einen Anschluss gefunden.
00:23:08: ich war da und die Kollegen damals sie haben es akzeptiert Und darum bin ich den Jungs auch immer dankbar, weil das kann ja auch in eine andere Richtung gehen.
00:23:17: Wo die dich irgendwie aus der Kabine heraustreten, weil es natürlich geht da immer um Geld und Positionen, neue Verträge usw.
00:23:24: Dann kommt einer von den Jugendern und will diesen Platz klauen.
00:23:28: Darum bin ich dem ganzen Jungs mit denen ich damals angefangen habe immer dankba.
00:23:31: Jeder hat mir geholfen, jeder hat mir einen Rat gegeben, mich unterstützt.
00:23:37: Mir wurden damals Schuhe geschenkt, weil ich keine Schuhen hatte und so weiter und sofort.
00:23:42: Ich wurde nach Hause gebracht, ich wurde zur Bahn gefahren von den Profis und so weiter.
00:23:47: Und daher bin ich die Jungs immer dankbar bis heute, weil jeder hat irgendwie ein Prozentanteil daran, wo ich vielleicht heute sitze?
00:23:55: Na der ersten Fußballer mit dem ich eine Produktion gemacht habe war kurz vor der WM-Sechs-Bastion Schweinsteiger.
00:24:03: Ja!
00:24:03: Und das erinnert mich an das was du jetzt erzählst.
00:24:06: Das kommt ja wahrscheinlich nicht von ungefähr, dass ihr euch so gut verstanden habt.
00:24:10: Der hat es genau so auch erzählt.
00:24:13: Auch wie du, dieses in der Kabine sich wohlfühlen und Teil des Ganzen sein.
00:24:18: Hat das bei euch als Sebastian Kängeländer sofort gemetscht?
00:24:22: Habt ihr gemerkt, ihr seid auf einer Wellenlinge?
00:24:25: Ja schon!
00:24:26: Ich musste natürlich immer bei ihm ein bisschen rausgezählen und immer wieder meine Art... Wenn er mit mir zusammen ist, dann öffnet er sich immer wieder ein bisschen.
00:24:35: Und wir haben uns dann immer gut verstanden.
00:24:38: Natürlich waren wir damals auch so die einzigen sage ich mal in dem Alter, die jugendlichen, die jungen.
00:24:45: Die junge Generation.
00:24:47: und ja man hat sich einfach verstanden.
00:24:49: also manchmal kommst du dann einen Raum und triff ein und sagst irgendwie boah das matcht einfach und so war es mit Basti hier.
00:24:57: Dann auch später bei einer Zornschaft ist ja immer irgendwie zu zweit ein Ball nehmen, dann haben wir uns irgendwie gefunden.
00:25:03: Lange Flugbälle geschlagen hin und her, dann bist du mittagstisch Abendessen, da bist du dann irgendwie zusammen.
00:25:10: Und dann über die Monate und Jahre entsteht er dann etwas mehr als eine Fußballerfreundschaft.
00:25:17: Ginge euch dieses Holdi-Schweini-Ding irgendwann noch auf den Zeiger?
00:25:22: Dass ihr gesagt habt jetzt werden wir älter Reifer!
00:25:24: Wir wollen nicht mehr die lustigen zwei Clowns sein.
00:25:26: Ja, mir nicht.
00:25:27: Also man sieht da wirklich von der Poldi heißen.
00:25:30: also ich mich haben solche Dinge nie irgendwie gestört.
00:25:37: was ich immer gesagt habe Das ist ein Teil davon.
00:25:41: Und wenn die Leute dann klarkommen und am Ende lebst du auch nur einmal, also ... Ist jetzt kein Name.
00:25:48: oder wenn mich einer Poldi nennt das einer keine Respekt hat auf der anderen Seite?
00:25:53: Sondern ich war immer offen dafür und auf einer sagt Poldy Lukas Herr Podolski, dass es mir bis heute eigentlich egal.
00:26:00: Ich meine, das ist ja total positiv besetzt!
00:26:03: Was gibt's cooleres einfach so positiv besetzt durch Leben zu
00:26:07: gehen?!
00:26:08: Poldi und jeder, egal wie man erzählt.
00:26:09: Hey, Poldi Lukas Bedorski!
00:26:11: Ich würde fast behaupten, mit dir haben wir erst mal eine positive Assoziation.
00:26:17: Und das ist doch was, worauf es auch total stolz sein
00:26:19: kann.".
00:26:20: Ja auf jeden Fall, das sind auch diese Tugenden von damals wie ich erzogen bin.
00:26:23: Von meinen Eltern klar hatten wir eine schwere Zeit und wie gesagt haben wir zu fünft in einer Einhalbzimmerwohnung gelebt.
