#9: Abenteurer Christo Foerster

Shownotes

Wie fühlt es sich an, spontan über Nacht mit dem Rad von Hamburg nach Berlin zu fahren? Oder mit dem SUP-Board Deutschland zu durchqueren, von der Zugspitze bis nach Sylt? Die Antwort auf diese Fragen kennt unser heutiger Gast, der Hamburger Abenteurer, Speaker und Buchautor Christo Foerster. Christo hat den Mikroabenteuer-Trend in Deutschland begründet und groß gemacht, in seinem Podcast "Frei Raus" spricht er regelmäßig mit spannenden, inspirierenden Menschen aus der Welt von Abenteuern, Reisen und Outdoor-Erlebnissen,

Freut euch bei "Dein erstes Mal" auf ein motivierendes Gespräch über Maßnahmen gegen den Winterblues, darüber, warum man viel häufiger einfach mal machen und weniger grübeln sollte - und nehmt zahlreiche Ideen mit für einfach umsetzende Abenteuer vor der Haustür. Viel Spaß mit Christo Foerster!

Hosts: Arndt Ziegler und Martin Werner Produktion: Ela Wildner Postproduktion: Waldemar Markin Intro: Christo Foerster

Kommentare (1)

Martin

Hallo, durch den Newsletter von Christo bin ich auf diesen Podcast aufmerksam geworden. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber schon viel von ihm gehört und gelesen. Als ich jetzt so seine Geschichten aus der Kindheit hörte, da wußte ich, das ich das auch hinter mir habe. Das erste Feuer machen ging allerdings glatt in die "Hose". Sommer 59, da war ich 5 Jahre alt, (oh, jetzt weiß jeder wie alt ich bin - allerdings nur die, die rechnen können :) ) unerträglich heiß, aber mit meinen Kumpels wollte ich Feuer machen auf einem ausgedörrten Damm. Nur trockenes Gras. Streichhölzer "organisierte" ich, denn Ich wußte wo sie im Haus versteckt lagen. Es dauerte nicht lange, da stand der Damm in Flammen. Es war aber auch nur der Damm vom Schießplatz der Bundeswehr, die es ja gerade wieder gab. Der Rauch wurde sofort wahrgenommen und ruckzuck waren da jede Menge Soldaten mit Feuerpatschen, mit denen sie das Feuer löschten. Wir bekamen ordentlich Schelte und gut war. Und Abenteuer war ja damals jedes Verschwinden, um die Umgebung kennen zu lernen und alles ohne Karte und Handy und abends war man wieder zuhause.Irgendwann wird das langweilig. 1971 packte mich dann die erste Reiselust. Ich zu meinen Eltern: "Ich fahre jetzt mal mit dem Rad nach Kopenhagen".WAS?? Ich nahm das Baumwollzelt mit, Bundeswehrschlafsack, alten Bundeswehrbenzinkocher, die zum Aufklappen. (vlt. kennt sie noch jemand) Tütenessen, ein einfachen Alutopf und alles in zwei verschlissenen Packtaschen, die provisorisch am Gepäckträger montiert waren. Karte? Autoatlas von Papa aufgeschlagen, paar handschriftliche Notizen und Richtung Bremen/Hamburg Fehmarn zur Fähre nach Puttgarden. Und dann immer geradeaus nach Kopenhagen. Dort paar Tage geblieben und dann zurück. Das war mich ein richtiges Abenteuer "Mein erste Mal" Verbindung zu meinen Eltern? Ja, einmal ganz kurz telefoniert, da die Kronen nur so durchflutschten und die abgeschickte Postkarte erst zuhause ankam, als ich auch schon ein paar Tage zuhause war. Dann sehr jung geheiratet, Kinder in die Welt gesetzt, Bäume gepflanzt .... Mit der Familie im Wohnwagen Europa erkundet und dann? Back to the roots. Alles verkauft, nur meine Fahrräder nicht. Und jetzt als alter "Sack" mit Rad und Zelt unterwegs. 2023 u.a. 3,5 Monate bis zum Nordkap an der Küste von Norwegen hoch und über Finnland, Schweden Dänemark zurück. Und weitere lange Touren, an denen ich morgens nie wußte, wo ich abends wohl schlafen werde. Wenn ich dort dann abends mein Hoboofen anmachte, dachte ich oft an mein erstes Feuer. Ich fand es immer schön auf den Touren auch auf junge Menschen zu treffen, die so ticken wie ich und auch das Abenteuer suchen. Und - es gibt sogar noch ältere, die morgens aus dem Zelt kriechen. Allerdings habe ich unterwegs nie dran gedacht: "Was mache ich als nächstes?" Das hat sich dann irgendwie ergeben. So habe ich diese Jahr nach gut 30 Jahren kurzentschlossen die Insel Bornholm mit Rucksack und Wanderschuhen umrundet. Vor 30 Jahren war es eine mehrtägige Bergtour in Norwegen. Ich hoffe, das ich solche Touren mit Rad oder auf Schusters Rappen nach paar Jahre machen kann. Bekannte und Freunde bewundern mich zwar, aber entweder sie kommen nicht aus der Komfortzone heraus, oder buchen die Kreuzfahrt. Jeder, so wie er will. Darüber rege ich mich nicht mehr auf von wegen CO .., die sind nicht auf meinen Wegen unterwegs und stören mich nicht. ;) Genug geschrieben Viele Grüße an Alle und macht es einfach Martin

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