00:26:29: Wir hatten nicht viel ganze Familie hat irgendwo im Bergbau gearbeitet und so weiter.
00:26:34: Ich weiß noch in Polen da sind damals die Pferdekutschen durch die Straßen gefahren Und haben Gemüse, Obst verkauft und soweit ich musste frische Milch holen Von Bauern wo der noch an den Zitzen irgendwie Milch rausgepresst hat.
00:26:49: Das waren schöne Zeiten, lehrreich aber auch mit viel Respekt verbunden und ich habe diese Tugenden auch gelernt.
00:26:58: Man hat jetzt nicht vieles gehabt
00:27:00: usw.,
00:27:01: aber man war trotzdem immer respektvoll.
00:27:06: Das habe ich auch von meinen Eltern immer wieder mitbekommen.
00:27:09: Und daher konnte ich mich immer irgendwie in die Gesellschaft reinfinden, natürlich dann später auch in der Nähe von Köln in Bergheim wo wir gelebt haben im Hochhausviertel mit völlig verschiedenen Nationen, die da gelebt hat.
00:27:23: Dann gehst du auf den Bolzplatz.
00:27:25: man konnte kein Deutsch sind da Marokana Araba Deutsche Polnischstämmige Leute und wir haben immer irgendwie zusammengefunden.
00:27:34: Da gab es jetzt nicht irgendwie Der Platz gehört nur den Ausländern oder der Platz gehört den Deutschen, sondern wir haben da sechs gegen sechs gespielt und dann waren sieben verschiedene Nationen auf dem Platz.
00:27:45: Und das hat mich auch gestärkt dass ich immer wieder egal mit welcher Hautfarbe, egal in welcher Sprache und welche Nation Ich konnte mit den Jungs immer Wir haben uns immer verstanden klar ging es immer um Siege Da wurde reingeknallt, da wurde gekämpft aber man hat's immer irgendwie hin bekommen.
00:28:01: und Das war schön.
00:28:02: und darum sage ja Ich freue mich über meine Kindheit, wie ich groß geworden bin und was ich alles gelernt habe.
00:28:08: Welche Menschen ich auf den Weg getroffen bin?
00:28:10: Und das alles hab' ich gelernt!
00:28:11: Und irgendwann wird man reifer, größer... Man ist kein Kind mehr.
00:28:16: Kann man diese Attitude weitergeben und diese Dinge die man gelernt hat.
00:28:22: Ich teile das komplett Lukas.
00:28:24: Ich bin genau so groß geworden.
00:28:26: Diese Wolfsplatzmentalität, diese verschiedenen Nationen sind alles eins Denke ich mir heute oft mehr davon wieder in der heutigen Gesellschaft nicht mehr auseinander, sondern wieder mehr Bolzplatz.
00:28:38: Arndt hat vorhin kurz seine Tanten angesprochen.
00:28:41: Ist auch ein schöner Beitrag in den...
00:28:44: Guck dir neuer nächsten Folge einladen!
00:28:46: Dann habt ihr ...
00:28:49: wird sicher unterhaltsam oder?
00:28:54: Es wird emotional, deine Tanten erzählen sehr emotional über dein Nationalmarschafts-Debüt der Doku.
00:29:01: Wie war für dich das erste Mal den Adler auf dem Brust?
00:29:07: Ich würde jetzt mal so trocken sagen normal!
00:29:13: So wie ich investiert habe, du gehst da rein und willst dabei sein und so war es auch klar.
00:29:21: kommst du erstmal rein Man kannte das vorher nicht, die Kabine glatt gebügelt.
00:29:26: Da hängen die Trikots alles zusammen gefaltet.
00:29:29: Da siehst du keine Falte auf dem Trikot.
00:29:32: Physios, Snacks überall, alles top-top-top wie du der DFB halt bist bis heute.
00:29:39: und da hängt ein Trikko mit der zwanzig und du bist da!
00:29:43: Und ich wusste vorhin nicht ob du jetzt eingewechselt wirst oder nicht bei einem Spiel Aber ich hatte jetzt nicht irgendwie Durchfall oder musste irgendwie zwanzigmal auf die Toilette, oder sonst was.
00:29:56: Ich habe mich einmal gefreut da zu sein und habe gesagt okay du bist hier.
00:30:01: dann wurde ich eingewechselt und war da und hab mein erstes Länderspiel.
00:30:06: Dann ging es unter die Dusche und dann ging das Thema weiter.
00:30:12: Klar war ich vielleicht irgendwie ein bisschen angespannt, aber bei mir ist es eher immer Freude.
00:30:16: Immer Freude, Spaß bis heute.
00:30:19: Fußball war für mich die Druck.
00:30:21: Fußball waren für mich immer Freuden, Spaß und das zu machen was man liebt mit den Fans, mit den vollen Stadion Mit den Leuten Drummer Home, mit dem Mannschaftskollegen usw.
00:30:35: Das war für sich immer das Schönste und ist bis heute auch immer das schönste Unabhängig von den Ergebnissen und so weiter.
00:30:44: Vor kurzem irgendwie auch jetzt gesehen die Tage, Niki Laude hat einen Preis verdient und hat gesagt ich gratuliere alle Losern!
00:30:52: Weil wenn du verlierst dann lernst du am meisten, dann reflektierst du auch usw.
00:30:59: Und das ist genau wo ich auch reingehe und sage Ich habe da gelernt wo es mal schwierig war, wo du verloren hast Und so weiter.
00:31:08: Ich habe immer dieses Spiel mehr nur gesehen als diese neunzig Minuten, sondern das ganze Drumherum mit den Leuten und so weiter.
00:31:16: und sofort auch nach Niederlagen weiterhin diesen Humor zu haben, diesen Spaß zu haben weiterzumachen usw.
00:31:24: Das ist halt wichtig wenn man vor allem im Fußball und eine Kabine teilt mit vielen Leuten.
00:31:33: an diesem Druck kaputtgegangen, bis sie es bis nach ganz oben geschafft haben.
00:31:37: Der emotionalste Moment deiner Karriere war dann scheinbar offensichtlich nicht das erste Mal den Adler tragen, weil... Du hast
00:31:43: dich als erster Tor!
00:31:46: Wollen wir mal Martin?
00:31:48: Wo du das gerade sagst, wollen wir mal jetzt tatsächlich wirklich spontan, wirklich so wie Helles machen?
00:31:52: und was haben wir?
00:31:53: So eine kleine, also wirklich so dieses, was die Journalisten so mögen, dieses Deinen Bestes, Dein Schönstes, dein Hmhmhm, aber dass man möglichst schnell, dass du nicht jetzt zum hundertsten Mal das ausführen musst Sondern wir werfen dir immer so ein Superlativ hin und du sagst spontan das Spiel, dass Tor den Mitspieler, dass irgendwas.
00:32:13: Also der schönste Tor, das du hier geschossen hast?
00:32:16: Schönste mit der ganzen Geschichte war glaube ich das Tor im Derby gegen München-Gladbach Köln.
00:32:21: Ich habe auf ne Anderes getippt!
00:32:22: Okay Martin weiter du.
00:32:24: Dein emotionalster Moment während deiner Karriere.
00:32:28: Boah Jede Spiel, was ich irgendwo mitmachen kann bis heute.
00:32:35: Dieses einlaufenden Stadien, diese Stimmung und so weiter... Das sind die Momente, die ich liebe!
00:32:42: Mit den Fans, die Kurven.
00:32:44: ab und zu ist Pyroma da, Choreografien
00:32:47: usw.,
00:32:48: das sind die momente, dass ich bis heute genieße.
00:32:50: Es gibt nicht diesen einen Moment bei mir.
00:32:52: Beste Mitspieler.
00:32:55: Boah!
00:32:55: Ja, es ist gemein.
00:33:00: Du darfst zwar nicht.
00:33:01: Ich sag immer oft, die Frage habe ich sehr gerne mit Philipp Lahm gespielt damals war ich auf linke Seite als einfach Spaß gemacht um ihn zu spielen vom Verständnis von der Intelligenz und dem Hinterlaufen und so weiter und sofort.
00:33:18: mit denen hat man einfach irgendwie, er hat einfach funktioniert mit ihm zusammenzuspielen in der Mannschaft.
00:33:25: also darum würde ich mal jetzt spontan Philipp Lahme sagen
00:33:29: Ja, wir haben ja leider nie zusammengespielt.
00:33:31: Sonst wäre es natürlich... Aber gut!
00:33:35: Hättest du dem Spiel überzeugt, wo du fünf Eins verloren hättest?
00:33:38: Dann wär's vielleicht nach oben gegangen.
00:33:43: Das Stadion mit der besten Stimmung das du hier erlebt hast.
00:33:46: Was heißt das Beste?
00:33:48: Lauteste?
00:33:49: Sag mal das lauteste.
00:33:51: Gell, dass sie reist an Wohl.
00:33:53: Schon krass, ne?
00:33:54: Das neue oder das alte also quasi die...
00:33:56: Das neue, das neue
00:33:58: Das ist ultralaut, oder?
00:33:59: Ja.
00:33:59: Ja.
00:34:00: Da
00:34:02: finde ich jetzt gut, dass auch echt gemein so der härteste Gegenspieler.
00:34:08: Der die so richtig auf den Sack ging wurde gesagt das boah wenn ich oh nein bitte nicht, äh bitte nicht.
00:34:13: Das war immer oft weil wir haben gegen Italienern gespielt.
00:34:17: Gartuso im Mittelfeld da war er ja eigentlich...
00:34:19: Herrlich geil!
00:34:20: Ich hätte jetzt auch Sergio Ramos getippt.
00:34:22: Ja auch
00:34:25: Er
00:34:26: war aggressiv und hat dir dann irgendwie auch gezeigt, was willst du jetzt so?
00:34:31: Auch im Nachgang.
00:34:33: Du hast ja immer Leute, die dann Faulen den Album geben und dann sitzt sie wieder weg.
00:34:38: Der Katuso war immer da, der hat dir noch einen Spruch reingeknallt, er hat dir die Zähne gezeigt... ...der hat dir nochmal am Trikot gezogen, der hatte dich noch mal gepiext usw.
00:34:49: Und nach dem Spiel war er geil hier und weiter.
00:34:53: Ich bin ja, ganz kurz Martin bevor du weitermachst!
00:34:56: Ich bin ein großer Werder-Fan und einer meiner Heroes ist immer Thorsten Frings gewesen.
00:35:01: Kann ich jetzt für mich in meinem Fanherzen Thorsten als den deutschen Gartuso abspeichern?
00:35:08: Ja, bisschen schon.
00:35:09: Aussehen auch die Mähne so halb lang.
00:35:13: Der Thorsten hatte am Ende noch viel längere Haare aber schon von der Ausstrahlung her.
00:35:23: Und ja... Daran sieht man, wie viele Mitspieler ich auch hatte, die man so auch vergisst.
00:35:28: Torsten Frings, Geil im Mittelfeld.
00:35:30: Da hat diesen Charakter immer marschiert und aggressiv in den Trainingsspielen.
00:35:35: Man hat sich gefreut, wenn wir jetzt fünf gegen fünf gespielt haben... Wenn man den hatte?
00:35:39: ...dass man ein
00:35:40: Torsten in
00:35:40: der Ratschaft hatte.
00:35:42: Und es ist schön, über diese Zeiten zu sprechen!
00:35:48: Ich habe eine Frage.
00:35:48: Erinnerst du dich an den Spieler mit dem meisten Potenzial in deiner Jugendzeit, der es nicht geschafft hat?
00:35:55: Wo ein Profantur so gesagt hat, Alter Schwede.
00:35:58: Das ist ja unfassbar wie gut der ist.
00:36:00: Da waren einige!
00:36:01: Da war so einer da, der hieß Ratchaboo.
00:36:04: Ich hieß der glaube ich.
00:36:06: War ich auf der jetzt aus Garnakam Senegal oder aus welchem Land?
00:36:11: Aus Afrika auf jeden Fall.
00:36:13: Damals war es historisch über Bayernjagd in Ole Hönes hätte ihn angerufen und so weiter.
00:36:17: Und irgendwie er war das größte Talente in unserer Jugend damals Stürmer neuner Und hat es irgendwie auch nie irgendwie geschafft.
00:36:25: Auch irgendwie zweite, dritte, vierte Liga irgendwo.
00:36:29: Nie wieder irgendwie über ihn gesprochen.
00:36:32: Da waren noch viele andere die den Weg nicht geschafft haben was die Gründe sind.
00:36:39: Ich habe so ein Ding, das ist ein Traumfall bekommen.
00:36:41: Daniel Grebel sagt dir der noch was?
00:36:43: Wer?
00:36:44: Daniel Grebe.
00:36:46: Zena für euch bei Köln war auch in dem Spiel dabei.
00:36:50: Ja
00:36:51: Aber gut, sag ich ihm.
00:36:52: Kannst dich nicht an ihn erinnern?
00:36:52: War nicht so...
00:36:54: Gemeint!
00:36:54: Das müssen wir jetzt wieder raus schneiden.
00:36:59: Also
00:36:59: guck mal raus und zieh es in den Arschloch.
00:37:04: Ja da waren einige.
00:37:05: also entweder hat's dann groblich funktioniert man der Hunger hat gefehlt, vielleicht private Probleme oder der Trainer hatte keinen Bock auf ihn gehabt.
00:37:14: Da gibt es so viele Faktoren leider manchmal im Fußball, die irgendwie auch einen den Weg versperren, wo am Ende vielleicht nicht der Spieler selber nur schuld ist.
00:37:23: Ich meine Martin das sagst du ja selbst?
00:37:24: Wir haben schon viel darüber gesprochen.
00:37:26: wir sind gut befreundet und wenn du Martin erzählst von deiner Laufbahn war das vielleicht auch so.
00:37:31: Du hättest vermutlich Potenzial gehabt in der Wenn's an einer oder anderen Stelle anders gelaufen wäre jetzt nicht das Potenziale von Lukas Podolski aber schon
00:37:41: auch
00:37:41: vielleicht zweite Liga Bundesliga länger stetig zu spielen.
00:37:45: Und dann irgendwie Verletzungen, falscher Trainer, der setzt nicht auf dich.
00:37:50: Das sind so Mini-Punkte oder?
00:37:53: Lukas sagst du auch und es kommt auf so eine Kleinigkeit an!
00:37:55: Also
00:37:56: ich habe mal mit mir gesagt, ich war in der O-Ninzen war schon gut, hab meine Tore da gemacht und dann ist der Frieder am Funkel, der gibt dir keine Wachto.
00:38:02: und ich war einmal in den Profitrainingen über die ganze Hinrunde hinaus, nicht mehr oben.
00:38:08: Andere waren oben, haben mit trainiert.
00:38:09: Ich nicht und habe eigentlich eine gute Song gespielt.
00:38:12: Und dann ist plötzlich ein Trainerwechsel von einer auf die nächsten Woche bis zu plötzlich im Trainingslager dabei.
00:38:20: Das sind manchmal so Dinge im Fußball wo ich sage da ist nicht immer nur der Spielerschuld weil es gibt so viele Spieler mit denen ich zusammengespielt habe auch dass sie in der O-Sechzehn, O-Sebzehn oder Neunzehn war die so viel Potenzial haben, wo ich sage, warum sind die nicht Profi geworden?
00:38:35: Was ist da passiert?
00:38:36: und meistens hört man immer ja du weißt doch wie der ist.
00:38:39: Der ist dann feiern gegangen hatte kein Bock hat er seine Freundin kennengelernt.
00:38:43: aber meistens ist das man denke ich auch so dass entweder der Jugendleiter keinen Bock auf ihn hatte, der Trainer keinen Bock hat.
00:38:51: Er vielleicht eine Verletzung hatte oder keine Ahnung was.
00:38:55: Das wird auch meistens immer vergessen, dass einem der Weg nach oben versperrt wird und ein bisschen politisch vielleicht.
00:39:03: Daher bin ich mir sicher, dass vielen mit denen ich gespielt habe den Weg nach unten versperrt gewesen ist.
00:39:13: Du musst halt im Kopf so stark bleiben, dass du trotzdem dran bleibst und nicht aufgibst wegen der Politik.
00:39:20: Ich meine es gibt Ausnahmespieler wie dich.
00:39:22: bei mir waren's dann noch Kevin Prinz-Boateng, Semikidira da hast du natürlich damals schon gesehen okay die gehen auf jeden Fall nach ganz ganz oben durch wenn sie sich nicht schwer verletzen.
00:39:31: aber wie viele tausend Spieler das eben nicht schaffen ist wirklich Wahnsinn!
00:39:37: Also wie klein dieser Prozentsatz ist, die oben durchgehen.
00:39:41: Die oben bleiben... ...die dann sogar Weltmeister werden.
00:39:46: Ja genau zu unserer Zeit war es ja noch anders als heute.
00:39:49: Heute suchst du nach diesen Spielen und damals war es auch so ein bisschen politisch dass du sagst Der Kader ist dreißig plus und wir wollen da keinen Jungen.
00:40:01: Da haben auch immer die Trainer geschaut, ich brauche Ergebnisse, ich will hier keine Spieler entwickeln.
00:40:06: Da war die Qualität der Trainern ja vielleicht nicht so wie heute.
00:40:09: Da waren irgendwie alte Schule, Bergläufe ums Geisburg heimlaufen, fünfundzwanzigmal
00:40:15: usw.,
00:40:17: da waren halt andere Zeiten.
00:40:18: Und da war es nicht so dass du in den Mannschaften irgendwie achtzehn-neinzehn Jahre rumlaufen gesehen hast.
00:40:25: Das war unüblich!
00:40:26: Daher kann man auch die Zeit mit heute so gar nicht miteinander vergleichen, weil heute werden die Jugendlichen ja quasi durchgeschoben.
00:40:35: Lukas du hast am Anfang ein bisschen den Schiri hier bei uns gemacht und wir haben noch forty- acht Minuten.
00:40:39: Kannst du einmal kurz gucken wie viele Minuten wir noch haben?
00:40:42: Ich wollte nicht wann wir angefangen haben!
00:40:45: Ok, du hast auch keinen Timer gestellt.
00:40:46: Komm her dann... Aber
00:40:48: ich spreche aus zwei
00:40:49: Sachen.
00:40:49: Wir können
00:40:49: auch ein bisschen verlängern.
00:40:51: Zwei drei Sachen haben wir noch genau.
00:40:52: also was mich jetzt gerade interessiert ist so spielen deine Kinder eigentlich Fußball
00:40:57: Meine Mädels, ich habe zwei Mädels nicht.
00:40:59: Vielleicht kommen die noch dazu?
00:41:00: Die probieren gerade so ein bisschen aus.
00:41:03: Die mögen Fußball weil immer nach dem Spielen hier in Polen kommen sie mit mir unten auf den Platz und spielen da so ein bißchen rum, schießen aufs Tor usw.
00:41:12: Mein Sohn spielt ja in der U-IX von meinem Verein.
00:41:17: Und ja mal schauen was so passiert.
00:41:21: Wie ist da Lukas Podolzi als Papa am Spielfeldrand Der klassische Pöbler?
00:41:28: Damals emotionaler als jetzt.
00:41:30: Okay.
00:41:31: Jetzt schaue ich eher so ein bisschen auf das Gesamtpaket, also wie spielt die Mannschaft?
00:41:36: Wie trainieren dir?
00:41:37: und so weiter... Und da reg' ich mich auch irgendwie, dass ich sage, was spielen die da für einen Scheiß zusammen oder für den Rotz zusammen
00:41:44: usw.?
00:41:45: Schau da weniger auf mein Sohn!
00:41:46: Also widerspielt oder ist jetzt neben dem Auto Frage bist du mit deiner Leistung zufrieden oder nicht?
00:41:53: Sondern schaure eher so etwas auf das gesamte Bild unser Jugend, auf den Trainer und so weiter.
00:41:58: Und da war ich früher viel emotionaler.
00:41:59: also wo er noch irgendwo gespielt hat.
00:42:02: Da war ich immer mehr hinter ihm mach mehr und du kannst doch usw.
00:42:08: Das hat sich über die letzten Jahre ein bisschen beruhigt weil ich finde er muss irgendwann kommen zu einem Alter wo er seinen Weg auch selber finden muss.
00:42:15: Er muss den Hunger selber finden.
00:42:17: das was ich eben gesagt habe dass ich so die Tugenden von früher auch weitergebe wo ich sage Junge, du bist jetzt in deinem Alter, wo du selber den Weg finden musst.
00:42:27: Du musst irgendwie gucken, dass du zum Training kommst.
00:42:30: Du muss gut trainieren und du musst gut spielen – und du muss da sein!
00:42:34: Fußballer werden willst, dann musst du da sein.
00:42:36: Da musst du den Ehrgeiz haben, da musst du hungrig sein und dann kannst du nicht sagen ja ich habe einen prominenten Papa im Hintergrund der macht das schon.
00:42:43: Der sagt dem U-IX Trainer so entweder spielt mein Sohn oder bist morgen gekündigt sondern er muss seinen Weg selber finden.
00:42:49: wenn er diesen Hunger hat und Ehrgerz hat und investieren möchte Dann kann er es schaffen und wenn nicht, dann muss er sich eine Beschäftigung außerhalb des Fußballs sitzen.
00:42:59: Ich sage immer, ich habe so viel Dönerleden.
00:43:01: Du kannst gerne am Spieß stehen und das vielleicht schneiden.
00:43:04: Dann lernst du auch mal was im Leben!
00:43:06: Aber nein, also der ist ein geiler Übergang beim Thema Hunger... Also hat er diesen jetzt nicht den Dönenerhunger?
00:43:12: Sondern hast du das Gefühl, er hat diesen Hunger oder hat er diesem Ehrgeiz?
00:43:16: Wie du?
00:43:17: Ich glaube, jeder der irgendwo in den Nutzspiel hat Hunger und Ehrgeiz und möchte nach oben den Weg finden.
00:43:22: Aber wir wissen auch selber dass das der Weg nach oben auf das damals war und heute ein bisschen mehr, dass immer mehr Fußballer nach oben durchrutschen.
00:43:33: Das war damals anders aber trotzdem ist es irgendwie nur ein Bruchteil.
00:43:37: also wie viele Spieler aus der U-IX Machen dann auch irgendwie eine Karriere.
00:43:44: Also klar, trainieren die oben mal mit sind da noch wie im Trainingslager dabei und so weiter sind wir auf der Bank mit dabei.
00:43:51: aber wie viele von denen schaffen am Ende auch diese Karrieren?
00:43:54: Und was ist eine Karre?
00:43:56: also er kann ja auch in der Regionalliga spielen oder in den Ritten und Spaß haben und sein Geld verdienen und hat Spaß.
00:44:03: das Leben muss nicht über bestehen Ich muss Bundesliga spielen, ich muss die Millionen verdienen und dann bin ich es akzeptiert in der Gesellschaft.
00:44:11: Sondern ich denke wichtig ist dass er Spaß hat was er macht, dass er eventuell einen Beruf findet den er Spaß macht.
00:44:17: und wenn er meint er muss Fußball spielen, dann muss er das nicht irgendwie in der ersten Liga machen sondern wichtig ist, dass man diesen Spaß findet, diesen Humor findet und dass man am Ende seinen Weg findet.
00:44:29: und das ist glaube ich vielen am wichtigsten.
00:44:32: Sag's grad den eigenen Weg finden, Lukas.
00:44:34: Bei dir der Fußballweg aktiv auf dem Platz neigt sich wahrscheinlich langsam, langsam, langsam dem Ende zu.
00:44:42: Wahrscheinlich kannst du auch noch mit forty-fünf, vierzig spielen?
00:44:45: So viel Langsam muss ich nicht sagen!
00:44:46: Also wenn du eigentlich mal langsam sagst... Das ist weit ausgeholt.
00:44:52: Wie schwer fällt es dir dich vom aktiven Fußball Dann zu verabschieden.
00:44:57: Hast du da schon drüber nachgedacht?
00:44:58: Ist das schon in deinem Kopf oder ist es auch Tag für Tag erst mal noch spielen, gucken wenn's so weit ist?
00:45:03: Ja also schon die letzten Jahre auch immer.
00:45:05: Also ich bin ja hier nach Polen gekommen und gesagt so, ich verwirkele so ein bisschen mein Traum und komme nochmal zurück wo ich als ganz kleine Junge angefangen habe und wo ich aus der Region komme, wo wir aufgewachsen sind und kommen und spiele eine Song.
00:45:18: Ich hab bei damals vor einem Jahr unterschrieben und hab dann so gesagt so spielts eine Song und dann ist gut.
00:45:24: aber irgendwann hat sich diese eine Song verschoben, man hat Spaß gefunden.
00:45:28: Es hat mir Spaß gemacht hier was mitzuentwickeln auch außerhalb des Platzes.
00:45:33: jetzt bin ich halt fünf Jahre hier und mal schauen
00:45:37: ist doch dieses langsam langsam langsam
00:45:40: ja so viel langsam nicht.
00:45:41: lassen wir ein zwei ein zwei langsam ganze lasse ma schauen ich lass mich immer die tü offen.
00:45:47: ich habe bis heute noch nicht klar entschieden so jetzt ist Schluss Sondern ich lasse mir immer eine Tür offen.
00:45:53: Aber klar, ich werde jetzt einen Vierzig in ein paar Monaten und ich bin auch klar im Kopf dass es jetzt mit zweiundvierzig nicht besser wird.
00:46:02: also Ich kann jetzt nicht mehr herauspressen.
00:46:05: Ja?
00:46:05: Ich werde jetzt nicht irgendwie mit zwei und vierzig meine beste Saison spielen in Polen in den letzten Jahren sondern das ist ja immer so.
00:46:12: ne Zugabe.
00:46:13: Also diese Kabine morgens dieses Training Es geht nicht nur um die Spiele für mich sondern auch irgendwie Das Leben so ein bisschen zu befüllen, von acht bis vierzehn Uhr diese fünf sechs Stunden die man seit mehr als zwanzig Jahren hat.
00:46:29: Dass das einfach nur da ist und dass es vielleicht irgendwann mal wegfällt.
00:46:33: aber ja ja mal schauen.
00:46:35: also die Gedanken mache ich mir schon über Jahre und vielleicht ist es dann einfacher wenn man dann irgendwann sagt stopp weil... Viele haben auch so, dass sie sagen mein Knie, mein Knüschen kann nicht mehr und ich muss leider irgendwie jetzt nach der Saison sagen es ist Feierabend.
00:46:52: Das ist ja bei mir zum Glück nicht der Fall und daher lasse ich mir da die Tür
00:46:56: offen.".
00:46:57: Du hast gerade schon mal deinen Dönerleben angesprochen?
00:47:00: Das finde ich immer faszinierend wenn so Fußballer noch während ihrer aktiven Zeit echt sich... Zweites, drittes, vierte Standbein aufbauen.
00:47:08: Glücksgefühle festüggeln.
00:47:09: Deine Döner leden... Erst mal Martin hast du schon mal einen Mangal oder wie spricht man das aus?
00:47:14: Mangaldöner.
00:47:15: Hast du schon einmal eingegessen Martin?
00:47:18: Leider noch nicht!
00:47:19: Lukas habt ihr die in Hamburg seid jetzt auch?
00:47:21: Nein noch nicht glaube ich.
00:47:22: nein.
00:47:23: Bei der haben wir uns in Hamburg würd' ich's...
00:47:25: Da muss man dann hinnehmen.
00:47:26: Aber worauf ich hinausgeht, jetzt gehst du eigentlich an dieses Thema oder an all diese Themen außerhalb des Fußballs mit einer ähnlichen Unbekümmertheit daran wie auch an den Fußball?
00:47:37: Unbekümmern würde ich nicht sagen, haben derselben Energie und selben Mindset dieselbe Power und selber sagen okay ich will wenn ich irgendwas mache auch was erreichen und irgendwie auch das Ding sage ich mal groß werden und nicht einfach nur etwas zu haben umzuhaben.
00:47:52: Ja, hat sich so entwickelt die ganzen Businesse.
00:47:54: Also ist es nicht so dass ich irgendwie irgendwas studiert hätte in meiner Karriere oder irgendwie in der Schule der beste in meiner Klasse war damals sondern habe sich aber Dinge entwickelt und ich glaube vieles hab ich auch vom Fußball mitgebracht was ich gelernt habe Bündlichkeit Disziplin Ehrgeiz Dazu sein, den Kampfgeist usw.
00:48:18: Ich glaube viele diese Dinge die ich über letzten Jahrzehnte im Fußball gelernt habe, die kann man in diese Businesse übernehmen weil das auch da gefragt ist und so weiter.
00:48:32: Die Dinge haben sich ergeben und ich weiß auch nicht, ob das immer so ein Klischee ist.
00:48:37: Jeder Fußballer muss sich irgendwie ein zweites Standbein aufbauen.
00:48:39: Also am Ende sage ich jeder muss auf seinen Ars selber aufpassen im Leben.
00:48:43: Jeder lebt sein eigenes Leben.
00:48:45: bei mir hat es irgendwie reingepasst.
00:48:46: Ich habe Bock auf die Sachen.
00:48:48: Ich hab Spaß daran.
00:48:49: Ich habe gute Partner mit denen ich das mache und solange Dinge mir Spaß machen und ich die Dinge irgendwie auch koordinieren kann Dann ist ja alles gut, also wir beim Festival.
00:49:01: Da sind jetzt über zweihunderttausend Leute und die sagen was hat der Poldi da für ein geiles Festival hingezaubert?
00:49:06: Und haben dann zwei drei Tage in ihrem Leben.
00:49:11: und darum geht es doch den Leuten etwas zu geben damit sie ein bisschen Glücksgefühle haben.
00:49:18: Am Ende laden vor uns jeder mal unter die Erde und du musst den Leuten einfach ein bisschen Spaß, Futter und bisschen Energie, bisschen Humor geben.
00:49:24: Und darum geht's doch!
00:49:26: Nicht immer nur Training in der Hause sich einschließen und sagen soll jetzt bin ich nur mit meiner Familie und gut ist sondern man muss die Dinge auch umsetzen wie sie sind und den Leuten auch was mitgeben.
00:49:40: Geile Einstellung teile ich zu hundert Prozent.
00:49:43: wir kriegen hier immer unten eingeblendete... Die Zeit wird kürzer.
00:49:45: leider Lukas Unser Podcast heißt dein erstes Mal und wir benden immer mit der Frage, auf welches erste mal freust du dich in Zukunft noch?
00:49:56: Auf meine Familie.
00:49:57: Auf die Kinder.
00:49:59: Weil das ist das erste Mal, dass ich dann irgendwie richtig Zeit habe, die Zeiten mit den Kindern zu genießen um mit der Familie.
00:50:08: Das ist mein erstes Mal.
00:50:12: Weil seit ich siebzehn, Übergang achtzehn eigentlich immer weg war von zu Hause.
00:50:19: Immer weg war bei Turnieren über Wochen und immer die Kinder irgendwie Zuhause geholt haben Und immer die Familie an zweiter Stelle war Vor allem die Kinder.
00:50:30: Jetzt freue ich mich auf das erste mal Dass es jetzt irgendwann passiert dass ich mehr Zeit habe für die Dinge mit der Familie.
00:50:37: Dabei wünschen wir von Herzen viel Spaß.
00:50:39: Hey Lukas, hat großen Spaß gemacht!
00:50:40: Vielen Dank für deine Zeit.
00:50:42: Viel Erfolg mit der Doku und beim nächsten Mal in Hamburg.
00:50:44: Sobald Mangal in Hamburg ist Martin treffen uns da.
00:50:48: Danke
00:50:49: euch.
00:50:50: Mach's gut.
00:50:52: Ciao.
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